Equines Cushing-Syndrom - PPID am Pferd zu sehen

Equines Cushing-Syndrom – PPID: Ursachen, Symptome & Behandlung

Letztes Update am
20. August 2026

Das Equine Cushing-Syndrom bzw. die Pituitary Pars Intermedia Dysfunktion (PPID) ist die häufigste hormonelle Erkrankung älterer Pferde. Ursache ist eine Fehlfunktion der Pars intermedia der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), wodurch es zu einer gestörten Hormonregulation und einer erhöhten Ausschüttung von ACTH kommt.

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Inhaltsverzeichnis

Das Equine Cushing-Syndrom bzw. die Pituitary Pars Intermedia Dysfunktion (PPID) ist die häufigste hormonelle Erkrankung älterer Pferde. Ursache ist eine Fehlfunktion der Pars intermedia der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), wodurch es zu einer gestörten Hormonregulation und einer erhöhten Ausschüttung von ACTH kommt.

Besonders häufig sind Pferde ab einem Alter von etwa 15 Jahren vom Equinen Cushing-Syndrom betroffen. PPID entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre und bleibt im Frühstadium häufig unbemerkt. Typische Symptome sind ein verzögerter Fellwechsel, langes oder lockiges Fell, Muskelabbau entlang der Wirbelsäule, Leistungsabfall, ein Hängebauch sowie eine erhöhte Trink- und Harnmenge. Eine besonders schwerwiegende Folgeerkrankung des Equinen Cushing-Syndroms ist die chronische Hufrehe.

Zeigt ein Pferd typische Auffälligkeiten einer Pituitary Pars Intermedia Dysfunktion (PPID), ist eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung notwendig. Akute Hufrehe, Lahmheiten, starke Schmerzen und neurologische Auffälligkeiten gelten als tierärztlicher Notfall. Eine frühzeitige Diagnostik verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und reduziert das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen. Bis zur tierärztlichen Abklärung sind Stress, hohe Zucker- und Stärkeaufnahme sowie starke körperliche Belastungen zu vermeiden.

In der Pferdeklinik am Sorpesee erfolgt die Diagnose des Equinen Cushing-Syndroms durch die Kombination aus klinischer Untersuchung, Beurteilung typischer Symptome sowie speziellen Blutuntersuchungen, insbesondere der Bestimmung des ACTH-Wertes. Die Behandlung basiert in der Pferdeklinik am Sorpesee auf einer individuell abgestimmten lebenslangen Therapie mit modernen Medikamenten zur Regulierung der hormonellen Fehlfunktion der Hypophyse.

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  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
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  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
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Was ist das Equine Cushing-Syndrom?

Das Equine Cushing-Syndrom, heute überwiegend als Pituitary Pars Intermedia Dysfunction oder kurz PPID bezeichnet, ist eine hormonelle Erkrankung älterer Pferde. Das Equine Cushing-Syndrom gilt als chronisch fortschreitende und nicht heilbare Erkrankung.

Dem Equinen Cushing-Syndrom liegt eine Fehlfunktion der sogenannten Pars intermedia zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Teil der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Durch die hormonelle Fehlregulation kommt es zu einer übermäßigen Ausschüttung verschiedener Hormone, insbesondere von ACTH. 

Bei einigen Pferden, die am Equinen Cushing-Syndrom leiden, liegt eine gutartige Vergrößerung beziehungsweise ein Adenom der Hirnanhangsdrüse vor. Die veränderte Hypophyse produziert dauerhaft erhöhte Mengen verschiedener Hormone, wodurch der Hormon- und Stoffwechselhaushalt des Pferdes aus dem Gleichgewicht gerät. Besonders betroffen sind der Zuckerstoffwechsel, die Immunabwehr, der Fellwechsel sowie der Muskel- und Fettstoffwechsel.

Das Equine Cushing-Syndrom hat verschiedene Ursachen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für ein Equines Cushing-Syndrom deutlich an. Besonders häufig betroffen sind Pferde ab etwa 15 Jahren.

Was sind die Ursachen für das Equine Cushing-Syndrom bei Pferden?

Die Ursachen für das Equine Cushing-Syndrom bei Pferden sind meist Fehlfunktionen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die zu einer erhöhten Ausschüttung von ACTH führen. Begünstigende Faktoren für PPID sind chronischer Stress, Schmerzen, Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Fehlernährung und hormonelle Erkrankungen.

Die folgende Liste enthält die Ursachen für das Equine Cushing-Syndrom bei Pferden.

