Die Magenschleimhautentzündung beim Pferd ist eine entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch verläuft. Die Magenschleimhautentzündung zählt zu den häufigsten Magenproblemen beim Pferd und begünstigt die Entstehung von Magengeschwüren.
Die Magenschleimhautentzündung beim Pferd ist eine entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch verläuft. Die Magenschleimhautentzündung zählt zu den häufigsten Magenproblemen beim Pferd und begünstigt die Entstehung von Magengeschwüren.
Typische Symptome einer Magenschleimhautentzündung beim Pferd sind eine reduzierte Futteraufnahme sowie Leistungsabfall. Zu den wichtigsten Ursachen einer Magenschleimhautentzündung beim Pferd zählen Fütterungsfehler, lange Fresspausen, Stress und reizende Medikamente.
Studien zeigen eine hohe Prävalenz von Magenschleimhautveränderungen beim Pferd. Eine Studie eines internationalen Forschungsteams, veröffentlicht im Fachjournal Equine Veterinary Journal, untersuchte 201 klinisch unauffällige Pferde in Dänemark und zeigte, dass 53 % der untersuchten Pferde klinisch relevante Magenschleimhautveränderungen aufwiesen. Eine Literaturübersicht, erschienen im Fachjournal Pferdeheilkunde, zeigt, dass Magenschleimhautläsionen beim Pferd je nach Nutzung sehr häufig auftreten, mit Prävalenzen von 80–100 % bei Vollblut-Rennpferden, 57–87 % bei Trabern, 63 % bei Spring- und Dressurpferden, 71 % bei Zuchtstuten und bis zu 53 % bei Freizeitpferden.
Bei Verdacht auf eine Gastritis beim Pferd ist eine schnelle tierärztliche Abklärung erforderlich. Durch die Bereitstellung von hochwertigem Raufutter werden belastende Faktoren reduziert. Eine Gastritis gilt als Notfall, wenn das Pferd die Futteraufnahme vollständig einstellt, deutliche Schmerzen zeigt oder sich sein Allgemeinzustand rasch verschlechtert.
In der Pferdeklinik am Sorpesee werden Pferde mit Gastritis auf Basis moderner Gastroskopie und einer individuell abgestimmten Therapie behandelt. Wir setzen magenschonende Medikamente ein und geben klare Empfehlungen zur Fütterung und Haltung, um die Magenschleimhaut langfristig zu entlasten.
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Die Ursachen für eine Gastritis bei Pferden sind Fütterungsfehler, lange Fresspausen und Stress. Weitere Auslöser sind chronische Schmerzen, die Einnahme von Medikamenten, Zahnprobleme, Parasiten und Nährstoffmängel, die die Magenschleimhaut des Pferdes schädigen und Entzündungen fördern.
Die folgende Liste enthält die Ursachen für die Entwicklung einer Gastritis bei Pferden.
Eine Gastritis zeigt sich bei Pferden durch verschiedene Anzeichen.
Die häufigsten Symptome einer Gastritis beim Pferd sind reduzierte Futteraufnahme, Schmerzen und Leistungsabfall. Zu den weiteren Anzeichen einer Gastritis bei Pferden zählen Gähnen, Flehmen, Gewichtsverlust und Maulgeruch. Zähneknirschen und Koliksymptome deuten ebenfalls auf Magenprobleme bei Pferden hin.
Die folgende Auflistung zeigt die Symptome einer Gastritis beim Pferd auf.
Da eine Gastritis für das Pferd sehr schmerzhaft ist, ist eine zügige Behandlung wichtig.
Die Behandlung einer Gastritis bei Pferden beginnt mit einer präzisen Diagnostik mittels Gastroskopie. Die Therapie besteht aus einer medikamentösen Behandlung zur Reduktion der Magensäure und zum Schutz der Schleimhaut. Die Fütterung und Haltung des Pferdes werden angepasst, um die Heilung der Gastritis zu fördern.
In den folgenden Abschnitten wird die Behandlung einer Gastritis bei Pferden erläutert.
Die Diagnostik einer Gastritis beim Pferd beginnt mit einer ausführlichen Anamnese zu Fütterung, Haltung und möglicher Stressbelastung. Anschließend erfolgt die klinische Untersuchung des Pferdes.
