Mondblindheit Pferd

Mondblindheit beim Pferd: Definition, Ursachen & Behandlung

Letztes Update am
8. Dezember 2025

Mondblindheit ist eine wiederkehrende Augenentzündung beim Pferd. Typische Anzeichen sind regelmäßig geschwollene, tränende, getrübte oder gerötete Augen. Der Artikel erläutert die Definition von Mondblindheit, beschreibt die Ursachen dieser Augenerkrankung und stellt die wichtigsten Behandlungsansätze vor.

Inhaltsverzeichnis

Die Mondblindheit ist eine der häufigsten Augenerkrankungen beim Pferd. Hauptursachen sind Infektionen mit Leptospiren, autoimmune Fehlreaktionen gegen körpereigene Strukturen, genetische Veranlagungen sowie ungünstige Umweltfaktoren wie feuchte Böden und hohe Infektionsbelastung. Laut einem in der Fachzeitschrift Equine Veterinary Journal veröffentlichten Artikel der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich liegt die Prävalenz der Mondblindheit in Europa bei etwa 8–10 % der Pferdepopulation.

Bei Verdacht auf Mondblindheit ist das betroffene Pferd sofort einem Tierarzt vorzustellen. Eine umgehende Untersuchung und Behandlung verhindert bleibende Schäden am Auge. Bis zur tierärztlichen Versorgung empfiehlt sich eine ruhige Unterbringung des Pferdes und die Vermeidung greller Lichteinflüsse.

Die Behandlung von Mondblindheit in der Pferdeklinik am Sorpesee ist individuell auf jedes Pferd abgestimmt. Grundlage ist eine präzise Diagnostik, mit der sich der Schweregrad und die Ursache der Erkrankung ermitteln lassen. Unter der Leitung von Dr. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold gewährleistet unsere Klinik durch moderne Technik, langjährige Erfahrung und eine 24-Stunden-Bereitschaft eine umfassende und zuverlässige Versorgung betroffener Pferde.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
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  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

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Was ist Mondblindheit beim Pferd?

Die Mondblindheit, auch equine rezidivierende Uveitis genannt, ist eine chronisch wiederkehrende Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea) beim Pferd. Die Erkrankung verläuft in Schüben und schädigt das Auge nachhaltig. Sie zählt zu den häufigsten Augenerkrankungen bei Pferden.

Bei der Equinen rezidivierenden Uveitis (ERU) werden die inneren Strukturen des Auges im Verlauf der Erkrankung zunehmend geschädigt, was zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der Sehfunktion führt. Die Entzündung betrifft in erster Linie die Aderhaut, breitet sich jedoch häufig auch auf angrenzende Strukturen wie Hornhaut, Linse, Pupille, Glaskörper und Netzhaut aus. Der Glaskörper ist eine gelartige, transparente Substanz, die den Großteil des Auges ausfüllt. Er liegt zwischen der Augenlinse und der Netzhaut. Ein akuter Entzündungsschub erreicht in der Regel innerhalb von etwa fünf Tagen seine stärkste Ausprägung. Mit konsequenter tierärztlicher Behandlung klingt er meist nach zwei bis drei Wochen ab.

Zwischen den akuten Entzündungsphasen liegen bei Mondblindheit oft mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre. Die Abstände sind unterschiedlich und hängen unter anderem von der Schwere der Erkrankung sowie von auslösenden Faktoren wie Infektionen oder Stress ab. Zu Beginn treten die Schübe in größeren Abständen auf, kehren jedoch mit der Zeit in immer kürzeren Intervallen zurück. Ohne Behandlung endet die Erkrankung häufig mit vollständiger Erblindung. Eine Heilung ist nicht möglich. Die Equine rezidivierende Uveitis tritt ein- oder beidseitig auf. Die Erkrankung ist nicht von Pferd zu Pferd ansteckend.

In der Antike bestand der Glaube, die Erkrankung stehe in Zusammenhang mit den Mondphasen und trete insbesondere nach dem Vollmond auf. Da viele Pferde infolge der Entzündung ihre Sehkraft verloren, ging der Begriff Mondblindheit in den allgemeinen Sprachgebrauch über. Heute wird der Ausdruck in der Medizin nicht mehr verwendet, er ist aber im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin geläufig.

