EMS beim Pferd

EMS – Das Equine Metabolische Syndrom: Ursachen, Symptome & Behandlung

Letztes Update am
11. Juni 2026

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung beim Pferd, die durch Insulindysregulation, typische Fettdepots und ein erhöhtes Risiko für Hufrehe gekennzeichnet ist. 

Inhaltsverzeichnis

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung beim Pferd, die durch Insulindysregulation, typische Fettdepots und ein erhöhtes Risiko für Hufrehe gekennzeichnet ist. 

Die Hauptursachen von EMS bei Pferden sind ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch, das insbesondere durch Übergewicht und Bewegungsmangel verursacht wird. Erste Symptome des Equinen Metabolischen Syndroms sind häufig Fettansammlungen am Mähnenkamm, Leistungsabfall oder wiederkehrende Hufrehe.

Bei Verdacht auf EMS beim Pferd erfolgt eine zeitnahe tierärztliche Abklärung mit klinischer Untersuchung und gezielter Diagnostik des Zuckerstoffwechsels. Ein Notfall liegt vor, wenn Anzeichen einer Hufrehe wie Lahmheit, warme Hufe oder eine veränderte Haltung auftreten. 

In der Pferdeklinik am Sorpesee erfolgt die Diagnostik und Behandlung von EMS beim Pferd auf Basis moderner internistischer Verfahren im hauseigenen Labor, kombiniert mit individuell abgestimmten Therapiekonzepten wie gezieltem Fütterungsmanagement, strukturiertem Bewegungsaufbau und physiotherapeutischer Unterstützung.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
  • Telefax: 02933/9021929
  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

Dies sind die Sprechzeiten unserer Rezeption.

  • Montag bis Freitag 8:00–18:00 
  • Samstag 9:00–12:00 
  • Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht mit den Besuchszeiten gleichzusetzen.

Dies sind unsere Besuchszeiten.

  • Montag bis Freitag 10:00–18:00 
  • Samstag 10:00–12:00 17:00–18:00
  • Sonn- und Feiertags 9:00-–10:00 17:00–18:00

Was ist das Equine Metabolische Syndrom (EMS)?

Das Equine Metabolische Syndrom ist eine komplexe Stoffwechselstörung des Energie-, Zucker- und Fettstoffwechsels beim Pferd. EMS zählt zu den häufigsten Wohlstandserkrankungen der modernen Pferdehaltung und ist meist die Folge langjährigen Übergewichts.

EMS ist ein Symptomkomplex bei Pferden, der sich durch Übergewicht bzw. Adipositas, einen gestörten Zuckerstoffwechsel mit Insulinresistenz sowie ein deutlich erhöhtes Risiko für Hufrehe auszeichnet.

Zentrales Merkmal des Equinen Metabolischen Syndroms bei Pferden ist eine Insulindysregulation des Zuckerstoffwechsels. Die Wirkung von Insulin auf die Körperzellen ist eingeschränkt, sodass Glukose nicht ausreichend aus dem Blut in das Gewebe aufgenommen wird. Der Blutzuckerspiegel des Pferdes bleibt erhöht, gleichzeitig steigen die Insulinwerte dauerhaft an. Das vermehrte Fettgewebe wirkt als hormonell aktives Organ und setzt Botenstoffe frei, die Entzündungsprozesse fördern und die Insulinwirkung weiter verschlechtern. Beim Pferd entsteht ein sich selbst verstärkender Stoffwechselkreislauf.

EMS entsteht durch ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch.

Was sind die Ursachen für EMS bei Pferden?

Die wichtigsten Ursachen für EMS bei Pferden sind Übergewicht durch eine zu hohe Energieaufnahme und Bewegungsmangel. Genetische Faktoren, Mineralstoffmängel, Leberbelastung und hormonelle Einflüsse fördern die Entstehung des Equinen Metabolischen Syndroms, da sie die Stoffwechselstörung beim Pferd verstärken.

