Husten beim Pferd ist ein Schutzreflex, der durch eine Reizung der Atemwege ausgelöst wird. Er ist keine eigenständige Krankheit, sondern Symptom einer Atemwegserkrankung.
Regelmäßiger Husten ist ein Hinweis auf eine Reizung oder Erkrankung der Atemwege. Die Fachzeitschrift „The Veterinary Journal“ veröffentlichte Studien, nach denen Atemwegserkrankungen wie Husten zu den vierthäufigsten Erkrankungen von Pferden im Reitsport zählen.
Bereits die ersten Anzeichen von Husten erfordern eine frühzeitige tierärztliche Abklärung, um Komplikationen zu verhindern. Um das Pferd bis zum Eintreffen des Tierarztes bestmöglich zu versorgen, ist es wichtig, die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Husten zu kennen.
Die Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee steht Ihnen und Ihren Pferden ganzjährig rund um die Uhr zur Verfügung. Unter der Leitung von Dr. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold verbinden wir langjährige Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Husten bei Pferden mit moderner Technik, fachlicher Kompetenz und persönlicher Betreuung.
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Bei Pferden gibt es zwei Krankheitsverläufe von Husten. Akuter Husten tritt plötzlich auf und zeigt sich häufig in Verbindung mit deutlichen Krankheitssymptomen. Chronischer Husten besteht über mehrere Wochen oder Monate und weist in der Regel auf eine länger bestehende Atemwegserkrankung hin.
Akuter Husten bei Pferden entsteht durch eine aktuelle Infektion der Atemwege und klingt bei gezielter Behandlung innerhalb von etwa zwei Wochen ab. Er verläuft meist kurz, heftig und tritt plötzlich auf.
Akuter Husten ist ein Schutzreflex, mit dem das Pferd versucht, Schleim oder Fremdpartikel aus den Atemwegen zu entfernen und Ablagerungen in der Lunge zu verhindern. Der Husten dient als Selbstreinigungsmechanismus, stellt jedoch zugleich ein Alarmsignal dar, da er auf eine Reizung der Atemwege hinweist.
Die häufigsten Ursachen für einen plötzlich auftretenden akuten Husten beim Pferd sind Virusinfektionen, vor allem durch Influenza-, Herpes- oder Rhinoviren verursacht.
Die Viren lösen beim Pferd eine Entzündung der Atemwegsorgane aus, die mit Schwellungen einhergeht. Dadurch verengen sich die Luftwege. Zusätzlich kommt es zu krampfartigen Verengungen der Bronchialmuskulatur, was die Atemnot verstärkt. In den Bronchien lagert sich zäher Schleim ab, der Bakterien ideale Wachstumsbedingungen bietet.
In einigen Fällen kommt es als Folge einer viralen Infektion zu einer bakteriellen Sekundärinfektion.
Diese Liste zeigt die typischen Symptome akuten Hustens bei Pferden.
Bei akutem Husten ist eine schnelle tierärztliche Behandlung erforderlich, sobald die ersten Symptome auftreten. Eine frühe Behandlung verkürzt die Krankheitsdauer und verringert die Wahrscheinlichkeit eines chronischen Verlaufs.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Diagnose. Oft werden schleimlösende und entzündungshemmende Präparate eingesetzt. Diese werden durch abwehrstärkende Mittel wie Vitamine und Spurenelemente ergänzt, um die körpereigene Abwehr des Pferdes zu unterstützen. Antibiotika sind nur bei einer bakteriellen Sekundärinfektion erforderlich.
Bei frühzeitiger Behandlung der Ursache klingt akuter Husten in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Auch nach Ausbleiben der akuten Symptome ist eine Schonung wichtig.
Ihr Pferd benötigt medizinische Hilfe? Unsere Pferdeklinik ist erfahren in allen Arten von Behandlungen, die wir nach modernsten Standards durchführen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um zeitnah einen Termin zu vereinbaren.
Chronischer Husten beim Pferd besteht, wenn Husten über mehrere Wochen oder Monate anhält oder immer wiederkehrt. Er ist ein Symptom für länger bestehende Reizungen und Erkrankungen der Atemwege.
Typischerweise tritt chronischer Husten in unterschiedlicher Intensität auf, häufig verstärkt am Morgen, zu Beginn des Trainings oder bei erhöhter Staubbelastung.