Mithilfe einer Nasenschlundsonde wird der Mageninhalt des Pferdes beurteilt. Bei von Gastritis betroffenen Pferden erscheint der Mageninhalt häufig schleimig oder blutig. Zusätzlich wird der pH-Wert gemessen, um die Säurebelastung im Magen des Pferdes einzuschätzen.
Die sichere Diagnose erfolgt durch eine Gastroskopie. Ein langes Endoskop wird beim Pferd über die Speiseröhre in den Magen eingeführt, sodass die Magenschleimhaut und der Anfang des Dünndarms direkt beurteilt werden. Die Untersuchung erfolgt unter Sedation am stehenden Pferd. Veränderungen der Schleimhaut, Entzündungen oder bereits bestehende Geschwüre werden sichtbar gemacht und in ihrer Ausprägung sowie Lokalisation genau beurteilt. Auf Basis der Befunde wird der individuelle Therapieplan festgelegt.
Die medikamentöse Behandlung der Gastritis beim Pferd zielt auf die Reduktion der Magensäureproduktion und den Schutz der Magenschleimhaut ab. Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol sowie H2-Blocker senken die Säureproduktion.
Die medikamentöse Therapie bei einer Magenschleimhautentzündung beim Pferd neutralisiert die Säure und bildet einen schützenden Film auf der Magenschleimhaut. Die Therapie erfolgt über mehrere Wochen.
Die Behandlung der Gastritis beim Pferd umfasst eine konsequente Anpassung der Fütterung zur Entlastung der Magenschleimhaut. Lange Fresspausen entfallen, stattdessen erfolgt die Futteraufnahme in mehreren kleinen Mahlzeiten.
Hochwertiges Raufutter steht möglichst dauerhaft für erkrankte Pferde zur Verfügung, um die kontinuierliche Speichelbildung zu fördern und die Säurewirkung zu reduzieren. Heu, Leinsamen und strukturreiches Futter stabilisieren das Magenmilieu und unterstützen die Regeneration der Magenschleimhaut.
Die Behandlung einer Magenschleimhautentzündung bei Pferden erfordert eine gezielte Reduktion von Stressfaktoren, da Stress die Magenschleimhaut direkt schädigt und daher zu vermeiden ist.
Ruhige Fressbedingungen ohne Konkurrenz durch andere Pferde, eine angepasste Trainingsbelastung und eine stabile, stressarme Haltungsumgebung verbessern die Durchblutung der Magenschleimhaut und fördern deren Regeneration.
Regelmäßiger Weidegang unterstützt die natürliche Futteraufnahme und reduziert bei Pferden innere Unruhe. Ausreichende Ruhephasen sichern die Erholung des Pferdes und stabilisieren die Heilung der Magenschleimhaut nachhaltig.
Der Behandlungserfolg der Gastritis beim Pferd wird nach einigen Wochen durch eine erneute Gastroskopie überprüft. Ausprägung, Lokalisation und Dauer der Magenschleimhautveränderungen bestimmen das weitere Vorgehen.
Die Prognose einer Gastritis hängt bei Pferden vom Schweregrad und der Dauer der Erkrankung ab. Eine früh behandelte akute Gastritis zeigt in der Regel eine gute Heilungstendenz. Chronische Verläufe und bestehende Grunderkrankungen verschlechtern die Prognose.
Fortgeschrittene Magengeschwüre gelten bei Pferden als lebensbedrohlich und erhöhen das Risiko für Komplikationen wie Blutungen oder Durchbrüche.
Die Gastritis Behandlung von Pferden in der Pferdeklinik am Sorpesee basiert auf moderner Diagnostik mittels Gastroskopie und einer individuell abgestimmten Therapie. Mit Medikation, angepasstem Fütterungsmanagement und gezielter Stressreduktion behandeln wir die Magenschleimhaut Ihres Pferdes nachhaltig.
In der Pferdeklinik am Sorpesee diagnostizieren wir Magenerkrankungen wie Gastritis und Magengeschwüre mittels Gastroskopie. Da äußere Anzeichen beim Pferd den tatsächlichen Schweregrad der Gastritis oft nicht widerspiegeln und die Symptome unspezifisch bleiben, ermöglicht unsere gastroskopische Untersuchung eine zuverlässige und eindeutige Diagnose.
