Hufpilz beim Pferd

Hufpilz beim Pferd: Was tun? – Ursachen, Symptome & Behandlung

Letztes Update am
24. August 2026

Ein Hufpilz beim Pferd ist eine infektiöse Erkrankung des Hufhorns, bei der vor allem Fadenpilze (häufig in Kombination mit Bakterien) die Hornsubstanz angreifen und zersetzen.  Der Hufpilz betrifft bei Pferden primär den inneren Anteil der Hufwand im Bereich der unpigmentierten Hornschicht nahe der weißen Linie.

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Inhaltsverzeichnis

Ein Hufpilz beim Pferd ist eine infektiöse Erkrankung des Hufhorns, bei der vor allem Fadenpilze (häufig in Kombination mit Bakterien) die Hornsubstanz angreifen und zersetzen.  Der Hufpilz betrifft bei Pferden primär den inneren Anteil der Hufwand im Bereich der unpigmentierten Hornschicht nahe der weißen Linie.

Die Erreger des Hufpilzes beim Pferd sind überwiegend keratinabbauende Dermatophyten, die die geschwächten Bereiche des Hufs als Eintrittspforte nutzen. Die Fadenpilze verwenden Keratin als Nährstoff und bauen die Hornsubstanz des Hufs schrittweise ab. In vielen Fällen liegt eine Mischinfektion vor, bei der Pilze gemeinsam mit Bakterien das Hufhorn zersetzen. 

Bleibt ein Hufpilz beim Pferd unbehandelt, wird das Horngewebe fortlaufend zersetzt, wodurch Struktur und Stabilität des Hufs zunehmend verloren gehen. Hufpilz wird beim Pferd vor allem durch feuchte und verschmutzte Haltungsbedingungen, mangelnde Hufpflege und Risse im Huf verursacht. Zu den häufigsten Hufpilz Symptomen beim Pferd zählen brüchiges, rissiges Hufhorn, unregelmäßige Defekte in der Hufwand, Hohlräume im Horn und ein muffiger Geruch. 

Eine frühzeitige Abklärung durch einen Tierarzt ist entscheidend, um das Ausmaß und die Tiefe des Hufpilzes beim Pferd einzuschätzen. Die Pferdeklinik am Sorpesee bietet eine präzise Diagnostik und eine gezielte Behandlung, um die Stabilität des Hufs zu gewährleisten und Folgeschäden bei Pferden zu verhindern.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
  • Telefax: 02933/9021929
  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

Dies sind die Sprechzeiten unserer Rezeption.

  • Montag bis Freitag 8:00-18:00 
  • Samstag 9:00-12:00 
  • Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht mit den Besuchszeiten gleichzusetzen.

Dies sind unsere Besuchszeiten.

  • Montag bis Freitag 10:00-18:00 
  • Samstag 10:00-12:00 17:00-18:00
  • Sonn- und Feiertags 9:00-10:00 17:00-18:00

Was tun bei dem Verdacht einer Hufpilz-Erkrankung beim Pferd?

Bei dem Verdacht einer Hufpilz-Erkrankung beim Pferd ist ein Termin beim Tierarzt wichtig, da sich die Infektion ohne Behandlung im Huf ausbreitet und zu Schmerzen und strukturellen Schäden führt.

Vor der tierärztlichen Behandlung ist es sinnvoll, wenn Pferdehalter die betroffenen Hufe gründlich reinigen, Schmutz entfernen und die Feuchtigkeit minimieren. Trockene und hygienische Haltungsbedingungen reduzieren die Ausbreitung des Hufpilzes. 

Eigenständige Behandlungsversuche mit Hausmitteln ohne vorherige tierärztliche Einschätzung erhöhen das Risiko, dass sich der Hufpilz auf tiefere Hufstrukturen bis hin zum Hufballen ausbreitet. Eine tierärztliche Diagnose bildet die Grundlage für eine vollständige und nachhaltige Behandlung von einem Hufpilz beim Pferd.

