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Hufgeschwür beim Pferd: Symptome, Behandlung & Kosten

Letztes Update am
15. September 2026

Ein Hufgeschwür beim Pferd ist eine eitrige, sehr schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut. Beim Pferd sammelt sich Eiter in der festen Hornkapsel und erzeugt Druck auf das empfindliche Gewebe. Häufige Ursachen sind kleine Verletzungen, Fremdkörper, Druckbelastungen, mangelhafte Hufpflege oder unpassender Beschlag.

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Inhaltsverzeichnis

Ein Hufgeschwür beim Pferd ist eine eitrige, sehr schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut. Beim Pferd sammelt sich Eiter in der festen Hornkapsel und erzeugt Druck auf das empfindliche Gewebe. Häufige Ursachen sind kleine Verletzungen, Fremdkörper, Druckbelastungen, mangelhafte Hufpflege oder unpassender Beschlag.

Ein Hufgeschwür beim Pferd zeigt sich typischerweise durch starke Schmerzen und eine oft plötzlich auftretende Lahmheit. Das Pferd entlastet den betroffenen Huf. Bei stärkeren Hufgeschwür-Verläufen treten bei Pferden eine verstärkte Pulsation an der Fessel, Schwellungen oder Fieber auf.

Bei Verdacht auf ein Hufgeschwür beim Pferd gehört der betroffene Huf zeitnah tierärztlich untersucht. Bis zur tierärztlichen Abklärung wird das Pferd geschont und der Huf sauber gehalten. Starke Schmerzen, hochgradige Lahmheit, deutliche Schwellungen, Fieber, ein gestörtes Allgemeinbefinden oder der Verdacht auf eine tief reichende Entzündung sprechen für eine sofortige tierärztliche Abklärung. Unbehandelt breitet sich die Infektion im Hufinneren weiter aus und schädigt im ungünstigen Verlauf tiefere Hufstrukturen bis zum Hufbein. Schwere Hufgeschwür-Infektionen bergen bei Pferden zudem das Risiko einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung.

In der Pferdeklinik am Sorpesee erhalten Pferde mit Hufgeschwür eine umfassende Diagnostik und Behandlung. Unser Leistungsspektrum reicht von der Lahmheitsuntersuchung und bildgebenden Diagnostik über die mobile Fahrpraxis bis zur chirurgischen Versorgung und Nachsorge.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
  • Telefax: 02933/9021929
  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

Dies sind die Sprechzeiten unserer Rezeption.

  • Montag bis Freitag 8:00-18:00 
  • Samstag 9:00-12:00 
  • Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht mit den Besuchszeiten gleichzusetzen.

Dies sind unsere Besuchszeiten.

  • Montag bis Freitag 10:00-18:00 
  • Samstag 10:00-12:00 17:00-18:00
  • Sonn- und Feiertags 9:00-10:00 17:00-18:00

Was ist ein Hufgeschwür?

Ein Hufgeschwür beim Pferd ist eine sehr schmerzhafte, eitrige Entzündung im Bereich der Huflederhaut, bei der sich Eiter innerhalb der Hornkapsel ansammelt. Da die feste Hornkapsel den Eiterabfluss verhindert, entsteht schmerzhafter Druck auf das empfindliche Gewebe und der Entzündungsherd breitet sich im Huf aus.

Bei einem Hufgeschwür beim Pferd gelangen Bakterien durch kleinste Defekte in die Hufkapsel und lösen eine lokale Entzündungsreaktion aus. Die Hufkapsel besteht aus Hufwand, Sohle und Strahl und umschließt die Huflederhaut, die das Hufhorn mit den inneren Strukturen des Hufes verbindet. Im Zuge der Immunreaktion entsteht aus abgestorbenem Gewebe, weißen Blutkörperchen und Bakterien das eitrige Entzündungssekret.

Ein Hufgeschwür beim Pferd sucht sich im weiteren Verlauf einen Weg durch das angrenzende Horn, das durch den Entzündungsprozess geschädigt und teilweise zersetzt wird. Häufig öffnet sich der Entzündungsherd am Kronrand und der Eiter tritt aus. Dringt die Entzündung tiefer in den Huf vor, sind im ungünstigen Verlauf Strukturen in der Nähe des Hufbeins betroffen.

