Arthroskopie Pferd wird vorbereitet

Arthroskopie Pferd: Gründe, Ablauf und Kosten

Letztes Update am
15. April 2026

Die Arthroskopie beim Pferd ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Diagnostik und Behandlung von Gelenkerkrankungen. In der Pferdeklinik am Sorpesee wird  die Arthroskopie bei degenerativen, entzündlichen und traumatischen Gelenkveränderungen, OCD, Knorpelschäden, Gelenkzysten und Meniskusverletzungen eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Die Arthroskopie beim Pferd ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Diagnostik und Behandlung von Gelenkerkrankungen. In der Pferdeklinik am Sorpesee wird  die Arthroskopie bei degenerativen, entzündlichen und traumatischen Gelenkveränderungen, OCD, Knorpelschäden, Gelenkzysten und Meniskusverletzungen eingesetzt.

Eine Arthroskopie beim Pferd wird durchgeführt, wenn eine Lahmheit oder Gelenkproblematik eine direkte Beurteilung des Gelenks erfordert. Die Diagnose und Behandlung orthopädischer Erkrankungen mithilfe der Arthroskopie gehört zu unseren zentralen Schwerpunkten in der Pferdeklinik am Sorpesee. Mithilfe der Gelenkspiegelung können wir bei Pferden mit Gelenkproblemen eine exakte Diagnose der Ursache stellen und die erforderliche Behandlung direkt operativ umsetzen. Ein wesentlicher Vorteil der Arthroskopie beim Pferd ist ihre minimalinvasive Vorgehensweise. Bei Pferden bleiben die Operationswunden klein und die Heilungszeit verkürzt sich.

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  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
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  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

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Was ist eine Arthroskopie beim Pferd?

Eine Arthroskopie beim Pferd ist ein minimalinvasives endoskopisches Operationsverfahren zur Diagnose und Behandlung von Gelenkerkrankungen und Gelenkverletzungen. Die Arthroskopie zählt zu den am häufigsten eingesetzten Operationstechniken beim Pferd.

Bei der Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, werden die Ursachen von Lahmheiten wie Gelenkerkrankungen oder traumatische Verletzungen beim Pferd direkt dargestellt und im selben Eingriff operativ behandelt. Der Begriff „Arthroskopie” stammt aus dem Griechischen. „Arthros” bedeutet „Gelenk” und „skopie” steht für „Betrachten”. 

Bei einer Arthroskopie wird das Innere eines Gelenks beim Pferd mithilfe einer Kamera dargestellt und behandelt. Über einen kleinen Hautschnitt wird das Arthroskop, ein spezielles Endoskop, in das Gelenk des Pferdes eingeführt. Ein Arthroskop verfügt über ein optisches System mit Stablinsen, eine Lichtquelle und eine integrierte Spül- und Absaugvorrichtung. Mithilfe des Arthroskops werden die Gelenkflächen, Knorpelstrukturen und die umgebenden Weichteile in Echtzeit auf einem Monitor dargestellt, was eine präzise Beurteilung krankhafter Veränderungen beim Pferd ermöglicht.

Während des arthroskopischen Eingriffs beim Pferd werden über einen zweiten Zugang feine chirurgische Instrumente direkt in das betroffene Gelenk eingebracht. Die Gelenkspiegelung ermöglicht eine präzise Darstellung der Ursache und eine unmittelbare operative Behandlung der Erkrankung oder Verletzung. Bei der arthroskopischen Operation erfolgt eine Gelenkspülung, um das Gelenk des Pferdes zu reinigen und um veränderte Strukturen zu entfernen. Je nach Diagnose werden freie Gelenkkörper entfernt, Knorpelschäden geglättet und Entzündungen behandelt. 

Der Vorteil der Arthroskopie beim Pferd liegt in der minimalinvasiven Technik mit kleinen Operationswunden, geringen postoperativen Schmerzen und einer verkürzten Heilungszeit. Die Arthroskopie wird bei Pferden in unterschiedlichen Situationen durchgeführt.

Wann wird eine Arthroskopie beim Pferd durchgeführt?