Häufig ist ein nicht vollständig auskurierter akuter Husten die Ursache für einen chronischen Husten beim Pferd. Zu den weiteren möglichen Ursachen zählen staubiges oder schimmelbelastetes Heu, schlechte Stallluft, allergische Reaktionen, zu wenig Frischluft oder mangelnde Bewegung. Auch Parasiten wie Lungenwürmer spielen eine Rolle bei chronischem Husten.
Die Liste zeigt typische Symptome chronischen Hustens bei Pferden.
Bei den ersten Anzeichen einer chronischen Hustenerkrankung ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich, um weitere Folgeschäden zu vermeiden.
Zu den wichtigsten Behandlungsmaßnahmen gehört die Verbesserung der Atemluft von Pferden. Maßnahmen wie Offenstall- oder Außenboxhaltung, die Verwendung von nassem oder gedämpftem Heu, staubarmen Spänen, das Befeuchten des Stallbodens sowie das Aussperren der Pferde während des Mistens verringern die Staubbelastung.
Zur medikamentösen Therapie kommen in der Regel entzündungshemmende und bronchienerweiternde Wirkstoffe zum Einsatz, die inhalativ verabreicht werden.
Für den Behandlungserfolg bei chronischem Husten ist es entscheidend, die zugrunde liegende Ursache zu beseitigen.
Ihr Pferd benötigt medizinische Hilfe? Unsere Pferdeklinik ist erfahren in allen Arten von Behandlungen, die wir nach modernsten Standards durchführen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um zeitnah einen Termin zu vereinbaren.
Häufige Ursachen von Husten bei Pferden sind Infektionen durch Viren, Bakterien oder Parasiten, Belastungen durch Staub und Schimmelsporen im Heu, Allergien und eine schlechte Luft- und Futterqualität. Auch Reize wie Kälte und Nässe sowie mangelnde Bewegung rufen Husten hervor.
In der folgenden Liste sind die typischen Ursachen von Husten bei Pferden aufgeführt.
Neben den Ursachen sind auch die Symptome von Husten bei Pferden vielfältig.
Husten bei Pferden ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom mit verschiedenen möglichen Ursachen. Symptome, die im Zusammenhang mit Husten auftreten, sind eine erschwerte Atmung, erhöhte Atemfrequenz, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Nasenausfluss und Fieber.
Die folgende Liste zeigt die Symptome von Husten bei Pferden.
Es gibt verschiedene Maßnahmen gegen Husten.
Gegen Husten beim Pferd kann man mit Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zum Eintreffen des Tierarztes zur Unterstützung beitragen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Halter die Genesung unterstützen können.
Jeder Husten beim Pferd ist ernst zu nehmen, um die Entstehung chronischer Atemwegserkrankungen zu verhindern. Hausmittel wirken unterstützend, ersetzen jedoch keine tierärztliche Behandlung.
Die Behandlung von Husten bei Pferden läuft über eine genaue Diagnose, die Optimierung der Haltungsbedingungen und den gezielten Einsatz von Medikamenten wie Schleimlösern, Krampflösern, Entzündungshemmern und Antibiotika ab. Außerdem kommen Lungenspülungen, Inhalationen oder alternative Heilmethoden zum Einsatz.
Die Diagnostik beginnt in den meisten Fällen mit dem Abhören der Atemwege durch den Tierarzt. Bleibt das Abhören unauffällig, erfolgt eine Untersuchung mittels Bronchoskopie. Dabei werden die Atemwege endoskopisch begutachtet, um festzustellen, ob die gesamten Atemwege betroffen sind. Gleichzeitig wird eine Schleimprobe entnommen, deren Analyse Aufschluss über die Art des Hustens und mögliche Erreger gibt.
Zusätzlich zählen auch Röntgenuntersuchungen zur weiterführenden Diagnostik, um Veränderungen im Lungengewebe sichtbar zu machen. Eine Bestimmung der Blutgaswerte gibt zudem Aufschluss über den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut und zeigt, in welchem Ausmaß die Lungenfunktion beeinträchtigt ist.
Die Optimierung der Haltungsbedingungen bildet die Basis jeder Behandlung, da Husten bei Pferden häufig durch Umweltfaktoren wie Staub, Schimmelsporen, Ammoniakdämpfe oder schlechte Luftqualität ausgelöst oder verstärkt wird. Medikamente allein lindern die Symptome nur vorübergehend. Um die Atemwege zu entlasten und Rückfälle zu vermeiden, ist eine langfristige Verbesserung der Haltungsbedingungen wichtig. Maßnahmen hierfür sind unter anderem staubarme Einstreu, gedämpftes oder gewässertes Heu, regelmäßiges Lüften und ausreichende Bewegung an der frischen Luft.