Hufgeschwür und Hufabszess beim Pferd gelten im allgemeinen Sprachgebrauch meist als Synonyme. Genauer bezeichnet der Hufabszess die Eiteransammlung im Huf, während beim Hufgeschwür die bakterielle Zersetzung des Hufhorns im Vordergrund steht.

Die Ursachen von einem Hufgeschwür sind bei Pferden vielfältig und unterscheiden sich je nach Zustand des Hufs, Belastung und individuellen Voraussetzungen des Pferdes. 

Was sind die Ursachen von einem Hufgeschwür bei Pferden?

Die Ursachen von einem Hufgeschwür bei Pferden sind vielfältig und reichen von Verletzungen und Fremdkörpern über fehlerhafte Hufpflege, ungeeigneten Beschlag und Fehlstellungen bis zu geschwächtem Hufhorn, mangelhafter Stallhygiene, der Umstellung auf Barhuf oder einer früheren Hufrehe.

In der folgenden Liste finden Sie die Ursachen von Hufgeschwüren bei Pferden.

  • Verletzungen und Fremdkörper: Verletzungen zählen zu den typischen Ursachen für ein Hufgeschwür beim Pferd. Eingetretene Steine, Nägel, Kronentritte, Ballentritte oder andere kleine Wunden öffnen die schützende Hornkapsel und schaffen eine Eintrittspforte für Bakterien. Kleine Verletzungen am Huf werden häufig erst bemerkt, wenn sich daraus bereits ein Hufgeschwür beim Pferd entwickelt hat und die ursprüngliche Wunde verheilt ist.
  • Fehlerhafte oder unzureichende Hufpflege: Eine unregelmäßige oder unsachgemäße Hufpflege begünstigt ein Hufgeschwür beim Pferd, weil Unebenheiten und übermäßig gewachsene Hornbereiche die Druckverteilung im Huf verändern. Besonders unter stark ausgeprägten Eckstreben und vor der Strahlspitze entstehen Bereiche, in denen Bakterien das Hufhorn zersetzen. Bei wiederkehrenden Hufgeschwüren liegt die Ursache häufig in der Hufpflege.
  • Ungeeigneter Hufbeschlag: Ein ungeeigneter Hufbeschlag erhöht beim Pferd das Risiko für ein Hufgeschwür durch dauerhaften Druck oder direkte Verletzungen der Huflederhaut. Zu enge Hufeisen, ungünstig gesetzte Nägel, Nageldruck oder ein Nagelstich beeinträchtigen das Gewebe und erleichtern das Eindringen von Bakterien.
  • Stumpfes Trauma: Ein stumpfes Trauma löst beim Pferd ein Hufgeschwür aus, wenn die Huflederhaut durch Anstoßen, einen Tritt gegen die Hufwand oder eine starke punktuelle Belastung geschädigt wird. Harte Böden und kleine Steine erhöhen den lokalen Druck auf die vergleichsweise dünne Hornsohle und belasten die darunterliegende Lederhaut.
  • Huffehlstellungen: Huffehlstellungen begünstigen beim Pferd ein Hufgeschwür durch eine ungleichmäßige Belastung und Abnutzung des Hufhorns. Dauerhaft ungünstige Druckverhältnisse schädigen die Hufstrukturen und fördern kleine Defekte, über die Bakterien eindringen.
  • Geschwächte Hornqualität: Trockenes, rissiges oder sehr weiches Hufhorn erhöht beim Pferd das Risiko für ein Hufgeschwür, weil die natürliche Schutzfunktion der Hornkapsel beeinträchtigt ist. 
  • Mangelhafte Stallhygiene: Eine mangelhafte Stallhygiene begünstigt beim Pferd die Entstehung eines Hufgeschwürs. Steht das Pferd längere Zeit auf verschmutzten Böden, greift insbesondere Ammoniak aus Pferdemist das Sohlenhorn an. Das Hufhorn bietet Bakterien weniger Schutz vor dem Eindringen in den Huf.
  • Umstellung auf Barhuf: Während der Umstellung auf Barhuf tritt beim Pferd gelegentlich ein Hufgeschwür auf, weil sich Hufhorn und Belastungsverhältnisse an die neue Situation anpassen. Geschädigtes Horn oder Gewebe wird im Zuge der Hornneubildung teilweise abgestoßen.
  • Vorangegangene Hufrehe: Eine frühere Hufrehe begünstigt beim Pferd die Entstehung eines Hufgeschwürs, da die Erkrankung die Huflederhaut und die Verbindung innerhalb der Hornkapsel geschädigt haben kann. Die veränderten Strukturen reagieren empfindlicher auf Druckbelastungen und weitere Entzündungsprozesse.