Eine Arthroskopie beim Pferd wird durchgeführt, wenn eine exakte Diagnose und unmittelbare Behandlung von Gelenkproblemen erforderlich ist. Die Arthroskopie wird bei Gelenkerkrankungen und -verletzungen eingesetzt, beispielsweise bei Gelenkchips (OCD), Zysten, Gelenkentzündungen und Sehnenscheidenerkrankungen.

Die Arthroskopie kommt beim Pferd sowohl diagnostisch als auch therapeutisch zum Einsatz. Die Gelenkspiegelung wird vor allem bei unklaren Lahmheiten angewendet, wenn der Verdacht besteht, dass die Ursache innerhalb eines Gelenks liegt.

Die Arthroskopie wird diagnostisch eingesetzt, wenn Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen keine ausreichenden Erkenntnisse über die Ursache von Lahmheiten oder Veränderungen innerhalb eines Gelenks liefern. Während der Gelenkspiegelung werden beim Pferd Gelenkknorpel, Gelenkflüssigkeit, synoviale Strukturen und Bänder direkt beurteilt. Knorpelerosionen, Knorpelabsplitterungen und Bandläsionen werden bei der Arthroskopie präzise erfasst. Frakturen und Fissuren mit Gelenkbeteiligung werden arthroskopisch unter direkter Sicht beurteilt, da sich sowohl der Frakturverlauf als auch der Zustand des Gelenks präzise darstellen lassen.

Ein zentrales Einsatzgebiet der Arthroskopie beim Pferd ist die Behandlung von Knorpelschäden und die Entfernung von Gelenkfragmenten, sogenannten Chips. Chips sind kleine Knochen- oder Knorpelstücke, die häufig infolge einer Osteochondrosis dissecans (OCD) entstehen. OCD ist eine Entwicklungsstörung des Gelenkknorpels bei Pferden. Die Knorpelveränderungen werden während der Gelenkspiegelung geglättet oder stabilisiert, während Chips vollständig entfernt werden. 

Weitere Indikationen für eine Arthroskopie beim Pferd sind traumatische Frakturen in Gelenknähe, abgelöste oder nicht vollständig zusammengewachsene Knochenanteile sowie Verkalkungen. Mithilfe der Arthroskopie werden die Fragmente beim Pferd vollständig entfernt und der Zustand des Gelenks beurteilt, um weitere Therapiemöglichkeiten einzuschätzen.

Die Arthroskopie beim Pferd wird auch bei der Beurteilung und Behandlung von Knochen- und Gelenkzysten durchgeführt. Zysten lassen sich zwar häufig radiologisch nachweisen, jedoch bleiben Aussagen zur Gelenkbeteiligung und zum Zustand angrenzender Strukturen eingeschränkt. Mithilfe der Arthroskopie ist eine sichere Beurteilung des Gelenkknorpels, der angrenzenden Weichteile sowie einer möglichen Verbindung der Zyste zum Gelenk möglich. Gleichzeitig wird die Zyste entfernt und die geschädigten Strukturen behandelt.

Eine arthroskopische Gelenkspülung kommt bei entzündeten oder infizierten Gelenken beim Pferd zum Einsatz. Mithilfe einer Gelenkspülung im Rahmen einer Arthroskopie werden Bakterien, Fremdkörper und Verschmutzungen aus dem Gelenk entfernt, die eine Entzündung auslösen. 

Die sogenannte Tendovaginoskopie ist eine spezielle Form der Arthroskopie und wird bei der Fesselringband Operation durchgeführt. Bei der arthroskopischen Operation wird das verdickte Fesselringband minimalinvasiv durchtrennt, um den Sehnen wieder ausreichend Raum zu verschaffen. 

Der Ablauf der Arthroskopie beim Pferd ist unterschiedlich.

Ablauf der Arthroskopie beim Pferd

Der Ablauf der Arthroskopie beim Pferd beginnt mit einem Aufklärungsgespräch. Nach der stationären Aufnahme erfolgt eine klinische Untersuchung. Bis zur Operation bleibt das Pferd nüchtern. Kurz vor dem Eingriff wird die Narkose eingeleitet. Anschließend wird die Arthroskopie abhängig vom Befund durchgeführt.