Die Ursachen für einen Hufpilz bei Pferden sind vielfältig und meist auf eine Kombination aus äußeren Einflüssen, Haltungsbedingungen und der individuellen Anfälligkeit der Hufe zurückzuführen.

Was sind die Ursachen für einen Hufpilz bei Pferden?

Die häufigsten Ursachen für einen Hufpilz bei Pferden sind Risse im Huf, dauerhafte Feuchtigkeit, mangelnde Hufpflege und schlechte Stallhygiene. Zu den weiteren Ursachen einer Hufpilz-Erkrankung bei Pferden zählen eine schlechte Hufqualität, Fehlstellungen, Bewegungsmangel und eine ungünstige Haltung.

Die folgende Liste enthält die wichtigsten Ursachen für einen Hufpilz bei Pferden.

  • Risse im Huf: Risse im Huf stellen beim Pferd den häufigsten Auslöser für einen Hufpilz dar, da sie als direkte Eintrittspforte für Erreger dienen. 
  • Feuchtigkeit: Dauerhafte Nässe ist ein Risikofaktor für einen Hufpilz beim Pferd, da das Hufhorn aufquillt, porös wird und seine Schutzfunktion verliert. Ein Hufpilz entwickelt sich besonders leicht in feuchtwarmen Milieus, in denen sich Mikroorganismen schnell vermehren.
  • Mangelnde Hufbearbeitung: Eine unregelmäßige oder fehlerhafte Bearbeitung der Hufe beim Pferd begünstigt die Bildung von einem Hufpilz, da instabile Strukturen und Risse entstehen. 
  • Schlechte Stallhygiene: Verschmutzte und feuchte Haltungsbedingungen beim Pferd stellen einen weiteren Auslöser für einen Hufpilz dar. Durch den Kontakt mit Kot und Urin wird ein Hufpilz beim Pferd begünstigt, da diese das Hufhorn angreifen und ein Milieu schaffen, das das Wachstum von Pilzen fördert.
  • Schlechte Hufqualität: Ein Hufpilz tritt bei Pferden häufiger auf, wenn das Hufhorn von Natur aus von schlechter Qualität ist. Weiche, brüchige Hufe bieten weniger Widerstand gegen Erreger.
  • Öffnungen in der Hufwand: Ein weiterer Risikofaktor für einen Hufpilz ist der Beschlag von Pferden. da beim Einschlagen der Nägel feine Öffnungen in der Hufwand entstehen. Die Öffnungen im Huf dienen Pilzen als Eintrittspforte. 
  • Fehlstellungen: Fehlstellungen beim Pferd erhöhen das Risiko für einen Hufpilz, weil sie die Druckverhältnisse im Huf verändern und Bereiche entstehen, in denen sich Schmutz und Feuchtigkeit ansammeln.
  • Unzureichende Bewegung: Bewegungsmangel beim Pferd gilt als Risikofaktor für einen Hufpilz, da der natürliche Reinigungs- und Trocknungseffekt fehlt und Feuchtigkeit länger im Huf verbleibt.
  • Ungünstige Haltungsbedingungen: Matschige Paddocks, feuchte Weiden und nasse Einstreu sind ein weiterer Auslöser für einen Hufpilz beim Pferd. Pilze gedeihen optimal in einem feuchten und warmen Klima.
  • Ernährungsbedingte Mängel: Hufpilz tritt bei Pferden häufiger auf, wenn durch unausgewogene Fütterung essenzielle Nährstoffe fehlen und das Horn dadurch instabiler wird.
  • Geschwächtes Immunsystem: Ein geschwächtes Immunsystem reduziert beim Pferd die körpereigene Abwehr gegenüber Pilzen und Bakterien. Stress und neue Herdenkonstellationen sind Faktoren, die das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für einen Hufpilz beim Pferd erhöhen.