Kann ein Hufgeschwür von alleine heilen?

Ein Hufgeschwür kann von alleine heilen, wenn sich der Eiterherd öffnet und der Eiter vollständig abfließen kann. Bei einem unkomplizierten Verlauf regenerieren Horn und Gewebe ohne weitere Folgen. Breitet sich das Hufgeschwür im Hufinneren aus, drohen beim Pferd Schäden an Huflederhaut, Hufhorn und Hufbein.

Ein Hufgeschwür beim Pferd verursacht häufig starke Schmerzen und erfordert zeitnahes Handeln. Bleibt die Infektion unbehandelt oder breitet sie sich weiter aus, drohen Schäden an tieferen Hufstrukturen und im schlimmsten Fall eine lebensbedrohliche Blutvergiftung.

Was sind die Symptome von einem Hufgeschwür bei Pferden?

Typische Symptome eines Hufgeschwürs beim Pferd sind starke Schmerzen, plötzlich auftretende Lahmheit und eine deutliche Entlastung des betroffenen Hufs. Häufig kommen Überwärmung und eine verstärkte Pulsation hinzu. Bei schweren Hufgeschwür-Verläufen treten Schwellungen, Fieber, Appetitverlust oder Eiteraustritt auf.

Die folgende Liste zeigt die Symptome, die auf ein Hufgeschwür bei Pferden hinweisen.

  • Schmerzen: Starke Schmerzen gehören zu den typischsten Symptomen eines Hufgeschwürs beim Pferd. Schmerzen entstehen bei einem Hufgeschwür, sobald der Eiterherd Druck auf die empfindliche und stark innervierte Huflederhaut ausübt. 
  • Lahmheit: Eine starke Lahmheit ist ein häufiges Symptom bei einem Hufgeschwür beim Pferd. Lahmheit tritt bei Pferden mit einem Hufgeschwür plötzlich auf und zeigt sich besonders während der Belastung des betroffenen Beins. 
  • Entlastung des Hufs: Die Entlastung des betroffenen Hufs ist bei einem Hufgeschwür beim Pferd eine Reaktion auf die starken Schmerzen. Das Pferd stellt das Bein häufig nach vorne, belastet den Huf ungleichmäßig oder tritt nur mit bestimmten Bereichen auf. Liegt das Hufgeschwür beispielsweise im vorderen Hufbereich, erfolgt die Belastung teilweise verstärkt über die Trachten. Bei starken Hufgeschwüren liegen die betroffenen Pferde häufiger als gewöhnlich.
  • Überwärmung des Hufs: Eine deutliche Erwärmung des Hufs tritt bei einem Hufgeschwür beim Pferd infolge der lokalen Entzündungsreaktion auf. Beim Vergleich mit den übrigen Hufen fühlt sich der betroffene Huf häufig deutlich wärmer an.
  • Verstärkte Pulsation: Eine verstärkte Pulsation ist bei einem Hufgeschwür beim Pferd häufig im Bereich der Fessel beziehungsweise an den Zehenarterien tastbar. Das deutlich wahrnehmbare Pochen entsteht durch die verstärkte Durchblutung des entzündeten Gewebes.
  • Schwellung: Eine Schwellung tritt bei einem Hufgeschwür beim Pferd vor allem bei stärkeren oder fortgeschrittenen Entzündungen auf. Betroffen sind je nach Ausprägung die Hufkrone, die Fessel oder der gesamte untere Bereich der Gliedmaße.
  • Eiteraustritt: Sichtbarer Eiteraustritt weist bei einem Hufgeschwür beim Pferd darauf hin, dass sich der Eiterherd nach außen geöffnet hat. Der Austritt erfolgt häufig im Bereich des Kronrands oder Ballens.
  • Appetitverlust: Verminderter Appetit tritt bei einem stark schmerzhaften Hufgeschwür beim Pferd gelegentlich auf. Das Pferd frisst aufgrund der ausgeprägten Beschwerden weniger oder verweigert das Futter vollständig.
  • Fieber: Fieber gehört bei einem Hufgeschwür beim Pferd zu den seltenen Symptomen und tritt vor allem bei einer ausgeprägten oder fortgeschrittenen Entzündungsreaktion auf. In Verbindung mit starken Schmerzen, deutlicher Schwellung oder reduziertem Allgemeinbefinden spricht Fieber für einen schweren Krankheitsverlauf.