Die folgende nummerierte Liste beschreibt ausführlich den Ablauf der Arthroskopie beim Pferd.

1. Aufklärungsgespräch vor der Arthroskopie beim Pferd

Vor einer Arthroskopie beim Pferd führt der behandelnde Tierarzt ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Der Pferdehalter wird darüber aufgeklärt, in welchen Situationen eine Arthroskopie beim Pferd medizinisch sinnvoll ist und welche diagnostischen oder therapeutischen Ziele mit der OP verfolgt werden.

Ausgangspunkt für die Entscheidung zu einer Arthroskopie beim Pferd ist der Verdacht auf eine Gelenkerkrankung oder -verletzung bzw. eine ungeklärte Lahmheit, bei der weiterführende Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall keine eindeutige Klärung liefern.

In einem Aufklärungsgespräch wird der Ablauf einer Arthroskopie beim Pferd dem Pferdehalter detailliert erklärt. In dem Gespräch werden die Art der Narkose, mögliche OP-Risiken, die zu erwartenden Ergebnisse, die anfallenden Kosten und die notwendige Nachsorge besprochen. Offene Fragen werden geklärt und bestehende Unsicherheiten besprochen. Anschließend wird gemeinsam die Entscheidung für oder gegen die Arthroskopie getroffen. 

2. Vorbereitung des Pferdes für die Arthroskopie

Die Vorbereitung auf eine Arthroskopie beim Pferd beginnt mit der stationären Aufnahme am Vortag des Eingriffs. Für die Vorbereitung der Arthroskopie erfolgt eine klinische Untersuchung des Pferdes, um den Allgemeinzustand zu beurteilen und mögliche Risiken auszuschließen. 

Zur Vorbereitung für eine Arthroskopie wird das Pferd gewogen und bei Bedarf einer weiterführenden Diagnostik unterzogen. Mithilfe einer Blutuntersuchung lassen sich der Allgemeinzustand beurteilen, die Organfunktionen überprüfen und mögliche Narkose- oder Operationsrisiken bei Pferden frühzeitig erkennen.

Eine wichtige Vorbereitungsmaßnahme vor einer Arthroskopie st die Nahrungskarenz des Pferdes. Vor der OP muss das Pferd nüchtern sein, um Risiken während der Vollnarkose zu reduzieren. Die Futterkarenz beginnt in der Regel etwa zwölf Stunden vor dem Eingriff und erfolgt kontrolliert während des stationären Aufenthalts in der Klinik. Wasser steht bis kurz vor Einleitung der Narkose zur Verfügung.

3. Narkose und Operationsfeldvorbereitung

Die Vorbereitung einer Arthroskopie beim Pferd umfasst die sichere Durchführung des Eingriffs durch das Scheren und Waschen des zu operierenden Bereichs sowie die Einleitung der Narkose. In der Regel erfolgt die Arthroskopie unter Vollnarkose.

Nach der Narkosevoruntersuchung wird dem Pferd ein venöser Zugang gelegt. Über den Zugang erfolgt zunächst eine leichte Sedierung, die meist bereits in der Box verabreicht wird. Über den venösen Zugang werden dem Pferd bei Bedarf Antibiotika, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente gegeben. Anschließend wird das Pferd gezielt auf die Einleitung der Narkose vorbereitet.

Die Arthroskopie OP beim Pferd erfolgt in der Regel unter Vollnarkose, bei der Bewusstsein und Schmerzempfindung vollständig ausgeschaltet sind. Nach der Narkoseeinleitung wird das Pferd kontrolliert abgelegt, intubiert und an das Narkosegerät angeschlossen. Die Lagerung erfolgt sicher auf einem gepolsterten Operationstisch. Während des gesamten Eingriffs überwacht der Tierarzt kontinuierlich die Herz-Kreislauf- und Lungenfunktion. Die Narkosetiefe wird fortlaufend an den Zustand des Pferdes und den operativen Bedarf angepasst.

Vor dem Setzen des ersten Hautschnitts wird der Operationsbereich beim Pferd geschoren, gründlich gewaschen und mehrfach desinfiziert und mit sterilen Tüchern abgedeckt. Das betroffene Gelenk wird vollständig steril vorbereitet.