Welche Varianten der periodischen Augenentzündung gibt es bei Pferden?

Die periodische Augenentzündung ist eine Entzündung der Uvea, also der mittleren Augenhaut des Pferdes. Die Uvea setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: Iris, Ziliarkörper und Aderhaut. Je nachdem, welche Bereiche betroffen sind, unterscheidet man verschiedene Varianten der Erkrankung.

  • Vordere Uveitis: Die vordere Mondblindheit ist die klassische Form der periodischen Augenentzündung. Sie ist am einfachsten festzustellen, da sie vor allem den vorderen Teil des Auges mit wiederkehrenden Entzündungsschüben schädigt. Betroffen sind vor allem die Iris, der Ziliarkörper und die vorderen Augenabschnitte. Typische Symptome sind starke Schmerzen.
  • Hintere Uveitis: Die hintere rezidivierende Equine Uveitis ist eine seltene Form der periodischen Augenentzündung, die schleichend und oft schmerzarm verläuft. Sie betrifft vor allem die Aderhaut, den Glaskörper und die Netzhaut und bleibt daher häufig lange unentdeckt. Typische Veränderungen wie Netzhautablösungen oder Glaskörpertrübungen werden häufig erst im fortgeschrittenen Stadium sichtbar.
  • Intermediäre Uveitis: Die intermediäre Uveitis betrifft in erster Linie den Ziliarkörper. In der Veterinärmedizin wird sie meist nicht gesondert unterschieden, sondern gemeinsam mit der hinteren Uveitis betrachtet, da häufig kombinierte Entzündungen in den mittleren und hinteren Bereichen der Uvea auftreten.
  • Panuveitis: Ist die gesamte Uvea des Pferdes betroffen, spricht man von einer Panuveitis. Die Entzündung reicht dann von der Vorderkammer über den Glaskörper bis zur Netzhaut. Entzündungsprozesse laufen entweder gleichzeitig oder zeitlich versetzt in verschiedenen Bereichen ab, sodass im Verlauf die gesamte Uvea betroffen ist.
  • Tigerscheckenuveitis: Die Tigerscheckenuveitis ist eine genetisch bedingte Sonderform der Mondblindheit. Sie tritt vor allem bei Tigerschecken, einer Pferderasse, die diesen Farbtyp häufig zeigt, auf. Die Erkrankung verläuft schmerzarm und entwickelt sich schleichend. Charakteristisch sind eine schrittweise Trübung der Linse bei geringer Glaskörpertrübung.

Die Ursachen der Mondblindheit beim Pferd variieren.

Was sind die Ursachen von Mondblindheit beim Pferd?

Die primäre Ursache der Mondblindheit beim Pferd ist eine Infektion mit Leptospiren. Daneben spielen auch autoimmunologische Reaktionen eine Rolle. Während in Europa die Leptospirose als Hauptursache gilt, konzentrieren sich die Forschungen in den USA stärker auf immunologische Reaktionen.

Die genauen Ursachen der Mondblindheit sind bis heute nicht abschließend geklärt.

1. Leptospiren

Leptospiren gelten als die wichtigste Ursache der Mondblindheit. Die Bakterien werden über den Urin von Nagetieren wie Mäusen und Ratten ausgeschieden, gelangen so in die Umwelt und infizieren Pferde über verunreinigtes Wasser, Futter oder den Boden. Unter feuchten Bedingungen überleben sie dort mehrere Wochen bis Monate.

Die Erreger dringen über die Schleimhäute oder kleine Verletzungen in den Körper ein, setzen sich dort fest und bleiben über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren unbemerkt, bevor es zu Entzündungsschüben kommt. Ein Großteil der Pferde kommt im Laufe seines Lebens mit Leptospiren in Kontakt. Laut der Allianz Versicherung sind rund 80 Prozent aller Pferde in Deutschland seropositiv, das heißt, sie haben sich bereits infiziert und Antikörper gegen die Erreger gebildet.