Je früher die Symptome eines Hufgeschwürs beim Pferd erkannt werden, desto gezielter lässt sich die Behandlung einleiten und der schmerzhafte Druck im Huf entlasten.

Hufgeschwür-Behandlung bei Pferden

Die Hufgeschwür-Behandlung beim Pferd umfasst Diagnostik, Reifung und Eröffnung des Eiterherds, Reinigung und Schutz der Wunde sowie bei Bedarf Medikamente und Schonung. Regelmäßige Nachkontrollen begleiten die Heilung, bis sich die Öffnung geschlossen hat und der Huf wieder belastbar ist.

Folgende nummerierte Liste zeigt den Ablauf der Hufgeschwür-Behandlung bei Pferden.

1. Diagnostik

Zu Beginn der Hufgeschwür Behandlung beim Pferd untersucht der Tierarzt den betroffenen Huf und prüft typische Befunde wie Lahmheit, Überwärmung und verstärkte Pulsation. Trägt das Pferd ein Hufeisen, wird dieses für die weitere Untersuchung entfernt. 

Auffälligkeiten an den Hufnägeln, wie etwa ein eitriger Geruch, liefern dem Tierarzt Hinweise auf die Lage des Hufgeschwürs beim Pferd und zeigen einen möglichen Zusammenhang mit der Vernagelung.

Zur Lokalisation des Hufgeschwürs beim Pferd nutzt der Tierarzt oder Hufschmied eine Hufzange und übt gezielt Druck auf verschiedene Bereiche von Sohle, Strahl und Ballen aus. Reagiert das Pferd mit Zucken oder Wegziehen des Hufs, lässt sich die Lage des schmerzhaften Entzündungsherds eingrenzen.

Bei unklarem Befund oder Verdacht auf tiefere Veränderungen ergänzt eine Röntgenuntersuchung die Diagnostik des Hufgeschwürs beim Pferd. Die Röntgenuntersuchung dient dazu, andere Ursachen der Lahmheit wie Nageltritt, Bruch, Haarriss oder Hufrehe auszuschließen sowie die Ausdehnung des Hufgeschwürs und eine mögliche Beteiligung des Hufbeins zu beurteilen.

2. Reifung des Hufgeschwürs

Die Reifung eines Hufgeschwürs beim Pferd wird unterstützt, wenn der Eiterherd noch nicht ausreichend ausgereift ist und sich noch nicht gezielt öffnen lässt. Ein feuchter Hufverband fördert die weitere Entwicklung des Geschwürs und bereitet den Huf auf die Entleerung des Eiterherds vor.

Wärme und Feuchtigkeit weichen das Hufhorn des Pferdes auf und erleichtern die Bildung eines Abflusswegs für den Eiter. Für die Behandlung kommen beispielsweise Angussverbände mit Wasser oder einem Antiseptikum zum Einsatz. Der Verband wird regelmäßig feucht gehalten und so angelegt, dass weder Huf noch Fessel beim Pferd eingeschnürt werden.

Während der Reifung des Hufgeschwürs bleibt der schmerzhafte Druck im Huf bestehen. Bei deutlicher Lahmheit und starken Schmerzen wird das Pferd geschont, bis sich der Eiterherd öffnet.

3. Eröffnung und Entleerung

Die Eröffnung und Entleerung eines Hufgeschwürs beim Pferd erfolgt, sobald der Eiterherd eindeutig lokalisiert und ausreichend ausgereift ist. Bei oberflächlicher Lage des Hufgeschwürs reicht es bei Pferden meist, die darüberliegende Hornschicht vorsichtig mit einem Hufmesser abzutragen, bis der Eiter abfließt. 

