Grauer Star beim Pferd Nahaufnahme Auge

Grauer Star beim Pferd: Anzeichen & Behandlung 

Letztes Update am
15. Oktober 2026

Grauer Star ist eine ernstzunehmende Augenerkrankung, bei der sich die Augenlinse des Pferdes zunehmend eintrübt und das Sehvermögen bis hin zur Blindheit beeinträchtigt. Besonders ältere Pferde sind anfällig für Grauen Star.

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Inhaltsverzeichnis

Grauer Star ist eine ernstzunehmende Augenerkrankung, bei der sich die Augenlinse des Pferdes zunehmend eintrübt und das Sehvermögen bis hin zur Blindheit beeinträchtigt. Besonders ältere Pferde sind anfällig für Grauen Star.

Häufige Ursachen für Grauen Star beim Pferd sind altersbedingte Veränderungen der Linse, genetische Veranlagungen, Augenverletzungen oder chronische Entzündungen wie eine Uveitis. Typische Symptome eines an Grauem Star erkrankten Pferdes sind eine milchig-graue Trübung der Linse, unsicheres Verhalten, Probleme bei wechselnden Lichtverhältnissen und ein zunehmender Verlust der Sehkraft.

Bei Verdacht auf Grauen Star beim Pferd ist zeitnah ein Tierarzt oder eine Pferdeklinik aufzusuchen. Eine frühzeitige augenärztliche Untersuchung ist wichtig, um die Ursache der Linsentrübung festzustellen und mögliche Behandlungsoptionen zu prüfen. Um eine schnelle und gezielte Diagnose zu ermöglichen, sind die Veränderungen am Auge oder im Verhalten des Pferdes für den Tierarzt zu dokumentieren.

Die Pferdeklinik am Sorpesee unterstützt Pferde mit Grauem Star durch sorgfältige Diagnostik, individuelle Therapieplanung und umfassende tierärztliche Betreuung. Ziel ist eine frühzeitige Erkennung der Linsentrübung, um das Sehvermögen des Pferdes möglichst lange zu erhalten.

Der Artikel befasst sich mit dem Grauen Star bei Pferden und erläutert neben der Symptomatik auch die diagnostischen Verfahren sowie aktuelle Therapieansätze

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
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  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

Dies sind die Sprechzeiten unserer Rezeption.

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Was ist Grauer Star?

Grauer Star beim Pferd, auch Katarakt genannt, ist eine Augenerkrankung, bei der sich die Augenlinse eintrübt. Die Trübung verhindert, dass Licht ungehindert durch die Linse zur Netzhaut gelangt. Grauer Star führt bei Pferden zu einer Verschlechterung des Sehvermögens und in fortgeschrittenen Stadien zur Erblindung.

Die Augenlinse eines Pferdes ist durchsichtig. Sie bündelt einfallendes Licht und lenkt es auf die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges. Auf der Netzhaut entsteht ein scharfes Bild der Umgebung. Trübt sich die Linse ein, wird das Licht gestreut oder blockiert. Auf der Netzhaut entsteht kein klares Bild mehr. Das Pferd nimmt seine Umgebung zunehmend unscharf wahr, vergleichbar mit einem Blick durch einen Schleier.

Der Graue Star entwickelt sich beim Pferd in der Regel schleichend. Anfangs ist die Trübung oft gering und kaum sichtbar. Mit zunehmender Linsentrübung erkennen Pferde Gegenstände schlechter und reagieren unsicherer. Bei vollständiger Trübung der Linse nimmt das Pferd nur noch Hell-Dunkel-Unterschiede wahr oder es erblindet vollständig.

Je nach Lage der Linsentrübung unterscheidet man beim Pferd verschiedene Formen des Grauen Stars. Beim Rindenstar betrifft die Trübung nur die äußere Linsenrinde des Pferdeauges. Der Linsenkern bleibt klar, sodass das Sehvermögen des Pferdes häufig nur gering beeinträchtigt ist. Beim Kernstar befindet sich die Trübung im Linsenkern des Pferdes. Das einfallende Licht wird gestreut, wodurch das Pferd seine Umgebung deutlich verschwommen wahrnimmt. Beim Totalstar ist die gesamte Linse getrübt. Das Sehvermögen des Pferdes ist stark eingeschränkt oder vollständig verloren.