Für eine aussagekräftige Gastroskopie bereiten wir Ihr Pferd gezielt auf die Untersuchung vor. Der Magen bleibt durch eine Futterkarenz von etwa 18 Stunden vollständig leer. In der Pferdeklinik am Sorpesee erfolgt die Unterbringung in großen, hellen und modernen Boxen. Wir stellen sicher, dass keine Aufnahme von Futter oder Einstreu erfolgt. Eine Wasseraufnahme ist bis etwa zwei Stunden vor der Untersuchung möglich.
Die Gastroskopie erfolgt bei uns als schonendes Routineverfahren am stehenden, leicht sedierten Pferd. Wir führen ein flexibles Videoendoskop über den Nasengang und die Speiseröhre bis in den Magen und den vorderen Teil des Dünndarms. Durch Luftinsufflation entfalten wir den Magen und beurteilen die Schleimhaut des Pferdes vollständig. Die Untersuchung wird in Echtzeit auf einen Monitor übertragen. Bei Bedarf entnehmen wir Gewebeproben und untersuchen sie in unserem hauseigenen Labor. Nach der Gastroskopie überwachen wir das Pferd bis zum Abklingen der Sedation. Die kontrollierte Wiederanfütterung erfolgt unter unserer Aufsicht kurze Zeit später. Innerhalb weniger Stunden kann das Pferd gewöhnlich wieder fressen und trinken.
Auf Basis der erhobenen Befunde erstellen wir einen individuell abgestimmten Therapieplan für Ihr Pferd. Wir beurteilen präzise, ob Gastritis, Magengeschwüre oder funktionelle Störungen vorliegen und richten die Behandlung danach aus. Wir setzen säurereduzierende Medikamente wie Omeprazol ein und kombinieren diese mit angepasstem Fütterungsmanagement und optimierten Haltungsbedingungen.
Für Pferde mit einer Magenschleimhautentzündung eignet sich Futter, das die Magenschleimhaut entlastet und die Säurewirkung reduziert. Die Fütterung bei einer Gastritis basiert auf rohfaserreichem, leicht verdaulichem Futter mit hoher Speichelanregung. Hochwertiges Heu ist bei Pferden mit einer Gastritis die Futtergrundlage.
Pferden mit Gastritis ist das Futter kontinuierlich zur Verfügung zu stellen. Die Verfütterung von frischem Gras unterstützt die Verdauung.
Stärkereiche Futtermittel wie Gerste, Mais, Weizen oder Dinkel werden bei einem Pferd mit einer Gastritis reduziert. Kraftfutter wird nur in kleinen Mengen und auf mehrere Mahlzeiten verteilt gefüttert. Hafer gilt als am besten verträgliches Getreide, da enthaltene Schleimstoffe die Magenschleimhaut schützen.
Heulage und Silage eignen sich nicht für magenempfindliche Pferde. Enthaltene biogene Amine wie Histamin fördern die Säurebildung und reizen die Magenschleimhaut. Auch Futtermittel mit Aromastoffen, Konservierungsmitteln oder anderen Zusatzstoffen belasten den Stoffwechsel und wirken sich negativ auf die Magengesundheit aus.
Bei Gastritis hat sich die Fütterung von Mash bei Pferden bewährt. Die klassischen Bestandteile wie gekochter Leinsamen, Weizenkleie und Hafer liefern Schleimstoffe und Pektine, die sich schützend auf die Magenschleimhaut legen. Leinsamen unterstützt mit seinen schleimbildenden Eigenschaften gezielt die Regeneration der Schleimhaut.
Bei Pferden mit Gastritis steht die Futterqualität im Fokus. Verunreinigungen, Schimmel und minderwertige Bestandteile werden konsequent ausgeschlossen. Mehrere kleine Mahlzeiten und eine kontinuierliche Raufutteraufnahme sichern eine gleichmäßige Speichelproduktion und reduzieren die Säurebelastung im Magen.
Pferdehalter können zur Prävention von einer Gastritis beitragen, indem sie auf eine artgerechte Fütterung mit hochwertigem Raufutter, regelmäßige Futteraufnahme ohne lange Pausen, eine kontrollierte Futterqualität, eine stressarme Haltung, ausreichend Bewegung und regelmäßige Entwurmung achten.
Die folgende Auflistung zeigt Möglichkeiten zur Prävention von einer Gastritis bei Pferden.

Montag bis Freitag
Samstag
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9 - 12 Uhr
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Samstag
und
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10 - 12 Uhr
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17 - 18 Uhr
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