Wenn der Entzündungsherd bei einem Hufgeschwür beim Pferd tiefer im Huf liegt, wird gegebenenfalls eine trichterförmige Öffnung angelegt, um einen ausreichenden Abfluss zu ermöglichen.

Bei der Eröffnung des Hufgeschwürs werden beim Pferd vorhandene Fremdkörper entfernt und alle erreichbaren Infektionsherde vollständig entleert. Gesundes Hufhorn bleibt dabei möglichst erhalten, da ein unnötig tiefes Ausschneiden den Huf zusätzlich schädigt und die Heilung verzögert. 

Nach der Entleerung des Hufgeschwürs beim Pferd lässt der schmerzhafte Druck auf die Huflederhaut häufig unmittelbar nach und das Pferd zeigt oftmals eine deutliche Erleichterung. 

4. Reinigung und Schutz der Öffnung

Nach der Entleerung umfasst die Behandlung von Hufgeschwüren beim Pferd die gründliche Reinigung und Desinfektion der entstandenen Öffnung. Ein desinfizierter bzw. steriler Tupfer schützt die Wunde nach dem Entleeren des Hufgeschwürs vor Schmutz, Bakterien und Fremdkörpern. 

Über die gereinigte Öffnung des Hufgeschwürs wird beim Pferd je nach Befund ein trockener Hufverband oder ein spezieller Krankenschuh angelegt. Der Verband wird regelmäßig erneuert, bis sich die Öffnung des Hufgeschwürs von innen schließt und neues Horn gebildet hat. Liegt die Huflederhaut frei, schützt ein geeigneter Druckverband das empfindliche Gewebe vor Belastung und schmerzhaften Quetschungen.

5. Schmerzmittel und weitere Medikamente

Die medikamentöse Behandlung eines Hufgeschwürs beim Pferd richtet sich nach Befund und Verlauf. Der Tierarzt setzt bei Bedarf Schmerzmittel beziehungsweise entzündungshemmende Medikamente zur Linderung der Beschwerden ein. 

Antibiotika werden bei einem Hufgeschwür beim Pferd vor allem bei einer weiterreichenden bakteriellen Infektion eingesetzt, um die Ausbreitung der Erreger zu begrenzen.

6. Schonung und kontrollierte Belastung

Während der akuten Behandlung eines Hufgeschwürs beim Pferd richtet sich die Schonung nach der Stärke der Schmerzen und dem Ausmaß der Entzündung. Ziel ist es, den betroffenen Huf zu entlasten und zusätzliche Belastungen während der Heilungsphase zu vermeiden.

Bei starken Beschwerden durch ein Hufgeschwür kommt für das Pferd vorübergehend Boxenruhe infrage. Nach Abklingen der akuten Entzündung schützt ein Hufverband die behandelte Stelle bei Bewegung. Falls ein Beschlag erforderlich ist, kommen während der Heilungsphase spezielle Lösungen wie ein Hufeisen mit Lederplatte infrage.

7. Nachkontrolle 

Die Hufgeschwür-Behandlung beim Pferd endet erst, wenn die Öffnung ausreichend verheilt und der Huf wieder belastbar ist. Regelmäßige Kontrollen durch Tierarzt oder Hufschmied überprüfen den Heilungsverlauf und erkennen erneute Entzündungen oder andere Komplikationen frühzeitig. 

Hufgeschwür-Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Behandlung eines Hufgeschwürs in der Pferdeklinik am Sorpesee beginnt mit der gezielten Lokalisation der Schmerzursache. Je nach Befund folgen digitales Röntgen, die Versorgung des betroffenen Hufs, bakteriologische Untersuchungen und bei tiefen oder komplizierten Hufgeschwüren eine chirurgische Behandlung.

Bei einem Hufgeschwür beim Pferd steht bei uns eine schnelle und gezielte Untersuchung im Vordergrund, da die Erkrankung häufig mit starken Schmerzen und einer ausgeprägten Lahmheit verbunden ist. Bei einem akuten Hufgeschwür beim Pferd ist unser Notdienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Pferdehalter erhalten bei uns auch außerhalb der regulären Sprechzeiten schnelle tierärztliche Unterstützung.