In einer in der Fachzeitschrift Pferdeheilkunde veröffentlichten Untersuchung der Pferdeklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Innere Medizin und Chirurgie des Pferdes, wurden insgesamt 426 an ERU erkrankte Augen untersucht. Dabei enthielten 90 % der Glaskörperproben Antikörper gegen Leptospiren. 

Die Ergebnisse zeigen, dass Leptospiren in der Mehrheit der Fälle der Auslöser einer Mondblindheit sind.

2. Autoimmunerkrankung

Eine Immunreaktion ist neben der Infektion mit Leptospiren eine mögliche Ursache der Mondblindheit. Dabei greifen die Abwehrzellen des Pferdes nicht nur Krankheitserreger, sondern auch körpereigene Strukturen des Auges an. Oft wird ein Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Leptospireninfektion vermutet, die diese Reaktion auslöst. Die  Untersuchung der Pferdeklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München hat gezeigt, dass in 76 % der untersuchten Fälle die Antikörpertiter im Glaskörper höher lagen als im Blutserum. Daraus ergibt sich ein Hinweis auf einen autoimmunen Anteil an der Erkrankung. Dieser wird jedoch überwiegend als sekundär eingestuft und in den meisten Fällen auf eine vorausgegangene Infektion mit Leptospiren zurückgeführt.

3. Weitere Ursachen

Neben Infektionen mit Leptospiren und autoimmunen Prozessen werden weitere Faktoren als mögliche Auslöser der Mondblindheit diskutiert. Eine genetische Veranlagung gilt insbesondere bei Rassen wie Appaloosas, Knabstruppern oder anderen Tigerschecken als begünstigend. 

Auch intensive Sonneneinstrahlung steht im Verdacht, die Mondblindheit zu fördern, vor allem in Verbindung mit einer Photosensibilisierung durch bestimmte Futterinhaltsstoffe. 

Auch traumatische Einwirkungen wie Verletzungen oder Schläge auf das Auge verstärken Entzündungsschübe. Darüber hinaus werden Virusinfektionen als mögliche Auslöser beschrieben.

Die Symptome von Mondblindheit unterscheiden sich. 

Was sind die Symptome der Mondblindheit?

Typische Symptome der Mondblindheit sind tränende, gerötete und geschwollene Augenlider, Lichtempfindlichkeit, vermehrtes Blinzeln und Schmerzen. Im späteren Verlauf treten Trübungen des Auges, Narben auf der Netzhaut und sogar Erblindung auf. 

Die Symptome der Mondblindheit variieren von Schub zu Schub und entwickeln sich schrittweise. Die Symptome treten an einem oder beiden Augen auf. Zwischen den akuten Phasen liegen oft symptomfreie Intervalle, in denen jedoch bereits bleibende Schäden am Auge bestehen. Unbehandelt führt die equine rezidivierende Uveitis in den meisten Fällen zu einer fortschreitenden Verschlechterung des Sehvermögens bis hin zur vollständigen Erblindung. Der Krankheitsverlauf verläuft unterschiedlich. Während einige Pferde bereits innerhalb von sechs Monaten ihre Sehkraft verlieren, erblinden andere erst nach mehreren Jahren. 

Frühe und akute Anzeichen

Frühe und akute Anzeichen der Mondblindheit werden im Folgenden aufgelistet.

  • Tränenfluss
  • Rötung 
  • Geschwollene Augenlider und Bindehaut
  • Lichtempfindlichkeit
  • Zusammengekniffene Lider, vermehrtes Blinzeln
  • Schlitzförmig verengte Pupille
  • Schmerzen
  • Verhaltensänderungen wie Schreckhaftigkeit oder Unsicherheit beim Reiten

Fortgeschrittene Veränderungen

Typische fortgeschrittene Veränderungen, die durch die Mondblindheit ausgelöst werden, zeigen wir in der folgenden Liste.

  • Trübung der Linse (Katarakt)
  • Trübung oder kalkige Degeneration der Hornhaut (Hornhautödem)
  • Trübungen im Glaskörper (gelb oder grünlich)
  • Verklebungen zwischen Iris und Linse (Synechien)
  • Narben auf Netzhaut und Aderhaut (Choroidea)

Spätfolgen

Spätfolgen der Mondblindheit sind Grüner Star (Glaukom), eine Schrumpfung des Augapfels (Phthisis bulbi) und Erblindung.

