Bindehautentzündung beim Pferd, Bild zeigt Auge des Pferds

Bindehautentzündung beim Pferd: Symptome, Behandlung und Prävention

Letztes Update am
27. April 2026

Eine Bindehautentzündung beim Pferd ist eine entzündliche Erkrankung der Bindehaut des Auges. Die Bindehaut ist die Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bei Pferden auskleidet und den sichtbaren Teil des Augapfels bis zur Hornhaut überzieht.

Inhaltsverzeichnis

Eine Bindehautentzündung beim Pferd ist eine entzündliche Erkrankung der Bindehaut des Auges. Die Bindehaut ist die Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bei Pferden auskleidet und den sichtbaren Teil des Augapfels bis zur Hornhaut überzieht.

Die Symptome einer Bindehautentzündung beim Pferd sind gerötete und geschwollene Bindehäute, vermehrter Tränenfluss sowie klarer bis eitriger Augenausfluss.

Eine Bindehautentzündung beim Pferd erfordert eine tierärztliche Abklärung, damit der Auslöser bestimmt und Komplikationen vermieden werden.

Die Behandlung von Bindehautentzündungen beim Pferd richtet sich nach dem Auslöser. Die Augentropfen oder Augensalben werden in den Bindehautsack eingebracht. Je nach Ursache enthalten sie antibiotische, antivirale oder entzündungshemmende Wirkstoffe. 

Leichte Bindehautentzündungen beim Pferd heilen bei rechtzeitiger tierärztlicher Behandlung oft innerhalb weniger Tage ab. Eitrige, chronische oder komplizierte Verläufe erfordern eine längere Therapie. 

In der Pferdeklinik am Sorpesee gewährleisten wir dank langjähriger, spezialisierter Expertise in der Augenheilkunde eine schnelle und ursachenbezogene Behandlung der Bindehautentzündung beim Pferd.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
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Was ist eine Bindehautentzündung?

Eine Bindehautentzündung beim Pferd, auch Konjunktivitis genannt, ist eine Entzündung der Bindehaut des Auges. Eine Bindehautentzündung tritt bei Pferden ein- oder beidseitig auf. Je nach Auslöser unterscheidet man bei einer Bindehautentzündung infektiöse und nicht infektiöse Formen.

Die Bindehaut ist eine dünne, gut durchblutete Schleimhaut im Auge des Pferdes. Die Bindehaut kleidet die Innenseite der Augenlider aus und bildet den sogenannten Bindehautsack. Beim Pferd erstreckt sich die Bindehaut bis zur Übergangsfalte in der Augenhöhle. Von dort schlägt die Bindehaut des Pferdes um und bedeckt die vordere Oberfläche des Augapfels bis an den Rand der Hornhaut. Auch die Vorder- und Rückseite des dritten Augenlids sind beim Pferd von Bindehaut überzogen.

Eine Bindehautentzündung beim Pferd liegt vor, wenn sich die Schleimhaut im Auge entzündet. Die Konjunktivitis zählt zu den häufigsten Augenerkrankungen beim Pferd und verursacht in der Regel deutliche Beeinträchtigungen des Wohlbefindens. 

Was sind die Symptome einer Bindehautentzündung beim Pferd?

Die Symptome bei einer Bindehautentzündung beim Pferd sind eine gerötete und geschwollene Bindehaut, starker Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Zusammenkneifen der Lider, vermehrtes Blinzeln sowie Scheuern am Auge. 

Die folgende Liste zeigt die Symptome einer Bindehautentzündung beim Pferd im Detail.