  • Fehlfunktion der Hypophyse: Die häufigste Ursache des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd ist eine Fehlfunktion der Pars intermedia der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Dabei degenerieren dopaminerge Nervenfasern im Hypothalamus, sodass die hemmende Wirkung von Dopamin verloren geht. Die fehlende Regulation führt zu einer unkontrollierten Ausschüttung von ACTH und weiteren Hormonen beim Pferd. ACTH stimuliert unter anderem die Cortisolproduktion der Nebennierenrinde. Bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom entwickelt sich häufig ein gutartiges Adenom, also eine tumorartige Vergrößerung der Hypophyse.
  • Chronischer Stress: Chronischer Stress, dauerhafte Schmerzen und anhaltende körperliche Belastungen gelten als begünstigende Faktoren für das Equine Cushing-Syndrom beim Pferd. Insbesondere Arthrose, Kissing Spines, Hufrehe, Muskelverspannungen, Herzprobleme und Magen-Darm-Erkrankungen verursachen bei Pferden dauerhafte Belastungen. Auch psychischer Stress durch belastende Haltungsbedingungen, Bewegungsmangel, Turnierstress oder Überforderung steht im Zusammenhang mit hormonellen Dysregulationen.
  • Ernährungsprobleme: Langjährige Spurenelementmängel, insbesondere Manganmangel, eine zucker- und energiereiche Fütterung, Übergewicht sowie daraus resultierende Stoffwechselprobleme gelten als zusätzliche Risikofaktoren für hormonelle Fehlregulationen beim Pferd. Leichtfuttrige Pferderassen wie Ponys, Haflinger, Islandpferde oder Kaltblüter zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für Stoffwechselstörungen.
  • Parasitenbefall: Ein starker Parasitenbefall belastet den Organismus des Pferdes dauerhaft und begünstigt hormonelle sowie stoffwechselbedingte Veränderungen wie das Equine Cushing-Syndrom.
  • Zahnprobleme: Chronische Zahnprobleme führen häufig zu Schmerzen, gestörter Futteraufnahme und dauerhaftem körperlichem Stress beim Pferd, wodurch hormonelle Fehlregulationen begünstigt werden.
  • Stoffwechselstörungen: Verschiedene Stoffwechselerkrankungen beim Pferd, insbesondere Insulinresistenz und Lebererkrankungen, stehen im Zusammenhang mit hormonellen Dysregulationen und Cushing-ähnlichen Symptomen.
  • Kortisonbehandlungen: Selten entstehen Cushing-ähnliche Veränderungen beim Pferd durch langfristige Kortison- oder Glukokortikoidtherapien.
  • Erkrankungen der Nebennierenrinde: Hormonelle Erkrankungen der Nebennierenrinde zählen zu den seltenen möglichen Ursachen hormoneller Fehlregulationen beim Pferd.
  • Hormonproduzierende Tumore: In seltenen Fällen führen hormonbildende Tumoren zu hormonellen Fehlregulationen und Symptomen eines Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd.

Die Symptome des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd sind vielfältig und entwickeln sich in der Regel schleichend über mehrere Jahre hinweg.

Was sind die Symptome von einem Equinem Cushing-Syndrom beim Pferd?

Die Symptome von einem Equinem Cushing-Syndrom beim Pferd sind ein gestörter Fellwechsel, langes lockiges Fell, Muskelabbau, Leistungsabfall, vermehrtes Schwitzen und chronische Hufrehe. Viele Pferde zeigen bei PPID zusätzlich Stoffwechselstörungen, Infektanfälligkeit und vermehrtes Trinken und Wasserlassen.

Die Symptome des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden sind in der folgenden Liste aufgeführt.