4. Durchführung der Arthroskopie beim Pferd

Die Arthroskopie beim Pferd beginnt mit dem Setzen eines kleinen Hautschnitts im Bereich des betroffenen Gelenks. Über den Zugang wird das Arthroskop kontrolliert in das Gelenk des Pferdes eingebracht.

Zur Erweiterung des Gelenkraums und zur Verbesserung der Sicht wird das Gelenk des Pferdes bei der Arthroskopie mit steriler Flüssigkeit, in der Regel einer physiologischen Kochsalzlösung, aufgefüllt. Knorpel, Gelenkflächen, synoviale Strukturen und Bänder lassen sich zuverlässig darstellen.

Bei der Gelenkspiegelung werden über einen zweiten kleinen Hautschnitt die erforderlichen Instrumente in das Gelenk des Pferdes eingebracht. Unter direkter Sichtkontrolle erfolgt sowohl die diagnostische Beurteilung als auch die gezielte therapeutische Behandlung möglicher Veränderungen am Gelenk des Pferdes. Je nach Befund werden Knorpelschäden geglättet, Gelenkchips entfernt, Zysten behandelt und entzündliche Veränderungen therapiert. Mittels einer Gelenkspülung werden Entzündungsprodukte, Eiweiße, Gewebereste und Fremdmaterial entfernt.

Nach Abschluss der arthroskopischen Behandlung wird die eingebrachte Spülflüssigkeit vollständig abgesaugt. Die kleinen Hautschnitte werden vernäht und ein steriler Verband angelegt. Die Dauer der Arthroskopie beim Pferd beträgt je nach Befund und Behandlungsumfang etwa 1,5 bis 2 Stunden.

5. Aufwachphase nach einer Arthroskopie beim Pferd

In der Aufwachphase nach der Arthroskopie beim Pferd wird die Narkose kontrolliert beendet, indem die Narkosemittel schrittweise reduziert und die Beatmung angepasst werden. Nach Wiedererlangen der selbstständigen Atmung wird der Tubus entfernt. 

Das Pferd wird in eine gepolsterte Aufwachbox gebracht und bis zum sicheren Erreichen der Standfähigkeit engmaschig überwacht. Die Nachsorge schließt unmittelbar an die Arthroskopie beim Pferd an und ist maßgeblich für den Behandlungserfolg.

Was tun bei der Nachsorge nach einer Arthroskopie?

Bei der Nachsorge nach einer Arthroskopie wird das Pferd in einer gepolsterten Aufwachbox tierärztlich überwacht. Nach der stationären Entlassung umfasst die Nachsorge eine angepasste Schmerztherapie, Verbandskontrollen, eine angepasste Fütterung und Bewegung sowie einen Rehabilitationsplan mit Physiotherapie.

Nach dem arthroskopischen Eingriff wird das Pferd in einer gepolsterten Aufwachbox von einem Tierarzt überwacht, bis es wieder sicher steht. Mindestens die erste Nacht verbringt das Pferd in der Klinik, häufig beträgt der stationäre Aufenthalt etwa drei Tage. Sechs Stunden nach dem Aufstehen aus der Vollnarkose erfolgt die erste Fütterung mit Mash und Heu. Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente werden nach Bedarf verabreicht. Am Morgen nach der Operation werden die Verbände gewechselt, die Wunden und Nähte kontrolliert und bei Bedarf Kontrollröntgenaufnahmen der operierten Gelenke angefertigt.

Die operierten Gelenke bleiben etwa 10 bis 14 Tage lang bandagiert. Je nach Zustand erfolgen Verbandswechsel alle drei bis fünf Tage. Die Fäden sind resorbierbar, werden aber in der Regel nach 14 Tagen gezogen. Anschließend wird ein neuer Verband angelegt. In dieser Phase sind Hygiene, korrekt sitzende Verbände und eine ruhige Haltung besonders wichtig.

Eine sorgfältige Beobachtung des Pferdes ist in der Nachsorge unbedingt erforderlich. Kontrolliert werden Allgemeinzustand, Gelenk auf Schwellungen, Blutungen oder Wärme sowie die Körpertemperatur. Die Normaltemperatur liegt zwischen 37,0 und 39,0 °C. Lahmheit, Fieber, starke Schwellungen oder Wundsekret erfordern eine tierärztliche Abklärung.