  • Rötung und Schwellung der Bindehaut: Die Rötung der Bindehaut zählt zu den häufigsten Anzeichen einer Konjunktivitis beim Pferd. Die normalerweise blassrosa, glatte Schleimhaut erscheint bei Entzündungen glasig, verdickt und quillt hervor. 
  • Vermehrter Tränenfluss: Bei einer Konjunktivitis tränt das betroffene Auge des Pferdes stark. Der Augenausfluss ist anfangs meist klar und wässrig. Im weiteren Verlauf der Bindehautentzündung wird er schleimig, dickflüssig oder gelblich eitrig. Eitriger Ausfluss weist auf eine bakterielle Beteiligung hin. 
  • Lichtempfindlichkeit und Zusammenkneifen der Lider: Eine Bindehautentzündung beim Pferd verursacht Schmerzen und Reizungen. Das Pferd reagiert bei einer Entzündung lichtempfindlich und kneift das Auge zusammen. 
  • Vermehrtes Blinzeln: Bei einer Bindehautentzündung beim Pferd blinzeln Pferde deutlich häufiger. Das Blinzeln dient dem Versuch, Reizstoffe zu entfernen und Schmerzen zu lindern.
  • Scheuern und Kopfreiben: Bindehautentzündungen verursachen bei Pferden Juckreiz und Druckgefühl. Betroffene Pferde reiben den Kopf an Stallwänden, am Bein oder an Gegenständen. 
  • Verklebte Lider: Bei stärkerer Bindehautentzündung beim Pferd trocknet Sekret im inneren Augenwinkel ein. Durch die Entzündung bilden sich Krusten, die die Lider verkleben. 
  • Wärme und Schmerzempfindlichkeit: Bei einer ausgeprägten Konjunktivitis beim Pferd ist die Augenumgebung warm und druckempfindlich. 
  • Vermindertes Allgemeinbefinden: Bei einer infektiösen Bindehautentzündung beim Pferd sind Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit möglich. 

Eine Bindehautentzündung beim Pferd geht mit Schmerzen und deutlichem Unwohlsein einher. Eine frühzeitige Erkennung der Symptome der Konjunktivitis ermöglicht eine gezielte Behandlung und reduziert das Risiko von Komplikationen.

Was tun gegen eine Bindehautentzündung beim Pferd?

Gegen eine Bindehautentzündung beim Pferd hilft eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Konjunktivitis. Homöopathische Maßnahmen und Hausmittel erfolgen ausschließlich nach Rücksprache mit dem Tierarzt und ergänzen die gezielte Therapie.

Kann eine Bindehautentzündung beim Pferd von selbst heilen?

Eine Bindehautentzündung beim Pferd kann in sehr milden Fällen von selbst heilen, etwa bei kurzzeitiger Reizung durch Staub oder Zugluft. Virale oder bakterielle Bindehautentzündungen beim Pferd heilen meist nicht ohne tierärztliche Behandlung ab.

Bei Bindehautentzündungen beim Pferd dürfen Hausmittel und homöopathische Mittel in Absprache mit dem Tierarzt und begleitend zur tierärztlichen Therapie eingesetzt werden. Ohne tierärztliche Behandlung einer viralen oder bakteriellen Konjunktivitis beim Pferd besteht das Risiko, dass die Bindehautentzündung nicht vollständig ausheilt und auf die Hornhaut übergreift, insbesondere bei ansteckenden Formen der Konjunktivitis.

Ist eine Bindehautentzündung bei Pferden ansteckend?

Eine Bindehautentzündung beim Pferd ist ansteckend, wenn sie durch Krankheitserreger verursacht wird. Zu den ansteckenden Bindehautentzündungen zählen beim Pferd bakterielle, virale, mykotische oder parasitäre Infektionen. Die infektiöse Form der Konjunktivitis wird auf andere Pferde übertragen.

Nicht ansteckend ist eine Bindehautentzündung beim Pferd, wenn sie durch mechanische Reize, Staub, Zugluft oder allergische Reaktionen entsteht. Bei infektiöser Konjunktivitis ist konsequente Hygiene erforderlich. Solange die Ursache der Bindehautentzündung beim Pferd nicht durch eine gründliche Diagnose geklärt ist, ist das betroffene Tier von Artgenossen zu separieren.

Wie stellt der Tierarzt eine Bindehautentzündung beim Pferd fest?

Der Tierarzt stellt eine Bindehautentzündung beim Pferd anhand von Anamnese und einer klinischen Augenuntersuchung fest. Der Tierarzt untersucht beide Pferdeaugen gezielt auf Symptome einer Bindehautentzündung beim Pferd wie Rötung der Bindehaut, Schwellung, Art und Menge des Sekrets und vermehrten Tränenfluss.

Zur Diagnose einer Bindehautentzündung beim Pferd spreizt der Tierarzt die Lider. Nach lokaler Betäubung des Auges untersucht er die Unterseite der Nickhaut, also das dritte Augenlid. Der Tierarzt erkennt bei der Blickdiagnose Entzündungen, Fremdkörper und Verletzungen. 