  • Gestörter Fellwechsel: Ein häufiges Frühsymptom des Equinen Cushing-Syndroms ist bei Pferden ein verspäteter oder unvollständiger Fellwechsel. Betroffene Pferde verlieren das Winterfell deutlich langsamer. Oft bleiben lange Haare an Beinen, Unterkiefer oder Bauch bestehen. Im weiteren Verlauf entwickelt sich häufig ein langes, struppiges oder lockiges Fell, das als typisches Anzeichen von PPID auch in den Sommermonaten bestehen bleibt.
  • Chronische Hufrehe: Die chronische oder wiederkehrende Hufrehe zählt zu den schwerwiegendsten Symptomen des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd. Die hormonelle Stoffwechselstörung verursacht Entzündungen der Huflederhaut mit starken Schmerzen, Lahmheiten, Entlastungshaltungen und langfristigen Schäden am Hufbein.
  • Muskelabbau: Ein typisches Merkmal von PPID ist der deutliche Muskelabbau entlang von Rücken, Kruppe und Oberlinie bei Pferden. Viele Pferde entwickeln einen Hängebauch beziehungsweise Pendelbauch und wirken trotz Fettpolstern über den Augen, am Hals oder an der Schweifrübe insgesamt schwach und eingefallen.
  • Leistungsabfall: Pferde mit Equinem Cushing-Syndrom ermüden schneller, zeigen eine reduzierte Belastbarkeit und wirken häufig träge, lustlos oder weniger aufmerksam. Gerade bei älteren Pferden mit PPID wird Leistungsabfall fälschlicherweise als normale Alterserscheinung eingeordnet.
  • Vermehrtes Schwitzen: Zu den häufigen Symptomen des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd zählt vermehrtes Schwitzen. Typisch sind eine starke Schweißbildung und ein feuchtes Fell ohne körperliche Belastung, insbesondere im Bereich von Hals und Schulter.
  • Vermehrtes Trinken und Wasserlassen: Viele Pferde mit Equinem Cushing-Syndrom zeigen starken Durst und setzen deutlich größere Mengen Harn ab.
  • Infektanfälligkeit: Wiederkehrende Infektionen sind ein häufiges Anzeichen des Equinen Cushing-Syndroms. Aufgrund der geschwächten Immunabwehr leiden Pferde mit PPID häufiger unter Hautinfektionen, Atemwegsinfektionen, Hufabszessen und Parasitenbefall. Verletzungen heilen oft deutlich langsamer.
  • Insulinresistenz und Stoffwechselstörungen: Das Equine Cushing-Syndrom beeinflusst den Zuckerstoffwechsel beim Pferd. Eine gestörte Regulation erhöht das Risiko für Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen, Fettleber sowie weitere metabolische Probleme.
  • Wiederkehrende Koliken: Hormonelle und stoffwechselbedingte Veränderungen bei PPID begünstigen bei Pferden Verdauungsstörungen, Blähungen und wiederkehrende Koliken.
  • Bindegewebs- und Knochenveränderungen: Schwaches Bindegewebe, Durchtrittigkeit, Überbeine und erhöhte Knochenbrüchigkeit gehören zu den langfristigen Folgen des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd.
  • Fruchtbarkeitsstörungen: Stuten, die an PPID leiden, zeigen teilweise eine verminderte Fruchtbarkeit oder Milchsekretion, ohne zuvor trächtig gewesen zu sein.
  • Blindheit: In seltenen und fortgeschrittenen Fällen des Equinen Cushing-Syndroms drücken vergrößerte Bereiche der Hypophyse auf umliegende Hirnstrukturen, wodurch Sehstörungen oder Blindheit bei Pferden entstehen.
  • Neurologische Ausfälle: Fortgeschrittene Veränderungen der Hypophyse führen selten zu neurologischen Symptomen wie Gleichgewichtsstörungen, unsicherem Gangbild, Bewegungsstörungen oder epileptischen Anfällen.

Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um schwere Verläufe des Equinen Cushing-Syndroms beim Pferd zu vermeiden.

Wie wird das Equine Cushing-Syndrom bei Pferden diagnostiziert?

Das Equine Cushing-Syndrom bei Pferden wird durch die Kombination aus klinischer Untersuchung, Beurteilung typischer Symptome und speziellen Bluttests diagnostiziert. Im Mittelpunkt der Diagnostik steht die Bestimmung des ACTH-Wertes im Blut.

Ein erstes Anzeichen für das Equine Cushing-Syndrom beim Pferd sind charakteristische Veränderungen wie ein gestörter Fellwechsel, Muskelabbau, wiederkehrende Hufrehe, vermehrtes Schwitzen und Leistungsabfall. Besonders bei älteren Pferden mit mehreren dieser Symptome zählt PPID zu den wichtigsten Differentialdiagnosen. Im Rahmen der tierärztlichen Untersuchung beurteilt der Tierarzt die Beschaffenheit des Fells, den Muskelstatus, die Fettverteilung, die Hufgesundheit, das Bewegungsbild sowie mögliche Stoffwechselstörungen und Begleiterkrankungen.

ACTH gilt als wichtigster Blutwert zur Diagnose des Equinen Cushing-Syndroms, da betroffene Pferde häufig erhöhte Konzentrationen des Hormons zeigen. Die Blutwerte werden bei der Diagnose des Equinen Cushing-Syndroms unter Berücksichtigung saisonaler Schwankungen des ACTH-Spiegels bewertet. Besonders zwischen August und Oktober steigen die ACTH-Werte physiologisch an. Gleichzeitig lässt sich PPID in diesem Zeitraum häufig besonders zuverlässig diagnostizieren, da die Unterschiede zwischen erkrankten und gesunden Pferden deutlicher ausfallen. Zusätzlich zur ACTH-Bestimmung werden häufig auch die Werte von Insulin, Blutzucker, Triglyceriden, Cortisol und verschiedenen Leberwerten bestimmt. 