Nach einer Arthroskopie legt die Pferdeklinik einen individuellen Nachsorgeplan für das Pferd fest. Der Plan legt den erlaubten Bewegungsumfang, die Dauer von Boxenruhe oder die Intervalle für Verbandswechsel, die genaue Medikamentengabe sowie die Anpassung der Fütterung an die reduzierte Belastung fest. Das Ziel dieser strukturierten Nachsorge besteht in einer komplikationsfreien Wundheilung, dem Schutz des operierten Gelenks und einer sicheren, schrittweisen Rückkehr zur Belastbarkeit.

Wie lange dauert die Nachbehandlung einer Arthroskopie?

Die Nachbehandlung einer Arthroskopie beim Pferd dauert in der Regel etwa drei Monate. In den ersten zwei Wochen besteht Boxenruhe, um das operierte Gelenk zu schonen. Anschließend folgt eine Phase mit Auslaufboxenhaltung über etwa sechs bis zehn Wochen.

Etwa zwei Wochen nach einer Arthroskopie beginnt die Nachbehandlung mit einem strukturierten Schrittprogramm, das zunächst an der Hand und später unter dem Sattel durchgeführt wird. Die Bewegungsphase des Pferdes wird über einen Zeitraum von sechs Wochen schrittweise gesteigert. Nach rund zwei Monaten werden Trabphasen eingeführt. In der Regel ist etwa drei Monate nach der Arthroskopie wieder die gewohnte Bewegung möglich, einschließlich des freien Weidegangs.

Die Dauer der Nachbehandlung nach einer Gelenkspiegelung richtet sich nach dem operierten Gelenk, dem intraoperativen Befund und dem individuellen Heilungsverlauf des Pferdes. Die Prognose nach einer Arthroskopie ist in der Regel sehr gut, hängt jedoch von der zugrunde liegenden Erkrankung sowie der konsequenten Durchführung der Nachbehandlung ab.

Die Kosten einer Arthroskopie variieren bei Pferden.

Was kostet eine Arthroskopie beim Pferd?

Eine Arthroskopie beim Pferd kostet je nach Ausgangsbefund und Behandlungsumfang unterschiedlich viel. Die Kosten hängen davon ab, ob die Arthroskopie rein diagnostisch durchgeführt wird oder ob während des Eingriffs therapeutische Maßnahmen wie die Entfernung von Chips erforderlich sind.

Die Arthroskopie beim Pferd wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte abgerechnet. Der tatsächliche Preis für die Gelenkspiegelung richtet sich nach dem angewendeten Gebührensatz, dem operierten Gelenk, der Dauer des Eingriffs sowie dem individuellen Aufwand. Bei komplexen Befunden, längerer Operationsdauer oder erhöhtem Narkoserisiko steigen die individuellen Kosten. Ein wesentlicher Kostenfaktor ist der Aufenthalt des Pferdes in der Tierklinik. Ein stationärer Aufenthalt im Rahmen einer Arthroskopie umfasst die tierärztliche Überwachung vor und nach dem Eingriff, die Unterbringung des Pferdes in der Klinik sowie die medizinische Betreuung durch Fachpersonal mit Medikamentengabe, Verbandsversorgung, Schmerztherapie und notwendigen Kontrolluntersuchungen.

Eine Pferde-OP-Versicherung für Arthroskopien kann die finanzielle Belastung reduzieren. Je nach Tarif übernimmt sie nicht nur die Kosten der Arthroskopie selbst, sondern auch die Kosten für den Klinikaufenthalt, die Narkose, Medikamente und die Nachbehandlung. Der genaue Umfang der Kostenübernahme hängt vom gewählten Tarif ab.

In der Pferdeklinik am Sopresee verfügen wir über eine hohe Expertise im Bereich der Arthroskopie.

Arthroskopie in unserer Pferdeklinik 

In unserer Pferdeklinik am Sorpesee diagnostizieren wir als orthopädische Experten mithilfe der Arthroskopie beim Pferd die Ursachen von Lahmheiten und behandeln die zugrunde liegende Gelenkproblematik direkt im gleichen Eingriff. Wir helfen Pferden dabei, eine belastbare Gelenkfunktion wiederherzustellen.

