Eine Kehlkopfentzündung ist eine entzündliche Erkrankung des Kehlkopfs beim Pferd. Sie tritt sowohl akut als auch chronisch auf. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die typischen Anzeichen, mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Kehlkopfentzündung beim Pferd.
Atemwegserkrankungen wie eine Kehlkopfentzündung beim Pferd erfordern eine enge Zusammenarbeit mit einem Tierarzt. Wird eine akute Kehlkopfentzündung nicht behandelt oder heilt sie unvollständig aus, wird sie chronisch oder es kommt zu Folgeerkrankungen.
Die Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee steht Pferden und ihren Besitzern ganzjährig rund um die Uhr zur Verfügung. Unter der Leitung von Dr. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold verbindet die Klinik langjährige Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Kehlkopfentzündungen beim Pferd mit moderner Technik, hoher Fachkompetenz und individueller Betreuung.
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Eine Kehlkopfentzündung ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege beim Pferd. Sie betrifft in erster Linie die Schleimhaut des Kehlkopfes und tritt in jedem Alter auf. In manchen Fällen ist auch der Kehlkopfknorpel betroffen. Der Fachausdruck für die Kehlkopfentzündung lautet Laryngitis.
Es gibt zwei Formen der Kehlkopfentzündung. Die akute Form tritt plötzlich auf und heilt in der Regel vollständig ab. Die chronische Form entwickelt sich aus einer nicht ausgeheilten akuten Entzündung oder durch dauerhafte Reize und verläuft deutlich hartnäckiger. In beiden Fällen sind häufig auch die Bronchien betroffen.
Kehlkopfentzündungen treten bei Pferden jeden Alters auf und zeigen sich vor allem in den Herbst- und Wintermonaten. Sie belasten die Tiere erheblich, insbesondere bei intensiver Beanspruchung oder sportlicher Nutzung. Eine gesunde Kehlkopffunktion ist daher entscheidend für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden des Pferdes.
Bei Pferden zeigt sich eine Kehlkopfentzündung auf unterschiedliche Weise.
Eine Kehlkopfentzündung beim Pferd erkennt man an verschiedenen Symptomen. Dazu gehören Husten, Schluckbeschwerden, Atemgeräusche, veränderte Lautäußerungen, Schwellungen im Kehlkopfbereich, Nasenausfluss, Atemnot, Fieber und allgemeine Mattigkeit.
Die folgende Liste zeigt die typischen Symptome einer Kehlkopfentzündung beim Pferd.
In den meisten Fällen bekämpft das Immunsystem des Pferdes die Entzündung und die Erreger in den Atemwegen von selbst. Klingt eine akute Kehlkopfentzündung nicht innerhalb weniger Tage bis spätestens zwei Wochen ab, besteht jedoch das Risiko, dass sich eine chronische Kehlkopfentzündung oder eine Lungenentzündung entwickelt. Besonders gefährdet sind immungeschwächte, junge oder alte Tiere.
Die Ursachen für eine Kehlkopfentzündung bei Pferden sind vielfältig.
Ursachen für eine Kehlkopfentzündung bei Pferden sind Infektionen mit Viren oder Bakterien, Kälte und Nässe, ungünstige Haltungsbedingungen, schlechte Luftqualität, Toxine in Futter oder Wasser, ein schwaches Immunsystem, nicht ausgeheilte Vorerkrankungen sowie Allergien.
Eine akute Kehlkopfentzündung entsteht in den meisten Fällen durch Virus- oder Bakterieninfektionen. Auch plötzliche Reizungen der Schleimhäute, beispielsweise durch Staub oder kalte, feuchte Witterung, zählen zu den typischen Auslösern. Eine chronische Kehlkopfentzündung entwickelt sich häufig aus einer nicht vollständig ausgeheilten akuten Form oder durch dauerhafte Belastungen, zum Beispiel durch schlechte Stallluft oder Allergien.
In der folgenden Liste sind die Ursachen akuter und chronischer Laryngitis aufgelistet.
Die Behandlung einer Kehlkopfentzündung richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf der Erkrankung.
Die Behandlung der Kehlkopfentzündung bei Pferden läuft in mehreren Schritten ab. Nach einer gründlichen Diagnose zur Ursachenklärung umfasst sie Ruhe und Isolation, den gezielten Einsatz von Medikamenten, die Optimierung der Haltungsbedingungen und bei Bedarf eine antibiotische Therapie.
Eine Kehlkopfentzündung erfordert eine gründliche Diagnose durch den Tierarzt, da viele der Symptome auch bei anderen Atemwegserkrankungen auftreten. Zunächst erfolgt eine klinische Untersuchung. Mit einem Stethoskop werden die Atemgeräusche des Pferdes überprüft, da bei einer Kehlkopfentzündung oft ein Rasseln zu hören ist. Durch das Abtasten des Kehlkopfes lässt sich zudem ein Hustenreiz auslösen, der als charakteristisches Anzeichen für eine Laryngitis gilt.
Zur Sicherung der Diagnose stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Blutuntersuchungen erfassen Entzündungsparameter, während die Ultraschalldiagnostik Veränderungen im Halsbereich sichtbar macht. Die Röntgendiagnostik unterstützt die Darstellung tieferer Strukturen der Atemwege und die Abklärung komplizierter Krankheitsverläufe.
Mithilfe einer Endoskopie der Atemwege ist eine direkte Beurteilung der entzündeten Schleimhäute möglich. Dabei wird eine Sekretprobe entnommen, die anschließend zytologisch, bakteriologisch und mykologisch einschließlich Resistenztest untersucht wird, um den Erreger der Kehlkopfentzündung genau zu bestimmen.