In frühen Krankheitsstadien des Equinen Cushing-Syndroms liefert eine einmalige ACTH-Bestimmung nicht immer ein aussagekräftiges Ergebnis. Viele Pferde zeigen bereits klinische Symptome, während die hormonellen Veränderungen nur gering ausgeprägt sind. In solchen Fällen kommt häufig der TRH-Stimulationstest zum Einsatz. Dabei erhält das Pferd das Hormon TRH. Pferde mit Equinem Cushing-Syndrom zeigen nach der Stimulation einen deutlich stärkeren ACTH-Anstieg als gesunde Pferde.

Alternativ steht zur Diagnostik des Equinen Cushing-Syndroms der Dexamethason-Suppressionstest zur Verfügung. Das Pferd erhält das Glukokortikoid Dexamethason, welches bei gesunden Pferden die Produktion von ACTH und Cortisol deutlich hemmt. Bleibt diese Unterdrückung aus, deutet dies auf eine gestörte hormonelle Regulation im Bereich der Hypophyse hin.

Die Blutentnahme und Probenbearbeitung zur Diagnose des Equinen Cushing-Syndroms erfordern große Sorgfalt. Stress, Schmerzen, akute Erkrankungen, Hufrehe und sogar die Blutabnahme selbst beeinflussen den ACTH-Wert und führen zu falsch erhöhten Ergebnissen.

In seltenen Spezialfällen kommen bei der Diagnose des Equinen Cushing-Syndroms bildgebende Verfahren wie MRT oder CT zum Einsatz. Bildgebende Verfahren dienen vor allem dazu, Veränderungen oder tumorartige Vergrößerungen der Hirnanhangsdrüse sichtbar zu machen.

Nach der Diagnose erfolgt die Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden.

Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden

Die Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden erfolgt durch eine lebenslange tierärztliche Therapie zur Regulierung der hormonellen Fehlfunktion der Hypophyse. Moderne Medikamente wie Pergolid senken erhöhte ACTH-Werte und reduzieren das Risiko für Hufrehe, Stoffwechselstörungen und weitere Folgeerkrankungen.

Die nachfolgende nummerierte Liste enthält die Therapiemöglichkeiten für das Equine Cushing-Syndrom beim Pferd.

1. Medikamentöse Therapie 

Die Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden erfolgt durch den Wirkstoff Pergolid zur Regulierung der hormonellen Fehlfunktion der Hypophyse. Pergolid gehört zur Gruppe der Dopaminagonisten und ersetzt das bei PPID fehlende Dopamin.

Durch die Gabe von Pergolid wird die überaktive Pars intermedia der Hypophyse beim Pferd gehemmt und die übermäßige Ausschüttung hormonell aktiver Substanzen, insbesondere ACTH, reduziert.

Die medikamentöse Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms bei Pferden beginnt mit einer individuell angepassten Anfangsdosis. Die Dosis wird anhand der klinischen Entwicklung und regelmäßiger Blutuntersuchungen angepasst. Da sich Hormonstatus und Medikamentenbedarf im Verlauf verändern, sind dauerhafte tierärztliche Nachkontrollen notwendig.

Bei vielen Pferden zeigen sich bereits innerhalb weniger Wochen nach Beginn der medikamentösen Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms erste Verbesserungen der Symptomatik. Insbesondere Stoffwechselstörungen, Leistungsabfall, vermehrtes Schwitzen und Mattigkeit bessern sich schnell. Veränderungen wie langes lockiges Fell oder ausgeprägter Muskelabbau bessern sich meist erst nach längerer Behandlungsdauer.

2. Gesundheitsmanagement

Neben der medikamentösen Therapie umfasst die Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms ein konsequentes Gesundheitsmanagement zur Stabilisierung des Stoffwechsels, zur Kontrolle von Folgeerkrankungen und zur langfristigen Erhaltung der Lebensqualität beim Pferd.

Bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen angezeigt. Zahnkontrollen verbessern die Futteraufnahme und die Körperkondition, da viele ältere PPID-Pferde unter Zahnproblemen und Gewichtsverlust leiden. Durch Impfungen und Entwurmungen wird die allgemeine Gesundheit stabilisiert und das Risiko zusätzlicher Belastungen des geschwächten Organismus reduziert. Regelmäßige Hufkontrollen reduzieren das Risiko für Hufrehe, Fehlstellungen und schmerzhafte Hufveränderungen.