Mit einer Spaltlampenuntersuchung prüft der Tierarzt, ob sich die Entzündung auf weitere Strukturen wie Hornhaut oder vordere Augenkammer ausgedehnt hat. Bei Verdacht auf eine infektiöse Konjunktivitis beim Pferd wird vor Beginn der Behandlung ein Abstrich von der Lidbindehaut entnommen. Im Labor wird der Abstrich des Pferdes auf Bakterien, Viren oder andere Erreger untersucht. Bei bakteriellen Infektionen erfolgt ein Antibiogramm, um das wirksamste Antibiotikum für die Behandlung der Konjunktivitis zu bestimmen.

Die Behandlung einer Bindehautentzündung beim Pferd variiert je nach Diagnose und zugrunde liegender Ursache. 

Wie läuft die Behandlung von Bindehautentzündungen bei Pferden ab?

Die Behandlung der Bindehautentzündung beim Pferd richtet sich nach der festgestellten Ursache. Je nach Befund liegt eine bakterielle, virale, parasitäre, allergische oder mechanisch bedingte Konjunktivitis vor. Ist die Bindehautentzündung Begleitsymptom einer Grunderkrankung, wird diese parallel gezielt behandelt.

1. Augenspülung und Reinigung 

    Bei der Behandlung der Bindehautentzündung beim Pferd werden Krusten, Sekret und Verunreinigungen vorsichtig entfernt. Spülungen mit steriler Kochsalzlösung reinigen den Bindehautsack und beseitigen Staub, Pollen und Keime. 

    Die Reinigung und Spülung des Auges reduziert bei Pferden die Reizung bei Konjunktivitis und verbessert die Wirksamkeit der medikamentösen Behandlung.

    2. Entfernung von Fremdkörpern aus dem Auge des Pferdes

    Ist ein Fremdkörper Ursache der Bindehautentzündung beim Pferd, wird dieser unter lokaler Betäubung mithilfe einer Spülung und eines Tupfers aus dem Auge entfernt. Nachdem der Reiz beseitigt wurde, heilt die Konjunktivitis beim Pferd rasch ab.

    3. Lokale medikamentöse Therapie

    Die lokale medikamentöse Behandlung der Bindehautentzündung beim Pferd erfolgt mit Augentropfen oder Augensalben und richtet sich nach der Ursache der Konjunktivitis. Die Medikamente werden mehrmals täglich in den Bindehautsack des Pferdes eingebracht.

    Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung beim Pferd kommen antibiotische Augentropfen oder Augensalben zum Einsatz, die den Erreger bekämpfen und die Entzündung eindämmen.

    Bei einer viralen Bindehautentzündung beim Pferd stehen entzündungshemmende und unterstützende Präparate im Vordergrund, da Antibiotika gegen Viren nicht wirksam sind. 

    Bei einer allergischen oder reizbedingten Konjunktivitis beim Pferd werden häufig entzündungshemmende, beruhigende sowie vitamin-A- oder dexpanthenolhaltige Präparate eingesetzt, die die Schleimhaut schützen und die Regeneration unterstützen.

    Bei schmerzhaften und stark geschwollenen Augen werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente verabreicht. Ist die Hornhaut geschädigt, sind cortisonhaltige Präparate zu vermeiden.

    4. Kontrolle und Therapiedauer

    Die Behandlung der Bindehautentzündung beim Pferd zeigt bei leichten Verläufen häufig innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung. Eitrige oder chronische Formen der Konjunktivitis beim Pferd erfordern meist eine mehrwöchige Therapie. 

    Eine Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee sichert den Behandlungserfolg bei einer Bindehautentzündung und verhindert Komplikationen.

    Behandlung einer Bindehautentzündung in der Pferdeklinik am Sorpesee

    Die Behandlung einer Bindehautentzündung in der Pferdeklinik am Sorpesee erfolgt ursachenbezogen und mit hochmoderner augenheilkundlicher Diagnostik. Dank unserer spezialisierten ophthalmologischen Expertise behandeln wir Bindehautentzündungen beim Pferd gezielt, vermeiden Hornhautschäden und sichern die Sehfähigkeit.

    Mithilfe der Spaltlampenuntersuchung betrachten wir die Bindehaut und Hornhaut beim Pferd in der Pferdeklinik am Sorpesee stark vergrößert, um das Ausmaß der Bindehautentzündung zu erfassen. Mit der Spaltlampe erkennen wir Hornhautdefekte und entzündliche Veränderungen und kontrollieren, ob sich die Konjunktivitis beim Pferd auf weitere Augenstrukturen ausgedehnt hat.