Bei Husten setzt der Tierarzt häufig Schleimlöser ein, um den zähen Schleim in den Bronchien des Pferdes zu verflüssigen und gleitfähiger zu machen. So hustet das Pferd den Schleim unter Belastung leichter ab, wodurch Staubpartikel und Bakterien aus den Atemwegen entfernt werden.
Bei Problemen im Gasaustausch verabreicht der Tierarzt Bronchienerweiterer. Der Gasaustausch sorgt dafür, dass das Pferd genügend Sauerstoff ins Blut aufnimmt und überschüssiges Kohlendioxid aus dem Körper abgibt. Ist der Gasaustausch durch Schleim, Entzündungen oder verengte Atemwege gestört, gelangt weniger Sauerstoff in den Körper und Kohlendioxid wird nicht ausreichend abgeatmet.
Krampflösende Medikamente wie Bronchospasmolytika erweitern die Bronchien, verbessern den Gasaustausch und erleichtern die Atmung. Da diese Präparate auf der Dopingliste stehen, erfordern sie bei Sportpferden besondere Beachtung.
In schweren Fällen, in denen das Pferd kaum noch Luft bekommt, setzt der Tierarzt Kortikosteroide (Cortison) ein. Diese wirken stark entzündungshemmend, lassen die Schleimhaut abschwellen und erleichtern die Atmung.
Die Lungenspülung, auch Hyperinfusionstherapie genannt, kommt in schweren Fällen zum Einsatz, wenn andere Medikamente bei hustenden Pferden nicht ausreichend wirken. Die Therapie dient der Reinigung der Lunge und der Lösung von festsitzendem Schleim. Die Behandlung findet in der Klinik unter tierärztlicher Überwachung statt.
Wenn ein Keim in der Lunge nachgewiesen wird und die Infektion stark ausgeprägt ist, erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika. Diese sind jedoch nur bei Husten durch bakterielle Infektionen wirksam, da sie die Bakterien im Lungenschleim abtöten.
Zur Unterstützung bei der Behandlung von Husten beim Pferd wird häufig eine Inhalation mit Kochsalzlösung oder Medikamentenzusätzen empfohlen. Sie verflüssigt Schleim und erleichtert deren Abtransport. Pferde mit chronischen Lungenschäden benötigen Inhalationen meist langfristig.
Neben den klassischen Therapien sind auch alternative Methoden wie die Gabe von Heilkräutern ergänzend bei Husten einzusetzen. Kräuter wie Spitzwegerich, Thymian, Eibisch, Salbei, Süßholz, Malve oder isländisches Moos wirken schleimlösend, entzündungshemmend und beruhigend auf die Atemwege. Sie lassen sich als Tee, im Mash oder in Form von Kräutermischungen verfüttern.
Atemwegserkrankungen wie Husten zählen zu den häufigsten internistischen Vorstellungsgründen in unserer Pferdeklinik am Sorpesee. Vorsorge, Diagnostik und Behandlung von Husten bilden einen unserer Schwerpunkte.
Dank unserer modernen Ausstattung bieten wir ein breites Spektrum an Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten bei Husten. Für die Diagnostik und Therapie von Husten stehen folgende Maßnahmen bereit.
Unsere Fahrpraxis mit fünf vollständig ausgestatteten Praxisfahrzeugen ermöglicht auch vor Ort eine umfassende Diagnostik bei Husten. Dazu zählen unter anderem digitales Röntgen, Video-Bronchoskopie und die Entnahme von Laborproben.
Unsere Pferdeklinik am Sorpesee ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Das großzügige Klinikareal verfügt über modernste Medizintechnik und mehrere Behandlungsräume inklusive Untersuchungsstand.
Zur Prävention von Atemwegserkrankungen ist eine Kombination aus guter Haltung und Fütterung sowie gezielter Unterstützung des Immunsystems entscheidend.
Immunsystem stärken: Eine ausgewogene Fütterung mit Mineralstoffen und Vitaminen sowie regelmäßige Bewegung fördern die Abwehrkräfte und beugen Atemwegserkrankungen vor.

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