In der folgenden Liste sind die typischen Ursachen für EMS bei Pferden aufgeführt.

  • Übergewicht durch dauerhaft zu hohe Energieaufnahme: Als Hauptursache für EMS bei Pferden gilt eine dauerhaft hohe Energieaufnahme, die zu Übergewicht führt. Die langfristig überhöhte Zufuhr von Energie führt zur Einlagerung von Fettdepots und belastet den Stoffwechsel. Das neu gebildete Fettgewebe wirkt bei Pferden hormonell aktiv und setzt Botenstoffe frei, welche Entzündungsprozesse fördern und die Wirkung von Insulin verschlechtern. Parallel entwickelt sich beim Pferd eine Störung des Zuckerstoffwechsels mit erhöhtem Blutzucker und gesteigerter Insulinausschüttung. Die Prozesse führen zu einer Insulinresistenz und treiben das Equine Metabolische Syndrom weiter voran.
  • Bewegungsmangel: Bewegungsmangel bei gleichzeitig hoher Futteraufnahme verstärkt das Risiko für EMS bei Pferden. Ein geringer Energieverbrauch verhindert den Abbau der aufgenommenen Energie und begünstigt die Gewichtszunahme. Eine fehlende muskuläre Aktivität verschlechtert die Glukoseverwertung beim Pferd.
  • Energiereiche Fütterung: Eine energiereiche Fütterung zählt zu den zentralen Auslösern von EMS beim Pferd. Zuckerreiches Weidegras, stärkereiches Kraftfutter wie Gerste und Mais sowie energiereiche Zusatzstoffe erhöhen die Glukoseaufnahme im Stoffwechsel. Die hohe Energiezufuhr fördert die Entstehung einer Insulinresistenz.
  • Genetische Prädisposition: Eine genetische Prädisposition beeinflusst die Entstehung von EMS bei Pferden. Leichtfuttrige Rassen wie Ponys und Robustpferde verwerten Futter besonders schnell und neigen zur Verfettung.
  • Mineralstoffmängel: Mineralstoffmängel beim Pferd tragen zur Entwicklung des Equinen Metabolischen Syndroms bei. Defizite an Spurenelementen wie Mangan, Zink oder Kupfer beeinträchtigen den Zucker- und Fettstoffwechsel. Leberbelastung: Die Leberbelastung ist ein weiterer Einflussfaktor bei der Entstehung des Equinen Metabolischen Syndroms. Die Leber ist bei Pferden zentral für den Stoffwechsel von Zucker und Fett und reagiert empfindlich auf Überlastung. 
  • Hormonelle Einflüsse: Die Entwicklung von EMS bei Pferden wird durch hormonelle Einflüsse verstärkt. Eine erhöhte Ausschüttung von Kortisol im Zusammenhang mit Stress verschlechtert die Insulinempfindlichkeit der Zellen. 

Die Symptome von EMS beim Pferd entwickeln sich schleichend. 

Was sind die Symptome von EMS beim Pferd?

Die Symptome von EMS beim Pferd sind Fettdepots, Übergewicht und Hufrehe. Häufig zeigen sich bei erkrankten Pferden Leistungsabfall, Insulinresistenz und Muskelabbau. In fortgeschrittenen EMS Stadien treten bei Pferden vermehrter Durst, stumpfes Fell und eine erhöhte Infektanfälligkeit auf.

Die folgende Liste zeigt die Symptome, die bei Pferden mit EMS auftreten.