Die Symptome von einem Hufpilz beim Pferd reichen von ersten Veränderungen des Hufhorns bis hin zu schweren strukturellen Schäden.

Was sind die Symptome von einem Hufpilz beim Pferd?

Die Symptome von einem Hufpilz beim Pferd sind ein brüchiges Hufhorn, Risse, aufplatzendes und sich ablösendes Horn sowie ein ausbrechender Tragrand. Typische Anzeichen für einen Hufpilz bei Pferden sind dunkle Verfärbungen, aufgeweichtes Horn und ein muffiger Geruch. Bei einer fortgeschrittenen Hufpilzerkrankung treten Lahmheit und Stabilitätsverlust auf.

Die Liste zeigt die Symptome von einem Hufpilz bei Pferden auf. 

  • Brüchiges und bröseliges Hufhorn: Das häufigste Symptom für einen Hufpilz ist brüchiges, mehlig zerfallendes Hufhorn beim Pferd. Der Pilz führt zu einer Zersetzung der Hornstruktur, wodurch das Material instabil wird und leicht zerfällt.
  • Unregelmäßige Risse: Unregelmäßige, wirbelartige Risse im Huf sind ein weiteres Anzeichen für einen Hufpilz beim Pferd. Die Infektion breitet sich entlang der Hornstrukturen nach oben aus und trennt das Horn von innen heraus.
  • Aufplatzen des Hufhorns: Aufplatzendes und sich schichtweise ablösendes Horn beim Pferd ist ein typisches Symptom für einen Hufpilz, da die Verbindung der Hornschichten zerstört wird und die Stabilität verloren geht.
  • Ausbrechen des Tragrands: Wiederkehrende Ausbrüche am Tragrand deuten bei Pferden auf Hufpilz hin, da das geschwächte Horn selbst bei kurzer Huflänge mehrere Zentimeter nach oben wegbricht.
  • Schwärzliche Verfärbungen: Bei einem Hufpilz beim Pferd bilden sich dunkle Linien oder Flecken im Huf, da sich die Pilze und Fäulniserreger im geschädigten Horn ansiedeln.
  • Weiches Horn: Die Zersetzungsprozesse bei einem Hufpilz reduzieren die Festigkeit des Hufs bei Pferden. Aufgeweichtes und strukturell verändertes Hufhorn ist ein weiterer Hinweis.
  • Übler, muffiger Geruch: Ein unangenehmer, teils süßlich-muffiger Geruch am Huf des Pferdes entsteht bei einem Hufpilz durch Zersetzungsprozesse, die von Pilzen und begleitenden Mikroorganismen verursacht werden.
  • Hohlräume im Huf: Bei einem Pferd mit Hufpilz löst sich das Hornmaterial im Inneren auf, sodass instabile Bereiche und Hohlräume innerhalb der Hufwand entstehen. 
  • Empfindlichkeit beim Hufauskratzen: Wenn ein von Hufpilz befallener Huf gereinigt wird, reagiert das Pferd mit Schmerzen, da die geschädigten Bereiche schmerzhaft und sensibel sind.
  • Verlust der Tragfähigkeit des Hufs: Eine nachlassende Hufstabilität ist ein fortgeschrittenes Symptom von einem Hufpilz beim Pferd, da dabei große Teile des tragenden Hufhorns zerstört werden.
  • Lahmheit: Unbehandelt führt ein Hufpilz zu fortgeschrittenen strukturellen Schäden, die sich in Form von Lahmheit beim Pferd äußern.
  • Ablösung von Hufwand oder Hufballen: Im späten Stadium der Hufpilzerkrankung kommt es bei Pferden zu Ablösungen von Hufwand oder Hufballen. 

Hufpilz beim Pferd verursacht ohne Behandlung schwere strukturelle Schäden, weshalb eine rechtzeitige Therapie erforderlich ist.