Trotz einer fortgeschrittenen equinen rezidivierenden Uveitis und auch nach einer Erblindung ist ein erfülltes und lebenswertes Pferdeleben möglich. Entscheidend ist, dass das Tier mit der Einschränkung zurechtkommt und keine Schmerzen erleidet. Für Klarheit sorgt ausschließlich eine augenärztliche Untersuchung durch einen Tierarzt.

Die Behandlung der Mondblindheit erfordert ein strukturiertes Vorgehen.

Wie läuft die Behandlung von Mondblindheit ab?

Die Behandlung von Mondblindheit läuft in mehreren Schritten ab. Nach einer gründlichen Diagnose folgen die Gabe von Medikamenten und, falls nötig, operative Eingriffe wie die Vitrektomie. Mondblindheit ist nicht heilbar, doch mit einer gezielten Behandlung lassen sich die Entzündungsschübe und Schmerzen kontrollieren. 

1. Diagnose

Eine sichere Diagnose der equinen rezidivierenden Uveitis erfordert eine gründliche augenärztliche Untersuchung durch einen Tierarzt. Übliche Verfahren sind die klinische Untersuchung der Augenstrukturen, Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung von Glaskörper und Netzhaut sowie die Entnahme von Kammerwasser zur Analyse auf Leptospiren-Antikörper oder -Antigene. Schnelltests wie der Snap-Lepto-Test sind hilfreiche diagnostische Maßnahmen.

2. Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, akute Entzündungsschübe der Mondblindheit zu kontrollieren, Schmerzen zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Zum Einsatz kommen pupillenerweiternde Präparate wie Atropin sowie entzündungshemmende Augensalben und Tropfen mit Kortikosteroiden oder nichtsteroidalen Antiphlogistika. Bei einer nachgewiesenen Leptospiren-Infektion erfolgt eine gezielte antibiotische Behandlung. 

Bei autoimmunbedingten Formen der Mondblindheit, die insbesondere bei Appaloosas gehäuft auftreten, kommt der Wirkstoff Ciclosporin A zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein starkes Immunsuppressivum, das die überschießende Abwehrreaktion dämpft. Für eine langanhaltende Wirkung wird ein spezielles Implantat zwischen Lederhaut und Aderhaut eingesetzt. Dieses gibt den Wirkstoff über mehrere Monate kontinuierlich ab und senkt dadurch die Entzündungsaktivität im Auge.

3. Operation

Als wirksamste Therapie bei Mondblindheit gilt die operative Entfernung des Glaskörpers, die sogenannte Vitrektomie. Bei diesem chirurgischen Verfahren wird der Glaskörper des Auges ganz oder teilweise entfernt. Der entstehende Hohlraum wird während der Operation mit einer speziellen antibiotischen Lösung gefüllt. Das Auge ersetzt die antibiotische Lösung innerhalb weniger Stunden selbstständig durch Kammerwasser (klare Flüssigkeit im Auge). So werden entzündungsfördernde Substanzen sowie mögliche Leptospiren entfernt und die Flüssigkeitszirkulation im Auge stabilisiert. Der Eingriff wird minimalinvasiv durchgeführt.

Laut den Ergebnissen einer Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Pferdeheilkunde veröffentlicht wurde, blieben nach einer Vitrektomie bis zu 98 % der behandelten Augen rezidivfrei. Bei wenig vorgeschädigten Augen verbessert sich die Sehkraft oder bleibt erhalten, während bereits bestehende Schäden nicht rückgängig zu machen sind. 

Bei Pferden mit autoimmunbedingter Mondblindheit, wie Appaloosas oder Paint Horses, ist die Vitrektomie weniger erfolgreich. In sehr schweren Fällen mit irreversiblen Schäden stellt die vollständige Entfernung des Augapfels, die sogenannte Bulbus-Exstirpation, den letzten Behandlungsschritt dar.

4. Unterstützende Maßnahmen

Unterstützend wirken bei Mondblindheit eine Optimierung der Haltungsbedingungen, konsequente Stallhygiene sowie eine effektive Bekämpfung von Insekten und Nagetieren, um das Risiko einer Leptospirenübertragung zu senken. 