  • Fettdepots: Fettdepots und eine untypische Fettverteilung sind die häufigsten Symptome von EMS beim Pferd. Typisch sind feste Einlagerungen am Mähnenkamm sowie Fettansammlungen über den Augen, an Schulter, Kruppe und Schweifansatz. Die lokalen Fettpolster gelten als Leitsymptom bei EMS und treten oft auch bei scheinbar normalgewichtigen Pferden auf.
  • Übergewicht: Übergewicht gehört zu den weiteren zentralen Anzeichen von EMS beim Pferd. Gleichzeitig zeigt sich häufig eine Abnehmschwäche trotz reduzierter Fütterung. 
  • Hufrehe: Hufrehe ist bei Pferden das schwerwiegendste Symptom von EMS. Wiederkehrende oder scheinbar grundlose Reheschübe treten häufig auf und stehen in engem Zusammenhang mit erhöhten Insulinwerten. 
  • Leistungsabfall: Leistungsabfall gehört zu den frühen Symptomen von EMS beim Pferd. Betroffene Tiere wirken träge, ermüden schnell und zeigen eine reduzierte Motivation bei der Arbeit. Die sinkende Aktivität verschlechtert die Stoffwechsellage zusätzlich.
  • Gestörter Zuckerstoffwechsel und Insulinresistenz: Störungen des Zuckerstoffwechsels sind bei Pferden ein weiteres Merkmal von EMS. Erhöhte Blutzuckerwerte und dauerhaft gesteigerte Insulinspiegel führen zur Insulinresistenz. 
  • Muskelabbau: Muskelabbau zeigt sich bei Pferden mit EMS häufig im Bereich der Oberlinie und steht im Gegensatz zu vorhandenen Fettdepots. Das Pferd wirkt äußerlich gut genährt, verliert jedoch die funktionelle Muskulatur. 
  • Vermehrter Durst und häufiges Urinieren: Vermehrter Durst und häufiges Urinieren treten bei fortgeschrittenem EMS beim Pferd auf. Die gestörte Blutzuckerregulation beeinflusst den Flüssigkeitshaushalt. 
  • Stumpfes Fell: Ein stumpfes Fell und Probleme beim Fellwechsel sind sichtbare Hinweise auf eine Stoffwechselbelastung. Die Fellqualität verschlechtert sich im Verlauf der EMS Erkrankung. 
  • Erhöhte Infektanfälligkeit: Eine erhöhte Infektanfälligkeit bei EMS Pferden zeigt sich durch eine geschwächte Immunabwehr. Der gestörte Stoffwechsel beeinträchtigt die Abwehrmechanismen des Körpers. Infektionen verlaufen häufiger und langwieriger.
  • Stoffwechselbedingte Begleiterscheinungen: Im Zusammenhang mit EMS beim Pferd treten Begleiterscheinungen wie Kotwasser, vermehrtes Schwitzen oder steife Bewegungen auf. 
  • Fruchtbarkeitsstörungen bei Stuten: Fruchtbarkeitsstörungen zählen zu den weniger häufigen Symptomen des Equinen Metabolischen Syndroms beim Pferd. Unregelmäßige Zyklen oder eine eingeschränkte Fruchtbarkeit stehen im Zusammenhang mit den hormonellen Veränderungen durch EMS.

Zur sicheren Einschätzung der Symptome ist eine fachliche Diagnostik von EMS beim Pferd erforderlich.

Wie wird EMS bei Pferden diagnostiziert?

EMS wird bei Pferden durch eine Kombination aus klinischer Beurteilung, Anamnese und Blutuntersuchungen diagnostiziert. Bei der EMS Diagnostik beim Pferd sind die Insulin- und Glukosewerte sowie dynamische Tests, wie der orale Glukosetoleranztest, entscheidend. 

Die Diagnostik des Equinen Metabolischen Syndroms beim Pferd beginnt mit einer klinischen Untersuchung und einer strukturierten Anamnese. Der Tierarzt beurteilt den Ernährungszustand, tastet typische Fettdepots wie Mähnenkamm, Schulter und Schweifansatz ab und bewertet die Körperkondition des Pferdes. Bei der Diagnostik erfragt der Tierarzt verschiedene Informationen über das Pferd. Dazu gehören die Fütterung, der Bewegungsumfang, die Krankheitsverläufe in der Vergangenheit und Hinweise auf Hufrehe.