Behandlung von einem Hufpilz bei Pferden

Die Behandlung von einem Hufpilz bei Pferden umfasst eine tierärztliche Diagnose, die mechanische Entfernung geschädigten Hufhorns, die Desinfektion und den Einsatz pilzhemmender Wirkstoffe. Bei der Behandlung des Hufpilzes wird der Beschlag entfernt und der Huf in einer Pflegephase stabilisiert, um Rückfällen vorzubeugen.

Die nachfolgende nummerierte Liste enthält die typischen Behandlungsschritte bei einer Hufpilzerkrankung beim Pferd.

1. Diagnose 

Die Behandlung von einem Hufpilz beim Pferd beginnt mit einer Diagnose durch den Tierarzt. Eine mykologische Untersuchung ermöglicht die eindeutige Bestimmung eines Pilzbefalls und grenzt ihn von bakteriellen Erkrankungen ab. 

Der Tierarzt kontrolliert die Hufe auf typische Veränderungen, die bei einem Hufpilz auftreten. Deutliche Hinweise auf einen Hufpilz sind ein brüchiges, bröseliges Hufhorn, Spaltungen von unten nach oben, ein Ausbrechen des Tragrands sowie aufplatzendes und sich abschälendes Horn. Bakterielle und fäulnisbedingte Schäden zeigen bei Pferden ein ähnliches Erscheinungsbild wie ein Hufpilz, wodurch eine klare Diagnose ohne weiterführende Untersuchung erschwert wird.

Eine eindeutige Differenzierung von Hufpilz gegenüber anderen Huferkrankungen beim Pferd ist durch eine Hornprobe mit anschließender mykologischer und mikrobiologischer Analyse zur Erregerbestimmung möglich.

2. Mechanische Entfernung von befallenem Hufhorn

Der wichtigste Behandlungsschritt bei einem Hufpilz beim Pferd ist die vollständige Entfernung von geschädigtem Hornmaterial. Brüchige, verfärbte und instabile Bereiche werden durch einen Tierarzt oder Hufschmied abgetragen. 

Leichte Hufpilzbefälle lassen sich durch gezieltes Raspeln der betroffenen Bereiche reduzieren. Bei fortgeschrittenem Hufpilz ist ein Ausschneiden bis ins gesunde Horn erforderlich. 

Bei der Entfernung von einem Hufpilz ist es wichtig, den Nährboden für Pilze und Fäulniserreger vollständig zu beseitigen. Bleibt infiziertes Horn zurück, breitet sich der Hufpilz im Inneren des Hufs weiter aus.

Nach dem Entfernen des befallenen Hufbereichs werden die betroffenen Areale offen gelassen. Die freigelegten Strukturen ermöglichen das Eindringen von Sauerstoff und erleichtern die anschließenden Behandlungsmaßnahmen. 

3. Entfernung des Beschlags 

Bei einem Hufpilz beim Pferd wird der Beschlag häufig entfernt, um eine gründliche Reinigung, gezielte Behandlung und ausreichende Belüftung der betroffenen Hufbereiche zu ermöglichen. 

Der vorübergehende Verzicht auf den Beschlag verbessert bei Pferden mit einem Hufpilz den Behandlungserfolg, da Feuchtigkeit schneller abtrocknet und ein ungünstiges Milieu für Pilze entsteht. Nach der Abnahme des Beschlags ist eine Reitpause erforderlich, bis ein stabiles Hufhorn nachgewachsen ist.

4. Desinfektion

Im Anschluss an die mechanische Entfernung des Hufpilzes werden die freigelegten Hufareale beim Pferd desinfiziert, um die Keimbelastung zu reduzieren. Die Desinfektion wird täglich über einen Zeitraum von etwa ein bis zwei Wochen durchgeführt, um die Erregerlast zu minimieren.