Ein Schutz vor UV-Licht, zum Beispiel durch spezielle Fliegenschutzmasken, entlastet die lichtempfindlichen Augen. Während eines akuten Schubs ist Stallruhe wichtig, um das Auge zu schonen. Auch eine angepasste Fütterung mit hochwertigen Nährstoffen und entzündungshemmenden Bestandteilen trägt zur allgemeinen Stabilisierung bei.

Mondblindheit Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Pferdeklinik am Sorpesee behandelt Pferde mit den unterschiedlichsten Erkrankungen. Dazu zählt auch die Mondblindheit, eine der häufigsten Ursachen für Erblindung bei Pferden. Unser Leistungsspektrum reicht von präziser Diagnostik über gezielte medikamentöse Therapien bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

Ein Team von 25 erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert sich unter der Leitung von Dr. med. vet. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold um die umfassende Versorgung Ihres Pferdes. 

Die sichere Diagnose der Mondblindheit erfordert Zeit, Erfahrung und moderne Technik. In unserer Klinik stehen dafür mehrere Behandlungsräume mit Untersuchungsstand zur Verfügung, die eine ruhige und gründliche Abklärung ermöglichen. Unser hauseigenes Labor bietet unseren Patienten eine Sofortdiagnostik aller wichtigen Laborparameter, wodurch eine schnelle und zuverlässige Diagnose sichergestellt wird.

Bei der Mondblindheit ist die Untersuchung auf Leptospiren von zentraler Bedeutung, da diese Bakterien als Hauptursache für die periodische Augenerkrankung gelten. In der Pferdeklinik am Sorpesee kommen hierfür bakteriologische Tests, Antibiogramme und PCR-Schnelltests zum Einsatz.

Nach der Diagnose steht eine medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Das Ziel besteht darin, die akuten Entzündungsschübe zu kontrollieren, Schmerzen zu lindern und das Risiko weiterer Schäden zu minimieren. 

In manchen Fällen reichen Medikamente allein nicht aus, um die Mondblindheit langfristig unter Kontrolle zu halten. Dann kommt die Vitrektomie zum Einsatz, bei der entzündlich veränderte Glaskörper operativ entfernt werden. Die Methode bietet eine hohe Wahrscheinlichkeit, erneute Entzündungsschübe zu verhindern. In schweren Fällen, in denen das Auge bereits irreversibel geschädigt ist und starke Schmerzen verursacht, bleibt als letzte Möglichkeit die Bulbus-Exstirpation, also die Entfernung des Augapfels. Unsere Operationen erfolgen im modernen Operationssaal am Sorpesee unter Vollnarkose mit Inhalationsnarkose und kontinuierlicher Überwachung.

Nicht in jedem Fall lässt sich ein Pferd direkt in die Klinik bringen. Für solche Situationen stehen sieben vollständig ausgestattete Praxiswagen zur Verfügung, mit denen Untersuchungen und Behandlungen direkt im Stall durchgeführt werden. 

Zur Prävention von Mondblindheit stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. 

Was kann man zur Prävention von Mondblindheit tun?

Folgende Liste zeigt die wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen Mondblindheit beim Pferd.

  • Saubere, gut belüftete und trockene Stallbedingungen.
  • Schadnagerbekämpfung
  • Regelmäßige Reinigung von Stall, Wasser- und Futterbehältern.
  • Frisches, sauberes Trinkwasser; Vermeidung von stehenden Wasserquellen.
  • Ausgewogene Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren.
  • Stressarme Haltung mit geregelten Abläufen und schonendem Umgang.
  • Schutz vor UV-Strahlung durch Fliegen- oder UV-Masken.
  • Regelmäßige tierärztliche und augenärztliche Kontrollen zur Früherkennung von Entzündungen.
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Tierarzt bei Risikopferden.
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Wir möchten Sie bitten, sich beim Besuch stationärer Patienten vor Betreten des Stalles an der Rezeption anzumelden. Ist diese nicht besetzt, melden Sie sich bitte telefonisch an unter der Rufnummer:
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