Unsere Fahrpraxis untersucht das Pferd direkt am Stall. Fünf vollständig ausgestattete Praxiswagen ermöglichen vor Ort eine digitale Röntgenuntersuchung des Hufs zur Beurteilung unklarer oder tief liegender Veränderungen der inneren Hufstrukturen.

Auf unserem Klinikgelände stehen mehrere Behandlungsräume mit Untersuchungsständen für die weiterführende Diagnostik und Therapie des Hufgeschwürs beim Pferd zur Verfügung. Das großzügige Klinikareal und moderne Medizintechnik ermöglichen eine umfassende Abklärung komplexer Befunde in ruhiger Umgebung. Zur Untersuchung gehören unter anderem Adspektion und Palpation der Gliedmaßen sowie Beugeproben. Bei nicht eindeutig lokalisierbaren Schmerzen stehen diagnostische Anästhesien zur Verfügung, mit denen sich der betroffene Bereich genauer eingrenzen lässt.

Erfordert ein tief liegendes oder kompliziertes Hufgeschwür beim Pferd eine operative Versorgung, gehören Huf-Operationen zum chirurgischen Leistungsspektrum der Pferdeklinik am Sorpesee. Unsere Eingriffe erfolgen in einem modernen Operationsbereich unter Inhalationsnarkose und kontinuierlicher Überwachung.

Bei komplizierten oder hartnäckigen Infektionen im Zusammenhang mit einem Hufgeschwür beim Pferd unterstützt unser hauseigenes Labor die weitere Behandlung. Wir führen bei wiederkehrenden Hufgeschwüren unter anderem bakteriologische Untersuchungen und Antibiogramme durch. Auf dieser Grundlage lässt sich bei entsprechender Indikation gezielt beurteilen, welches Antibiotikum für die Therapie des Hufgeschwürs infrage kommt.

Nach der Behandlung eines Hufgeschwürs spielt die weitere Hufgesundheit eine wichtige Rolle. Unser Team bietet Beratung zu Hufbearbeitung und Haltungsbedingungen an. Wie lange das Pferd nach einem Hufgeschwür lahmt, hängt vor allem von Größe, Tiefe und Heilungsverlauf des Entzündungsherds ab.

Wie lange ist ein Pferd lahm bei einem Hufgeschwür?

Bei einem Hufgeschwür ist ein Pferd meist einige Tage bis mehrere Wochen lahm. Nach dem Öffnen des Eiterherds bessert sich die Lahmheit häufig, sobald der schmerzhafte Druck beim Pferd nachlässt. Bis das Pferd nach einem Hufgeschwür wieder vollständig belastbar ist, braucht das geschädigte Gewebe Zeit zur Heilung.

Wie lange die Lahmheit bei einem Hufgeschwür beim Pferd anhält, hängt vor allem von der Ausdehnung des Eiterherds und der entstandenen Öffnung im Huf ab. Kleine, oberflächliche Hufgeschwüre heilen meist schneller ab als tiefe oder großflächige Entzündungsherde. Bis der entstandene Riss oder das Loch wieder ausreichend verhornt ist, vergehen mehrere Wochen.

Ein Hufgeschwür beim Pferd führt nicht automatisch über den gesamten Heilungszeitraum zu starker Lahmheit. Viele Pferde laufen nach der ersten Hufgeschwür-Behandlung deutlich besser, sobald der Eiter abgeflossen ist. Bei empfindlichem oder noch schmerzhaftem Gewebe bleibt eine Restlahmheit teilweise beim Pferd länger bestehen.

Bei einem komplizierten Hufgeschwür beim Pferd verlängert sich die Lahmheit deutlich. Bricht der Eiter am Kronrand durch oder sind tiefere Strukturen bis zum Hufbein betroffen, verläuft die Heilung langwieriger. In schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung in einer Pferdeklinik erforderlich.

Die Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt ist deshalb wichtig, um zu beurteilen, wann das Hufgeschwür ausreichend abgeheilt ist und das Pferd den betroffenen Huf wieder vollständig belasten und geritten werden darf. 

Was kostet die Behandlung eines Hufgeschwürs bei Pferden?

Die Behandlung eines Hufgeschwürs bei Pferden kostet unterschiedlich viel und richtet sich nach dem Umfang der notwendigen Diagnostik, der Lage und Tiefe des Hufgeschwürs, dem Behandlungsaufwand sowie möglichen Folgebehandlungen.