Bei der EMS Diagnostik beim Pferd wird der Zuckerstoffwechsel untersucht. Die Bestimmung von Nüchtern-Insulin und Blutzucker liefert erste Hinweise auf die systemische Erkrankung, besitzt jedoch in frühen Krankheitsstadien eine eingeschränkte Aussagekraft. 

Zur zuverlässigen Diagnostik von EMS werden dynamische Tests beim Pferd eingesetzt. Der orale Glukosetoleranztest gilt als Standardverfahren bei EMS. Nach mindestens sechs Stunden Nüchternheit erfolgt beim Pferd die Bestimmung der Ausgangswerte für Insulin und Glukose. Anschließend wird eine definierte Menge Glukose verabreicht und nach etwa zwei Stunden erneut Blut abgenommen. Ein anhaltend erhöhter Insulinspiegel nach der Glukosegabe weist bei Pferden auf eine gestörte Insulinregulation und damit auf EMS hin.

Die Interpretation der Laborwerte bei der EMS Diagnostik beim Pferd erfordert eine Einordnung im Gesamtkontext. Stress, Jahreszeit, Fütterungszustand und individuelle Faktoren beeinflussen die Insulinwerte. Einzelmessungen besitzen daher nur eine begrenzte Aussagekraft und werden bei Bedarf wiederholt. Bei älteren Pferden erfolgt eine ACTH-Bestimmung, um das Equine Cushing Syndrom abzugrenzen oder als Begleiterkrankung zu erkennen. 

Behandlung von EMS bei Pferden

Die Behandlung von EMS bei Pferden erfolgt ohne medikamentöse Standardtherapie und basiert auf Fütterungsmanagement, Gewichtsreduktion und Bewegung. Zucker- und stärkereiche Futtermittel werden vermieden, Mineralstoffe, Training und langfristiges Management stabilisieren bei EMS Pferden den Stoffwechsel.

Die nachfolgende nummerierte Liste gibt eine Übersicht über die Behandlung von EMS bei Pferden.

1. Gewichtsreduktion durch konsequentes Fütterungsmanagement

Gewichtsreduktion bildet die Grundlage der Behandlung von EMS beim Pferd und erfolgt über ein angepasstes Fütterungsmanagement. Die Energiezufuhr wird bei Pferden gezielt reduziert und auf strukturreiches, energiearmes Raufutter wie Heu und Stroh begrenzt. 

Bei EMS beim Pferd werden zucker- und stärkereiche Futtermittel wie Getreide, Melasse, Gras und Leckerlis konsequent aus der Fütterung entfernt. Die tägliche Heumenge orientiert sich am Idealgewicht des Pferdes und liegt bei etwa 1 bis 1,5 Kilogramm Heu pro 100 Kilogramm Körpergewicht. Das Einweichen von Heu reduziert wasserlösliche Kohlenhydrate und senkt die Zuckeraufnahme. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag stabilisieren den Blutzuckerspiegel und entlasten die Insulinregulation. 

2. Verzicht auf Weidegang 

Bei EMS beim Pferd wird der Weidegang eingeschränkt oder vollständig vermieden, um die Aufnahme leicht verfügbarer Zucker zu reduzieren. Frisches Gras enthält hohe Mengen an Fruktanen und Glukose, die die Insulinreaktion verstärken und den Zuckerstoffwechsel belasten. 

3. Mineralstoffversorgung

Bei EMS beim Pferd erfolgt eine gezielte Ergänzung von Mineralstoffen, um Defizite auszugleichen, die durch die reduzierte Fütterung entstehen. Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan unterstützen den Zucker- und Fettstoffwechsel und verbessern die Stoffwechselregulation. 