Grauer Star tritt beim Pferd einseitig oder beidseitig auf und hat verschiedene Ursachen. Besonders häufig entsteht die Erkrankung durch altersbedingte Veränderungen der Augenlinse. Mit zunehmendem Alter treten Linsentrübungen häufiger auf. Neben altersbedingten Veränderungen zählen genetische Veranlagungen, chronische Augenentzündungen, Augenverletzungen und Stoffwechselerkrankungen zu den Ursachen für Grauen Star beim Pferd.

Grauer Star zählt zu den häufigsten Augenerkrankungen bei Pferden und erfordert eine tierärztliche Abklärung, sobald Anzeichen am Auge oder am Sehvermögen auffallen.

Was sind die Anzeichen von Grauem Star beim Pferd?

Die wesentlichen Anzeichen von Grauem Star beim Pferd sind eine milchig-graue Trübung der Linse, unsicheres Verhalten, erhöhte Schreckhaftigkeit, Probleme bei wechselnden Lichtverhältnissen sowie eingeschränktes Sehvermögen. 

Typische Symptome von Grauem Star beim Pferd sind in der folgenden Liste zu finden.

  • Milchig-graue Trübung der Augenlinse: Beim Grauen Star verliert die Linse eines Pferdes ihre klare Struktur und wirkt milchig oder grau. Diese Trübung ist häufig eines der auffälligsten äußeren Merkmale der Erkrankung.
  • Unsicherheit und vermehrte Schreckhaftigkeit: Pferde mit Grauem Star reagieren sensibler auf Umweltreize und wirken im Alltag unsicherer. Insbesondere in ungewohnter Umgebung tritt eine erhöhte Schreckhaftigkeit auf.
  • Probleme bei wechselnden Lichtverhältnissen und Blendempfindlichkeit: Pferde mit Grauem Star haben häufig Schwierigkeiten, sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Betroffene Tiere sehen bei Dämmerung oder in dunklen Bereichen schlechter und reagieren empfindlicher auf helles Licht oder Blendung.
  • Eingeschränktes Sehvermögen: Mit zunehmender Linsentrübung verschlechtert sich die Sehkraft. In fortgeschrittenen Stadien des Grauen Stars erkennen Pferde nur noch Umrisse und Helligkeitsunterschiede.
  • Vermehrtes Blinzeln: Einige Pferde mit Grauem Star kneifen aufgrund ihrer erhöhten Lichtempfindlichkeit die Augen zusammen oder blinzeln häufiger. 
  • Augenausfluss: Bei Pferden mit Grauem Star kommt es manchmal zu vermehrtem Tränenfluss oder Augenausfluss. Der Augenausfluss ist ein Hinweis auf eine zusätzliche Reizung des Auges.
  • Veränderte Pupillenweite: Durch den Grauen Star erweitert sich beim Pferd die Pupille ungewöhnlich oder erscheint verändert. Die Veränderungen weisen auf eine gestörte Anpassung des Auges an die Lichtverhältnisse hin.
  • Anstoßen an Gegenstände: Aufgrund ihres eingeschränkten Sehvermögens stoßen Pferde mit Grauem Star gelegentlich gegen Gegenstände. 
  • Häufiges Kopfschütteln: Pferde mit grauem Star schütteln wiederholt den Kopf. Das Verhalten kann auf eine Sehbeeinträchtigung oder eine Reizung im Augenbereich hinweisen.

Bei Verdacht auf Grauen Star beim Pferd ist schnelles Handeln wichtig.

Was kann man gegen Grauen Star beim Pferd tun?

Gegen Grauen Star beim Pferd kann man eine tierärztliche Untersuchung veranlassen. Veränderungen der Augenlinse lassen sich nur durch eine augenärztliche Untersuchung sicher beurteilen. Der Tierarzt stellt fest, ob tatsächlich ein Grauer Star vorliegt und wie stark das Sehvermögen bereits beeinträchtigt ist.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen der Augen helfen, Grauen Star beim Pferd frühzeitig zu erkennen. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Linsentrübung und dem Sehvermögen des Pferdes. In frühen oder milden Fällen von Grauem Star bei Pferden erfolgt häufig eine konservative Betreuung mit regelmäßigen Kontrollen des Auges. Bei stark eingeschränktem Sehvermögen ist eine Operation zu erwägen. 