Neben der Abklärung infektiöser Ursachen ist es wichtig, mögliche Auslöser wie schlechte Haltungsbedingungen, Staubbelastung oder allergische Reaktionen zu erkennen. Diese Faktoren spielen eine zentrale Rolle für die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung.
Bei einem leichten Verlauf klingt eine akute Kehlkopfentzündung häufig innerhalb weniger Tage ab, wenn das Pferd geschont wird. Ruhe und Isolation unterstützen daher die Genesung.
Während der Erkrankung bleibt das Pferd ohne Belastung und wird nicht geritten, damit sich die Atemwege vollständig erholen. Da eine Kehlkopfentzündung ansteckend ist, trennt man das erkrankte Tier nach der Diagnose von der Herde. Auf diese Weise verhindert man eine weitere Verbreitung.
Bei hartnäckigen und schmerzhaften Verläufen werden entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente eingesetzt, die die Schleimhautentzündung verringern und die Symptome lindern.
Bei chronischen Kehlkopfentzündungen unterstützen Heilkräuter wie Anis, Echter Eibisch, Thymian, Süßholz oder Salbei den Heilungsprozess, da sie beruhigend auf die Schleimhäute wirken.
Eine keim- und reizarme Umgebung ist wichtig für die Heilung von Kehlkopfentzündungen bei Pferden. Für eine hygienische Umgebung sind eine gute Belüftung des Stalls, saubere und trockene Einstreu sowie ein staub- und rauchfreies Klima entscheidend.
Schimmelsporen, Ammoniakdämpfe aus nasser Einstreu oder eine unzureichende Luftzirkulation reizen die Schleimhäute und begünstigen Kehlkopfentzündungen. Auch die Fütterung spielt eine wichtige Rolle: Hochwertiges, staubfreies Heu und hygienisch einwandfreies Futter verhindern zusätzliche Belastungen der Atemwege.
Die Haltungsbedingungen belasten das Immunsystem eines Pferdes direkt. Stressfaktoren wie Überbelegung, mangelnde Bewegung oder unzureichende Sozialkontakte schwächen die Abwehrkräfte und erhöhen die Anfälligkeit für Infektionen. Ausreichender Auslauf an der frischen Luft, regelmäßige Bewegung und Schutz vor Kälte und Nässe stärken dagegen die Abwehrkräfte und fördern den Heilungsprozess.
Bei schweren Verläufen und nachgewiesenen bakteriellen Infektionen genügt eine rein pflanzliche Behandlung bei einer Kehlkopfentzündung nicht. In diesen Fällen erfolgt eine gezielte Antibiotikatherapie, die auf einer bakteriologischen Untersuchung und einem Antibiogramm basiert. Durch die genaue Bestimmung des Erregers lässt sich das passende Antibiotikum auswählen, wodurch die Behandlung der Kehlkopfentzündung wirksam erfolgt und Resistenzen vermieden werden.
Die Pferdeklinik am Sorpesee behandelt Atemwegserkrankungen wie Kehlkopfentzündungen mit hoher Fachkompetenz und langjähriger Erfahrung. Unter der Leitung von Dr. med. vet. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold gewährleistet ein 25-köpfiges Team die bestmögliche Versorgung.
Die Vorsorge, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, wie beispielsweise Kehlkopfentzündungen, gehören zu den häufigsten internistischen Vorstellungsgründen in unserer Klinik. Unser Fokus liegt auf einer gründlichen klinischen Untersuchung, um die weitere Behandlung individuell abstimmen zu können.
Dank unserer modernen Ausstattung steht für die Abklärung und Behandlung von Kehlkopfentzündungen ein breites Spektrum an Untersuchungs- und Therapiemethoden zur Verfügung, darunter Laboruntersuchungen, Videoendoskopie und Videogastroskopie, Röntgen, Echokardiografie (Herzultraschall), EKG, Inhalation und Blutanalyse.
In unserem hauseigenen Labor steht eine Sofortdiagnostik aller wichtigen Parameter zur Verfügung. Mithilfe modernster Analysegeräte und einer hohen Messgenauigkeit werden zahlreiche hämatologische und klinisch-chemische Werte innerhalb kürzester Zeit ermittelt. Das diagnostische Spektrum umfasst Blutuntersuchungen, zytologische Analysen, die Untersuchung von Trachealbronchialsekret (TBS), bakteriologische Tests einschließlich Antibiogrammen sowie verschiedene PCR-Schnelltests.
Unser großzügiges Klinikareal am Sorpesee bietet umfassende Möglichkeiten auf dem neuesten Stand der Medizintechnik. Mehrere Behandlungsräume mit modernen Untersuchungsständen stehen für Diagnostik und Therapie von Kehlkopfentzündungen in ruhiger Atmosphäre bereit.
Unsere Pferdeklinik ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Für die Außenpraxis stehen fünf voll ausgestattete Praxiswagen bereit, die eine zeitnahe Betreuung im gesamten Praxisgebiet ermöglichen. Im Rahmen unserer Fahrpraxis kommen moderne diagnostische und therapeutische Verfahren wie Video-Bronchoskopien, digitales Röntgen und Ultraschall zum Einsatz. So lassen sich auch Atemwegserkrankungen wie eine Laryngitis zuverlässig abklären und behandeln.
Zur Prävention von Kehlkopfentzündungen bei Pferden gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Zur Prävention einer Kehlkopfentzündung bei Pferden kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, darunter Weide- oder Offenstallhaltung, Rückzugsmöglichkeiten, eine gute Stallhygiene, staubarme Einstreu, überlegtes Eindecken, die Stärkung der Abwehrkräfte sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen.
Die folgende Liste zeigt die wichtigsten präventiven Maßnahmen, die vor einer Laryngitis schützen.

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Samstag
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