Der Gesamtpreis für die Behandlung eines Hufgeschwürs beim Pferd setzt sich aus den Kosten für die tierärztliche Untersuchung und Behandlung sowie die anschließende Versorgung des Hufs zusammen. Hinzu kommen mögliche Kosten für Verbandsmaterial, Medikamente und Kontrolltermine. Bei tief liegenden oder komplizierten Hufgeschwüren erhöhen zusätzliche Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen die Kosten.

Je nach Tarif übernimmt eine Pferdekrankenversicherung einen Teil oder die gesamten Kosten der Behandlung eines Hufgeschwürs beim Pferd. Umfang und Voraussetzungen der Kostenübernahme richten sich nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag.

In der Pferdeklinik am Sorpesee erhalten Pferdehalter eine konkrete Einschätzung der Kosten für die Behandlung eines Hufgeschwürs beim Pferd.

Was kann man zur Prävention eines Hufgeschwürs beim Pferd tun?

Zur Prävention eines Hufgeschwürs beim Pferd gehören tägliche Hufkontrolle, regelmäßige Hufbearbeitung und gute Stallhygiene. Geeignete Bodenverhältnisse, bedarfsgerechte Fütterung und angepasste Bewegung unterstützen zusätzlich die Hufgesundheit und verringern das Risiko für Verletzungen und Infektionen.

Folgende Auflistung zeigt, welche Maßnahmen zur Prävention eines Hufgeschwürs beim Pferd beitragen und das Risiko für Verletzungen, Infektionen und Veränderungen des Hufhorns reduzieren.

  • Tägliche Hufkontrolle: Zur Prävention eines Hufgeschwürs beim Pferd gehören das tägliche Auskratzen der Hufe sowie die Kontrolle auf Steine, Fremdkörper, Risse, Dellen und kleine Verletzungen.
  • Regelmäßige Hufbearbeitung: Eine korrekte Hufbearbeitung durch einen Hufschmied unterstützt eine gleichmäßige Belastung des Hufs und hilft, Fehlstellungen, Druckstellen und Veränderungen der Hornqualität frühzeitig zu erkennen. Auf steinigem oder unebenem Gelände bieten Hufschuhe Schutz vor Verletzungen durch Fremdkörper.
  • Gute Stallhygiene: Eine gute Stallhygiene reduziert bei Pferden das Risiko für ein Hufgeschwür. Trockene Einstreu, regelmäßiges Entmisten und saubere Ausläufe schützen das Hufhorn vor dauerhafter Feuchtigkeit, Urin, Kot und hoher Keimbelastung.
  • Geeignete Bodenverhältnisse: Zur Prävention eines Hufgeschwürs beim Pferd sind möglichst trockene, ebene und wenig steinige Böden sinnvoll. Stark schlammige, sehr harte oder unebene Untergründe erhöhen die Belastung des Hufs und begünstigen kleine Verletzungen bei Pferden.
  • Bedarfsgerechte Fütterung: Eine ausgewogene Nährstoffversorgung durch eine bedarfsgerechte Fütterung unterstützt beim Pferd die Bildung von stabilem Hufhorn. Besonders die Versorgung mit Biotin, Zink und Kupfer spielt für die Hornqualität eine wichtige Rolle. Veränderungen der Hufqualität zeigen sich aufgrund des langsamen Hornwachstums erst nach längerer Zeit.
  • Bewegung: Regelmäßige, angepasste Bewegung unterstützt beim Pferd die natürliche Funktion der Hufe und fördert die Durchblutung der Huflederhaut. Unterschiedliche geeignete Untergründe setzen natürliche Belastungsreize und tragen zu einer gesunden Entwicklung und Stabilität des Hufhorns bei.
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Besuchszeiten

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Samstag
und

Sonn- u. Feiertags
und

10 - 18 Uhr
10 - 12 Uhr
17 - 18 Uhr

9 - 10 Uhr
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Wir möchten Sie bitten, sich beim Besuch stationärer Patienten vor Betreten des Stalles an der Rezeption anzumelden. Ist diese nicht besetzt, melden Sie sich bitte telefonisch an unter der Rufnummer:
02933 / 902 19 23

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