Die Diagnose bildet die Grundlage, um einem Pferd mit Grauem Star zu helfen.

Wie werden Katarakte bei Pferden diagnostiziert?

Katarakte werden bei Pferden durch eine augenärztliche Untersuchung durch den Tierarzt diagnostiziert. Ziel der Diagnostik ist es, die Linsentrübung sicher zu erkennen, das Ausmaß der Sehbeeinträchtigung zu beurteilen und mögliche Ursachen der Erkrankung abzuklären.

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese und eine allgemeine klinische Untersuchung. Der Tierarzt erfragt zunächst Veränderungen im Verhalten des Pferdes sowie Sehprobleme oder vorausgegangene Augenerkrankungen. 

Zur Diagnose von Grauem Star bei Pferden ist eine umfassende ophthalmologische Untersuchung beider Augen erforderlich. Unter gezielter Beleuchtung werden Lidstellung, Bindehaut, Hornhaut, Kammerwasser, Iris und Linse beurteilt. Lupenbrillen oder eine Handspaltlampe ermöglichen eine detaillierte Untersuchung der einzelnen Augenstrukturen. Der Augenhintergrund mit Netzhaut und Sehnerv wird mittels direkter und indirekter Ophthalmoskopie untersucht. Häufig erfolgt zuvor eine medikamentöse Pupillenerweiterung, um die hinteren Abschnitte des Auges beim Pferd besser darzustellen.

Eine Ultraschalluntersuchung des Auges ist eine geeignete Methode, um innere Augenstrukturen zu beurteilen, insbesondere wenn die Linse des Pferdes bereits stark getrübt ist und der Blick auf den Augenhintergrund eingeschränkt bleibt.

Mithilfe eines Elektroretinogramms (ERG) wird die Funktionsfähigkeit der Netzhaut bei Pferden überprüft, indem die elektrischen Signale der Netzhaut gemessen werden. Die Untersuchung ist wichtig, um zu entscheiden, ob eine operative Behandlung bei Grauem Star möglich ist.

Die Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks) dient dazu, ein Glaukom oder Entzündungen, die ebenfalls zu Sehproblemen beim Pferd führen, auszuschließen. Bei Verdacht auf einen Grauen Star gehört sie oft zur allgemeinen Augenuntersuchung.

Regelmäßige Augenuntersuchungen beim Tierarzt unterstützen eine frühzeitige Erkennung von Veränderungen der Augenlinse und ermöglichen eine rechtzeitige Behandlung.

Wie läuft die Behandlung von Grauem Star bei Pferden ab?

Eine Heilung des Grauen Stars bei Pferden ist nur durch einen operativen Eingriff möglich, bei dem die getrübte Augenlinse durch eine künstliche Augenlinse ersetzt wird. Durch Medikamente oder Augentropfen kann die Trübung nicht rückgängig gemacht werden.

1. Konservative Behandlung 

In frühen Stadien von Grauem Star beim Pferd erfolgt eine konservative Behandlung zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Entzündungshemmende Medikamente reduzieren begleitende Entzündungen oder Infektionen, die die Linsentrübung verschlimmern. Pupillenerweiternde Augentropfen sorgen dafür, dass mehr Licht auf die Netzhaut fällt und das Sehvermögen vorübergehend verbessert wird.

2. Grauer Star Operation

Bei fortgeschrittenem Grauen Star stellt eine Operation die wirksamste Behandlung für Pferde dar. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Die getrübte Linse wird mithilfe eines Ultraschallverfahrens, der sogenannten Phakoemulsifikation, zerkleinert und abgesaugt.

Teile der äußeren Linsenkapsel des Pferdes bleiben bei der Grauer-Star-Operation erhalten, um die Stabilität des Auges zu sichern. Anschließend erfolgt das Einsetzen einer künstlichen Linse, die das Sehvermögen des Pferdes verbessert.