Bei unklaren Lahmheiten beurteilen wir das Gelenk des Pferdes direkt mithilfe der Arthroskopie. Die Gelenkspiegelung liefert uns unter Sicht eine präzise diagnostische Grundlage, indem Knorpel, Gelenkflächen, synoviale Strukturen, Bänder und Gelenkflüssigkeit unmittelbar dargestellt werden. Auf dieser Basis erfassen wir Ausmaß und Ursache der Veränderung exakt und legen das therapeutische Vorgehen direkt im gleichen Eingriff fest.

In unserer Pferdeklinik am Sorpesee führen wir Arthroskopien bei Pferden unter Vollnarkose durch. Die Operation erfolgt unter Inhalationsnarkose, während wir alle Vitalfunktionen durchgehend überwachen. Die Arthroskopie findet in unserem modernen Operationssaal statt. Unsere hohen medizinischen Standards und die Nutzung zeitgemäßer Technik gewährleisten einen kontrollierten Ablauf und tragen zur Risikoreduzierung bei.

In unserer Pferdeklinik am Sorpesee führen wir Arthroskopien beim Pferd bei verschiedenen orthopädischen Krankheitsbildern durch und behandeln Knorpelschäden, entfernen Gelenkchips, therapieren Gelenkzysten und beseitigen entzündliche oder schädigende Strukturen. Unsere Gelenkspiegelung ist ein minimalinvasives Verfahren, das eine ursachenorientierte Behandlung von Lahmheiten, Leistungseinbußen und chronischen Gelenkproblemen beim Pferd ermöglicht. Die bei einer Arthroskopie beim Pferd entstehenden Operationswunden sind klein, postoperative Schmerzen gering und die Heilungszeit deutlich verkürzt, sodass sich die Pferde bei uns zügig erholen und schnell wieder ihre volle Belastbarkeit erreichen.

Nach der Arthroskopie betreuen wir Ihr Pferd umfassend in unserer Pferdeklinik am Sorpesee. Wir beobachten den Heilungsverlauf engmaschig, überwachen den Zustand des operierten Gelenks, versorgen die Verbände und steuern die Schmerztherapie. Da orthopädische Erkrankungen häufig multifaktoriell bedingt sind, betreuen wir jedes Pferd nach einer Arthroskopie weiter. Auch nach der Entlassung stehen wir Ihnen und Ihrem Pferd als Ansprechpartner zur Verfügung. Gelenkschäden entstehen durch traumatische Ereignisse, Überlastung im Sport, Fehlstellungen, altersbedingte Veränderungen oder chronische Entzündungsprozesse. Mit der Arthroskopie diagnostizieren und behandeln wir die primäre Gelenkursache. Darauf aufbauend planen wir die weiterführende Therapie und Rehabilitation Ihres Pferdes zur nachhaltigen Stabilisierung der Gelenkfunktion und zur Vermeidung von Rückfällen.

Ein zentraler Bestandteil unserer Nachsorge nach einer Arthroskopie beim Pferd ist die Physiotherapie. Wir behandeln muskuläre und bindegewebige Strukturen gezielt, fördern den Stoffwechsel im Gelenkbereich und verbessern die Biomechanik. Durch manuelle Therapie mobilisieren wir Gelenke, lösen funktionelle Bewegungseinschränkungen und unterstützen die Wiederherstellung der physiologischen Gelenkbeweglichkeit. In der Pferdeklinik am Sorpesee kommen unter anderem Massagetechniken, Faszienbehandlungen, Gelenkmobilisation und Akupressur zum Einsatz. 

Unsere Betreuung nach einer Arthroskopie beim Pferd beinhaltet eine umfassende Beratung zu den Themen Haltung, Fütterung, Hufbearbeitung, Sattelpassform und Trainingsaufbau. Durch die Kombination aus Arthroskopie  und umfassender Rehabilitation helfen wir Pferden mit Gelenkerkrankungen, wieder schmerzfrei belastbar zu werden und langfristig gesund zu bleiben.

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