    Mit dem Fluoreszein Test prüfen wir bei einer Bindehautentzündung beim Pferd die Hornhaut auf Defekte. Der Farbstoff markiert kleinste Läsionen. Bei nachgewiesenen Hornhautschäden schließen wir Wirkstoffe wie Cortison konsequent aus und passen die Therapie entsprechend an. Mithilfe der Augenhintergrunduntersuchung, auch Ophthalmoskopie genannt, beurteilen wir bei einer Bindehautentzündung die tieferen Strukturen des Auges und prüfen, ob die Konjunktivitis mit Erkrankungen wie Uveitis oder Glaukom verbunden ist.

    Unter der Leitung von Dr. med. vet. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold erfolgt die Therapie der Bindehautentzündung beim Pferd auf fachlich höchstem Niveau. 

    Unsere Therapie der Bindehautentzündung beim Pferd richtet sich nach der Ursache der Konjunktivitis beim Pferd. Bei bakterieller Bindehautentzündung beim Pferd setzen wir gezielt antibiotische Augensalben oder Augentropfen ein. Bei viraler Konjunktivitis beim Pferd erfolgt eine entzündungshemmende und unterstützende Behandlung. Allergische oder reizbedingte Bindehautentzündungen behandeln wir mit schleimhautschützenden und entzündungsregulierenden Präparaten.

    In der Pferdeklinik am Sorpesee stehen für die Behandlung von Bindehautentzündungen bei Pferden modern ausgestattete Untersuchungs- und Behandlungsräume zur Verfügung. Mit unserer mobilen Fahrpraxis übernehmen wir die Diagnostik und Therapie der Konjunktivitis beim Pferd direkt im Heimatstall. Bei akuter Bindehautentzündung gewährleistet die Pferdeklinik am Sorpesee eine lückenlose 24/7-Erreichbarkeit an 365 Tagen im Jahr.

    Bei einer Bindehautentzündung beim Pferd umfasst unsere Therapie mehr als die medikamentöse Behandlung der Konjunktivitis. Wir beraten Pferdebesitzer zum Umgang mit dem erkrankten Pferd und geben konkrete Hinweise zur Belastung.

    Kann man ein Pferd mit Bindehautentzündung reiten?

    Ein Pferd mit Bindehautentzündung kann man reiten, wenn es sich um eine leichte, nicht schmerzhafte und nicht infektiöse Entzündung handelt und das Allgemeinbefinden des Pferdes unbeeinträchtigt ist. Die Entscheidung, ob ein Pferd mit Bindehautentzündung geritten werden darf, erfolgt nach tierärztlicher Einschätzung. 

    Bei stärkerer Bindehautentzündung beim Pferd, deutlicher Schmerzhaftigkeit, ausgeprägter Lichtempfindlichkeit, eitrigem Ausfluss oder bei einer infektiösen Konjunktivitis ist Belastung durch Reiten zu vermeiden. Je nach Ursache der Konjunktivitis sollte das Pferd im Stall belassen werden.

    Was sind die Ursachen für eine Bindehautentzündung bei Pferden?

    Die Ursachen für eine Bindehautentzündung bei Pferden sind vielfältig und reichen von äußeren Reizen bis zu infektiösen Erkrankungen. Zu den häufigsten Auslösern zählen mechanische Reize und Fremdkörper im Auge, virale Infektionen und bakterielle Infektionen.

    Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Ursachen der Bindehautentzündung beim Pferd im Detail.