Bei ausgeprägter Hypertrichose, also einem übermäßigen Wachstum von langem, dichtem und häufig lockigem Fell, verschafft eine Schur Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom, insbesondere in den warmen Monaten, deutliche Erleichterung. Die Schur reduziert das Risiko für Wärmestau, starkes Schwitzen und Hautreizungen.

3. Angepasste Fütterung

Eine kontrollierte und stoffwechselschonende Fütterung besitzt bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom eine hohe therapeutische Bedeutung. Empfohlen wird eine rohfaserreiche, zucker- und stärkearme Ernährung mit kontrollierter Energiezufuhr.

Insbesondere bei gleichzeitiger Insulinresistenz oder Hufrehe verringert eine konsequente Begrenzung leicht verdaulicher Kohlenhydrate bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom das Risiko weiterer Stoffwechselentgleisungen und Reheschübe.

Die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und hochwertigen Proteinen unterstützt Stoffwechsel, Muskulatur und Allgemeinzustand bei Pferden mit PPID.

4. Bewegung

Regelmäßige, an den Gesundheitszustand angepasste Bewegung unterstützt bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom Muskulatur, Stoffwechsel und Insulinsensitivität. Kontrollierte Bewegung verbessert den Muskelstoffwechsel und reduziert das Risiko für Übergewicht sowie Stoffwechselstörungen.

5. Behandlung von Begleiterkrankungen des Equinen Cushing-Syndroms

Bei der Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms sind häufig auch Begleiterkrankungen wie Arthrose, Hufprobleme, Kissing Spines, Zahnprobleme, chronische Entzündungen oder Magenprobleme zu therapieren.

Die Behandlung von Begleiterkrankungen des Equinen Cushing-Syndroms umfasst unter anderem eine konsequente Schmerztherapie, orthopädische Hufkorrekturen, physiologisch angepasste Bewegung, Zahnbehandlungen und die Therapie entzündlicher oder gastrointestinaler Erkrankungen.

Behandlung von Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Diagnostik und Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms zählt in der Pferdeklinik am Sorpesee zu den Kernkompetenzen unserer Inneren Medizin. Die Betreuung von Pferden mit PPID umfasst die Abklärung hormoneller und stoffwechselbedingter Veränderungen und die individuelle Behandlung aller Begleiterkrankungen.

Auch unser Klinikgelände bietet optimale Voraussetzungen für die Untersuchung und Behandlung von Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom. Ruhige Stallbereiche, kurze Wege, kontrollierte Bewegungsabläufe und die kontinuierliche tierärztliche Betreuung reduzieren zusätzliche Belastungen für stoffwechselerkrankte und ältere Pferde.

Für die Untersuchung von Pferden mit PPID steht in der Pferdeklinik am Sorpesee ein modernes hauseigenes Labor zur Verfügung. Hier analysieren wir unter anderem Blutbilder, Organwerte, Entzündungsparameter und wichtige Stoffwechselwerte.

Die Behandlung von Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom erfolgt in der Pferdeklinik am Sorpesee individuell abgestimmt auf den Hormonstatus, den Allgemeinzustand und mögliche Begleiterkrankungen. Neben der medikamentösen Therapie mit modernen Wirkstoffen zur Regulierung der ACTH-Ausschüttung spielt das langfristige Gesundheitsmanagement eine zentrale Rolle.

Viele Pferde mit Equinem Cushing-Syndrom leiden unter Hufrehe, Muskelabbau, Gewichtsverlust, Insulinresistenz oder orthopädischen Problemen. Unsere orthopädische Abteilung unterstützt betroffene Pferde unter anderem durch Lahmheitsuntersuchungen, Ganganalysen und die Beurteilung von Hufgesundheit und Bewegungsapparat. Unsere Physiotherapie unterstützt den Muskelaufbau, die Beweglichkeit und die Belastbarkeit von Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom. Wir bieten Beratung zu den Themen Hufbearbeitung, Haltung, kontrollierte Bewegung und angepasstes Training.

Bei uns in der Pferdeklinik am Sorpesee besitzt die Zahngesundheit bei Pferden mit Equinem Cushing-Syndrom eine große Bedeutung, da viele ältere Pferde Zahnprobleme, Zahntaschen oder schmerzhafte Veränderungen des Gebisses entwickeln. In unserer zahnmedizinischen Abteilung führen wir regelmäßige Zahnkontrollen und moderne Zahnbehandlungen durch, um die Futteraufnahme, die Körperkondition und den Allgemeinzustand zu stabilisieren.

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