4. Training

Bei der Behandlung von EMS wird bei Pferden Bewegung eingesetzt, um die Insulinsensitivität zu verbessern, den Glukoseabbau zu fördern und Gewicht abzubauen. 

Das EMS Training beginnt bei Pferden mit moderaten Einheiten, die schrittweise gesteigert werden. Regelmäßige tägliche Bewegung stabilisiert den Stoffwechsel effektiver als unregelmäßige Belastung.

Liegt eine Hufrehe vor, richtet sich die Behandlung nach der Belastbarkeit des Pferdes. In akuten Phasen erfolgt zunächst Entlastung.

5. Unterstützung der Leberfunktion

Bei der Behandlung von EMS beim Pferd wird die Leber durch eine gezielte Anpassung der Fütterung entlastet. Zuckerreiche Futtermittel, Gärprodukte und stoffwechselbelastende Bestandteile werden aus der Ration entfernt. Bitterstoffe unterstützen die Leberfunktion und stabilisieren den Stoffwechsel.

6. Langfristiges Management

Für den Erfolg der EMS Behandlung bei Pferden sind eine angepasste Fütterung, Bewegung und Haltung von entscheidender Bedeutung. Eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen verhindert Rückfälle und stabilisiert den Stoffwechsel langfristig. Eine medikamentöse Standardtherapie wird nicht empfohlen. Für eine gezielte und nachhaltige Therapie ist die Betreuung durch eine kompetente Pferdeklinik besonders geeignet.

EMS Behandlung von Pferden in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die EMS Behandlung von Pferden in der Pferdeklinik am Sorpesee gehört zum Fachbereich der Inneren Medizin. Wir führen eine strukturierte Diagnostik durch und bestimmen relevante Blutwerte im hauseigenen Labor. Unser EMS Behandlungskonzept umfasst Physiotherapie sowie ein angepasstes Fütterungs- und Bewegungsmanagement.

Bei Verdacht auf EMS beim Pferd beginnen wir mit einer strukturierten internistischen Abklärung und nutzen unser hauseigenes Labor für eine schnelle und zuverlässige Diagnostik.

Für eine möglichst stressfreie Untersuchung betreuen wir Ihr Pferd auf Wunsch direkt im heimischen Stall. Unsere vollständig ausgestatteten Praxisfahrzeuge ermöglichen Blutentnahmen und Erstuntersuchungen ohne Transportbelastung.

Wir entwickeln für jedes Pferd ein individuelles EMS Behandlungskonzept. Im Mittelpunkt der EMS Behandlung steht die gezielte Regulation des Stoffwechsels durch angepasstes Fütterungs- und Bewegungsmanagement. Wir beraten Pferdehalter zur energiearmen Fütterung, zur Kontrolle von Zucker und Stärke sowie zur optimalen Rationsgestaltung und begleiten die nachhaltige Gewichtsreduktion bei EMS Pferden. Wir überprüfen außerdem die Sattelpassform, Hufbearbeitung und Haltung, da sich diese Faktoren während der Gewichtsreduktion verändern und den Therapieerfolg bei Pferden beeinflussen.

Ein weiterer Schwerpunkt der EMS Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee liegt im gezielten Bewegungsaufbau beim Pferd. Unsere physiotherapeutischen Leistungen umfassen die Analyse des Trainingszustands, die Beurteilung von Muskulatur und Bewegungsabläufen sowie die Erstellung abgestimmter Trainingskonzepte. Vor Beginn intensiver Belastung führen wir Ganganalysen und eine fundierte Beurteilung des Muskelstatus durch, um Überlastungen zu vermeiden.

In der Pferdeklinik am Sorpesee setzen wir zur Unterstützung des Stoffwechsels und zur Verbesserung der Beweglichkeit bei EMS Pferden manuelle und physikalische Therapien ein. Dazu gehören Gelenkmobilisation, Faszienbehandlung, Massagetechniken und Akupressur. Unsere Maßnahmen fördern die Durchblutung, lösen Spannungen und unterstützen den Stoffwechsel der Pferde.