Hohlräume, die durch den Hufpilz entstanden sind, werden beim Pferd mit antiseptisch getränkter Watte oder speziellen Pasten, beispielsweise auf Lehmbasis, gefüllt.

5. Lokale Behandlung mit pilzhemmenden Wirkstoffen

Bei einem Hufpilz beim Pferd erfolgt eine regelmäßige Behandlung mit topischen Antimykotika, deren Anwendung sich nach dem Schweregrad richtet und je nach Befund mehrmals pro Woche oder täglich erfolgt. Die Wirkstoffe hemmen das Wachstum der Pilze oder zerstören sie.

Bei der Behandlung von einem Hufpilz mit Antimykotika ist es wichtig, dass alle betroffenen Bereiche, auch Risse und Hohlräume, vollständig benetzt werden. Erste Verbesserungen, wie stabileres Hufhorn und reduziertes Ausbrechen, zeigen sich in der Regel nach vier bis acht Wochen. Die Hufpilz-Behandlung wird über den sichtbaren Rückgang der Symptome hinaus fortgeführt, oft über mehrere Monate, um beim Pferd Rückfälle zu vermeiden.

6. Systemische Therapie bei schweren Verläufen

Bei tiefreichenden oder ausgedehnten Hufpilz Infektionen, die bis in die Lederhaut reichen, ist eine Behandlung mit systemischen Medikamenten beim Pferd erforderlich. Chirurgische Maßnahmen sind nur in seltenen Fällen notwendig, wenn große Bereiche entfernt werden müssen. 

7. Pflegephase 

Nach der lokalen Behandlung des Hufpilzes mit pilzhemmenden Wirkstoffen folgt eine vier bis acht Wochen andauernde Pflegephase. Das Hufhorn des Pferdes wird mit Pflegemitteln stabilisiert und vor dem erneuten Eindringen von Keimen geschützt

Die regelmäßige Anwendung geeigneter Pflegemittel unterstützt die Regeneration der Hornstruktur und fördert das Nachwachsen des Hufhorns.

Hufpilz-Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Hufpilz-Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee basiert auf präziser Diagnostik, einschließlich mykologischer Untersuchung sowie auf einer individuell abgestimmten Therapie, die eine gezielte Bearbeitung der Hufe und den Einsatz von Antimykotika umfasst.

Bei Anzeichen von einem Hufpilz beim Pferd beginnen wir unsere Diagnostik mit einer ausführlichen Anamnese und einer gezielten Untersuchung des Hufs. Unsere Klinik verfügt über ein großzügiges Areal mit moderner Medizintechnik sowie mehreren Behandlungsräumen inklusive Untersuchungsstand. Unsere Ausstattung schafft optimale Bedingungen für eine ruhige und präzise Diagnostik bei Pferden.

Sichtbare Veränderungen wie brüchiges Horn, Verfärbungen oder strukturelle Defekte liefern uns erste Hinweise auf eine Pilzinfektion. Da bakterielle Prozesse und Pilzbefall ähnliche Befunde zeigen, führen wir eine weiterführende Diagnostik zur Abgrenzung durch. Eine Erregerbestimmung bildet die Grundlage für die gezielte Therapie.

Neben der Untersuchung und Versorgung vor Ort in der Pferdeklinik am Sorpesee bieten wir bei Pferden mit einem Hufpilz eine umfassende mobile Diagnostik durch unsere Fahrpraxis. Sieben vollständig ausgestattete Praxisfahrzeuge ermöglichen eine 24-Stunden-Bereitschaft und bringen moderne Technik direkt zu Ihrem Pferd in den Stall. Wir untersuchen die Hufe direkt vor Ort und vermeiden zusätzlichen Stress durch Transport.

Wenn der Hufpilz bereits zu Schmerzen oder Lahmheit führt, greifen wir auf ein strukturiertes orthopädisches Untersuchungsprotokoll zurück. Die Untersuchung erfolgt im Innen- und Außenbereich und umfasst Adspektion, Palpation sowie die Beurteilung im Schritt und Trab auf unterschiedlichen Böden. 