Ältere Pferde sind häufiger von Grauem Star betroffen, da altersbedingte Veränderungen der Linse eine der Hauptursachen darstellen. Vor einer möglichen Operation erfolgt eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko. Da das Narkoserisiko mit zunehmendem Alter steigt, spielt der allgemeine Gesundheitszustand des Pferdes eine wichtige Rolle bei der Therapieentscheidung.

3. Nachsorge

Nach einer Katarakt-Operation beim Pferd erfolgen mehrere Kontrolluntersuchungen sowie eine medikamentöse Nachbehandlung .Ziel ist die Kontrolle von Entzündungen und die Unterstützung der Heilung des Auges. Die Erfolgsrate der Grauen Star Operation beim Pferd ist hoch. 

Behandlung von Pferden mit Grauem Star in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Diagnostik und Behandlung von Augenerkrankungen wie Grauem Star beim Pferd gehört zum breiten Leistungsspektrum der Pferdeklinik am Sorpesee. Bei Verdacht auf einen Katarakt erfolgt bei Pferden eine gründliche tierärztliche Untersuchung, um Ursache, Ausmaß der Erkrankung und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu beurteilen.

Die erste Abklärung von Augenerkrankungen beim Pferd erfolgt entweder direkt in der Pferdeklinik am Sorpesee oder über die Fahrpraxis im heimischen Stall. In der Klinik stehen ruhige und geräumige Behandlungsräume für eine sorgfältige Augenuntersuchung zur Verfügung. Erste Untersuchungen erfolgen bei Bedarf auch direkt im Stall. Für die Außenpraxis stehen den Tierärzten sieben vollständig ausgestattete Praxisfahrzeuge zur Verfügung. Unsere mobile Fahrpraxis ermöglicht eine zeitnahe Terminvergabe im gesamten Praxisgebiet sowie die Aufrechterhaltung einer 24-Stunden-Bereitschaft.

Zur Diagnostik eines Grauen Stars beim Pferd nutzt die Pferdeklinik am Sorpesee moderne ophthalmologische Untersuchungsmethoden. Wir beurteilen beide Augen systematisch auf Veränderungen der Linse, der Pupillenreaktion, des Augenhintergrunds sowie des Sehvermögens des Pferdes. Ziel unserer Untersuchung ist es, das Ausmaß der Linsentrübung festzustellen und andere Augenerkrankungen beim Pferd auszuschließen.

Auf Grundlage unserer klinischen Untersuchung bei Grauem Star beim Pferd erstellt das tierärztliche Team der Pferdeklinik am Sorpesee einen individuellen Therapieplan. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Linsentrübung und den verfügbaren therapeutischen Möglichkeiten. Reichen konservative Maßnahmen nicht aus, führt die Pferdeklinik am Sorpesee chirurgische Eingriffe am erkrankten Auge des Pferdes durch. Eine Operation bei Grauem Star erfolgt im modernen Operationssaal unter Inhalationsnarkose und kontinuierlicher Überwachung.

Pferde mit schweren Augenerkrankungen oder nach chirurgischen Eingriffen werden in der Pferdeklinik am Sorpesee stationär aufgenommen und medizinisch betreut. Für die Unterbringung stehen helle, großzügige Boxen zur Verfügung, teilweise mit Kameraüberwachung. Das Klinikteam übernimmt die kontinuierliche Überwachung und Versorgung rund um die Uhr.

Was können Pferdehalter zur Prävention von Grauem Star tun?

Zur Prävention von Grauem Star beim Pferd kann man nur begrenzt Maßnahmen ergreifen, da die Erkrankung häufig altersbedingt entsteht. Chronische Augenentzündungen erhöhen das Risiko einer Linsentrübung, sodass jede Augenentzündung ernst zu nehmen und von einem Tierarzt untersucht werden sollte. Der Schutz vor UV-Strahlung und Verletzungen ist ebenfalls wichtig, aber eine vollständige Vorbeugung gegen die Linsentrübung ist bei Pferden nicht möglich.

Besonders ältere Pferde haben ein erhöhtes Risiko für Grauen Star. Mit zunehmendem Alter verändert sich die Struktur der Augenlinse, wodurch Linsentrübungen häufiger auftreten. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen der Augen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine bessere Einschätzung des Verlaufs des Grauen Stars. 

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