    • Mechanische Reize und Fremdkörper: Die häufigste Ursache einer Bindehautentzündung beim Pferd sind äußere Reize. Staub, Stroh, Sand, Insekten, Zugluft, Kälte oder starke Sonneneinstrahlung reizen die Bindehaut und führen zu Entzündungen am Auge. 
    • Virale Infektionen: Eine häufige infektiöse Ursache der Bindehautentzündung beim Pferd sind Viren, unter anderem Herpesviren, Influenza- oder Adenoviren. Die virale Konjunktivitis tritt oft beidseitig auf.
    • Bakterielle Infektionen: Eine bakterielle Bindehautentzündung beim Pferd entsteht häufig auf vorgeschädigter Schleimhaut. Bakterien wie Chlamydien, Streptokokken oder Moraxellen verursachen eine eitrige Konjunktivitis.
    • Allergien: Eine allergische Bindehautentzündung wird bei Pferden durch Pollen, Staub oder Schimmelsporen ausgelöst. Meist sind bei einer Allergie beide Augen des Pferdes betroffen, besonders im Frühjahr und Sommer.
    • Begleitsymptom anderer Erkrankungen: Die Bindehautentzündung beim Pferd tritt häufig als Begleitsymptom bei Atemwegsinfekten wie Pferdehusten, Bronchitis, Influenza oder Herpes auf.
    • Parasitenbefall: Parasitenlarven können sich im Bindehautsack ansiedeln und eine Konjunktivitis auslösen. Die Übertragung erfolgt meist durch Fliegen.
    • Pilzinfektionen: Seltener lösen Pilze wie Aspergillus eine Bindehautentzündung beim Pferd aus, vor allem bei feuchtem Stallklima oder verschimmeltem Futter.
    • Chemische Reize: Ammoniakdämpfe, Desinfektionsmittel, Insektensprays oder Holzschutzmittel reizen die Bindehaut bei Pferden und gelten als weiterer Auslöser einer Konjunktivitis.
    • Verletzungen und Traumata: Stöße, Scheuern oder Kratzen am Auge verursachen kleine Verletzungen und begünstigen eine Bindehautentzündung beim Pferd.
    • Tränenmangel (trockenes Auge): Eine verminderte Tränenproduktion beim Pferd führt zur Austrocknung von Bindehaut und Hornhaut und fördert Entzündungen am Auge.
    • Genetische Veranlagung: Einige Pferde entwickeln aufgrund genetischer Faktoren oder eines schwachen Immunsystems häufiger Bindehautentzündungen.

    Zur Prävention von Bindehautentzündungen bei Pferden gibt es verschiedene Möglichkeiten.

    Was kann man zur Prävention von Bindehautentzündungen bei Pferden tun?

    Zur Prävention von Bindehautentzündungen bei Pferden gehören die tägliche Kontrolle der Augen, ein staubarmes Stallklima, konsequente Hygiene, Schutz vor Insekten und UV-Strahlung, sauberes und schimmelfreies Futter sowie Impfungen gegen Atemwegsinfektionen. 

    Die folgende Liste zeigt, welche Maßnahmen zur Prävention von Bindehautentzündungen bei Pferden sinnvoll sind.

    • Regelmäßige Kontrolle der Augen: Eine wirksame Prävention von Bindehautentzündungen besteht darin, die Augen des Pferdes regelmäßig auf Rötungen, Schwellungen, Tränenfluss oder Ausfluss zu prüfen. Frühzeitig erkannte Veränderungen am Auge des Pferdes verhindern schwere Verläufe einer Konjunktivitis.
    • Staubarme Haltung und gutes Stallklima: Zur Vorbeugung einer Bindehautentzündung ist ein staubarmes, gut belüftetes Stallklima wichtig. Der Stall wird regelmäßig gemistet und gelüftet. 
    • Hygiene im Stall: Konsequente Stallhygiene reduziert das Risiko einer infektiösen Bindehautentzündung beim Pferd. Putzzeug, Halfter und Sattelzeug werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert, um die Übertragung einer Konjunktivitis zu verhindern. Jedes Pferd nutzt möglichst eigenes Equipment, damit keine Erreger auf andere Tiere übertragen werden.
    • Schutz vor Insekten, Wind und UV-Strahlung: Fliegenmasken, Insektenschutzgitter oder Schutzmasken mit UV-Filter schützen das Auge des Pferdes vor Insekten, Staub, Pollen, Wind und intensiver Sonneneinstrahlung.
    • Sauberes und schimmelfreies Futter: Zur Vorbeugung einer Entzündung am Auge wird Heu trocken gelagert, regelmäßig auf Schimmel kontrolliert und möglichst staubarm verfüttert. 
    • Impfungen gegen Viruserkrankungen: Schutzimpfungen gegen Atemwegserkrankungen wie Herpes oder Influenza leisten einen Beitrag zur Prävention von Bindehautentzündungen, da die Infektionen häufig eine Konjunktivitis begünstigen.
    • Stärkung des Immunsystems: Ausgewogene Fütterung, ausreichende Bewegung und artgerechte Haltung stärken die Abwehrkräfte und reduzieren das Risiko einer Bindehautentzündung beim Pferd.
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