Unsere Hufpilz-Behandlung beim Pferd richtet sich nach dem Schweregrad des Befalls. Im Fokus steht die konsequente Entfernung geschädigter Hornanteile sowie die gezielte Beseitigung der zugrunde liegenden Ursachen. Wir beraten strukturiert zu Haltung, Fütterung und Hufbearbeitung, da feuchte Bedingungen und eingeschränkte Hufgesundheit die Entstehung und Persistenz von einem Hufpilz begünstigen. 

In fortgeschrittenen Fällen, bei denen tiefere Strukturen betroffen sind, führen wir chirurgische Maßnahmen durch. Hufoperationen erfolgen in unserem modern ausgestatteten OP-Bereich unter höchsten hygienischen Standards. Ziel ist die vollständige Entfernung erkrankten Gewebes und die Wiederherstellung funktioneller Hufstrukturen. Nach dem Eingriff gewährleisten wir eine engmaschige Überwachung und strukturierte Nachsorge für jedes Pferd.

Was können Pferdehalter zur Prävention von einem Hufpilz tun?

Pferdehalter können zur Prävention von einem Hufpilz beim Pferd saubere und trockene Haltungsbedingungen schaffen sowie die Hufe regelmäßig pflegen und bearbeiten lassen. Eine gute Versorgung und ausreichend Bewegung stärken beim Pferd die Widerstandsfähigkeit des Hufhorns.

Die folgende Liste enthält wichtige Präventionsmaßnahmen gegen einen Hufpilz beim Pferd.

  • Regelmäßige Hufbearbeitung: Eine fachgerechte Bearbeitung durch einen Hufschmied beugt einem Hufpilz beim Pferd vor, da Risse, Spalten, Fehlstellungen und instabile Hornbereiche früh erkannt und korrigiert werden.
  • Tägliche Hufpflege: Das tägliche Auskratzen der Hufe reduziert Schmutz und Feuchtigkeit. Durch tägliche Hufpflege werden die möglichen Eintrittspforten für einen Hufpilz beim Pferd deutlich verringert.
  • Saubere Box und trockener Paddock: Eine konsequente Stallhygiene schützt vor der Entstehung von einem Hufpilz beim Pferd. Kot, Urin, feuchte Einstreu und matschige Böden greifen das Hufhorn an und bieten Erregern ideale Bedingungen. Dauerhafte Nässe weicht das Hufhorn auf und schwächt seine Schutzfunktion.
  • Feuchte Einstreu konsequent entfernen: Nasse Stellen sind täglich zu beseitigen und die Einstreu regelmäßig und vollständig zu erneuern. Das reine Nachstreuen begünstigt die Bildung von Pilzen und Bakterien im Stall.
  • Beschlag kontrollieren: Hufeisen, Nagellöcher und schlecht belüftete Bereiche unter dem Beschlag führen zu einem Feuchtigkeitsstau im Hufbereich des Pferdes. Eine fachkundige und regelmäßige Kontrolle von Huf und Beschlag ist wichtig, um einen Hufpilz frühzeitig zu erkennen.
  • Ausreichend Bewegung ermöglichen: Regelmäßige Bewegung auf unterschiedlichen Böden fördert beim Pferd die Durchblutung, aktiviert den Hufmechanismus und unterstützt ein stabiles Wachstum des Hufhorns.
  • Nährstoffversorgung prüfen: Eine bedarfsgerechte Fütterung unterstützt die Hornqualität. Bei anfälligen Pferden sind Zink, Kieselerde und schwefelhaltige Aminosäuren relevanter als reine Biotinpräparate.
  • Stress reduzieren: Stabile Herdenstrukturen, ausreichend Fressplätze und eine artgerechte Haltung stärken das Immunsystem und die Hufgesundheit von Pferden.
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