Unser Team ist ganzjährig rund um die Uhr erreichbar und begleitet Sie und Ihr Pferd kontinuierlich durch Diagnostik, Therapie und langfristiges EMS Management.

Was können Pferdehalter zur Prävention von EMS tun?

Pferdehalter können zur Prävention von EMS durch angepasste Fütterung, Kontrolle von Zucker und Stärke, regelmäßige Bewegung und gezielten Weidezugang beitragen. Eine kontinuierliche Gewichtskontrolle sowie das frühzeitige Erkennen von Fettdepots helfen, Stoffwechselstörungen rechtzeitig zu vermeiden.

Die nachfolgende Liste enthält Maßnahmen zur Prävention von EMS bei Pferden.

  • Bedarfsgerechte Fütterung sicherstellen: Zur Prävention von EMS beim Pferd wird die Fütterung am tatsächlichen Energiebedarf des Pferdes ausgerichtet. Sie basiert überwiegend auf strukturreichem, energiearmem Raufutter. Minderwertiges oder belastetes Futter wird vermieden.
  • Zucker- und Stärkeaufnahme begrenzen: Zucker- und stärkereiche Futtermittel werden zur Prävention von EMS bei Pferden reduziert oder ausgeschlossen. Getreide, Melasse, zuckerreiche Müslis und energiereiche Zusatzstoffe belasten den Zuckerstoffwechsel und erhöhen das Risiko für EMS. 
  • Körpergewicht kontrollieren: Das Körpergewicht des Pferdes wird kontinuierlich überwacht, um mögliche Anzeichen für EMS frühzeitig zu erkennen. Eine rechtzeitige Anpassung der Fütterung verhindert Übergewicht.
  • Regelmäßige Bewegung gewährleisten: Zur Prävention von EMS hält tägliche Bewegung den Stoffwechsel aktiv und verbessert die Insulinsensitivität.
  • Weidegang kontrollieren: Der Weidegang wird gezielt geplant, um die Zuckeraufnahme aus frischem Gras zu begrenzen. In Phasen mit einem hohen Fruktangehalt wird der Zugang eingeschränkt oder angepasst. 
  • Hochwertige Futterqualität: Zur Prävention von EMS wird die Qualität des Raufutters überprüft und darauf geachtet, dass es einen niedrigen Zuckergehalt hat. Strukturreiches, energiearmes Heu unterstützt die Verdauung und entlastet den Stoffwechsel. Minderwertiges oder belastetes Futter wird vermieden.

Stoffwechselveränderungen erkennen: Tierhalter sollten das Verhalten, die Leistungsfähigkeit und den Körperzustand ihres Pferdes stets im Blick behalten. Auffälligkeiten wie Fettansammlungen oder Leistungsabfall werden so früh erkannt und sollten durch gezielte Anpassungen der Fütterung und Haltung behoben werden.

Pferdeklinik-Logo-invert
Kontakt
Frankfurter Straße 34
59846 Sundern-Stemel
Öffnungszeiten der Rezeption

Montag bis Freitag
Samstag

8 - 18 Uhr
9 - 12 Uhr

Bitte beachten: Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht gleichbedeutend mit Besuchs- und Sprechzeiten!

Besuchszeiten

Montag bis Freitag
Samstag
und

Sonn- u. Feiertags
und

10 - 18 Uhr
10 - 12 Uhr
17 - 18 Uhr

9 - 10 Uhr
17 - 18 Uhr

Wir möchten Sie bitten, sich beim Besuch stationärer Patienten vor Betreten des Stalles an der Rezeption anzumelden. Ist diese nicht besetzt, melden Sie sich bitte telefonisch an unter der Rufnummer:
02933 / 902 19 23

© 2026 Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee

rating
4.7 Sterne
Basierend auf +480 Rezensionen