Räude ist eine durch Milben ausgelöste Hauterkrankung beim Pferd. Verursacht wird die Hauterkrankung durch verschiedene Räudemilben, die je nach Art unterschiedliche Körperregionen des Pferdes befallen. Räude führt bei Pferden zu starkem Juckreiz, Unruhe, entzündlichen Hautveränderungen und Haarausfall.
Räude ist eine durch Milben ausgelöste Hauterkrankung beim Pferd. Verursacht wird die Hauterkrankung durch verschiedene Räudemilben, die je nach Art unterschiedliche Körperregionen des Pferdes befallen. Räude führt bei Pferden zu starkem Juckreiz, Unruhe, entzündlichen Hautveränderungen und Haarausfall.
Bei den ersten Anzeichen eines Räudebefalls ist eine tierärztliche Untersuchung des Pferdes erforderlich. Unbehandelt breitet sich der Milbenbefall häufig weiter aus und erhöht das Risiko für Sekundärinfektionen sowie die Ansteckung weiterer Pferde. Die Separierung betroffener Pferde gehört zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Räude. Die räumliche Trennung unterbricht mögliche Infektionsketten und verringert das Risiko weiterer Ansteckungen innerhalb des Bestands.
Die Pferdeklinik am Sorpesee ermöglicht den schnellen Nachweis von Räudemilben und die Bestimmung der verursachenden Milbenart. Auf Grundlage der Befunde erfolgt eine individuell abgestimmte Behandlung des Milbenbefalls beim Pferd. Bei Verdacht auf Räude beim Pferd empfiehlt sich eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung. Mithilfe der folgenden Kontaktdaten erreichen Sie unsere Pferdeklinik 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr.
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Räude beim Pferd ist eine hochansteckende parasitäre Hauterkrankung, die durch verschiedene Milbenarten verursacht wird. Bei einem Räudebefall besiedeln Milben die Haut des Pferdes und lösen starke Entzündungsreaktionen aus.
Räude gehörte früher zu den bedeutendsten parasitären Hauterkrankungen des Pferdes. Heute tritt sie in Europa nur noch sporadisch auf, besitzt aufgrund ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit jedoch weiterhin klinische Relevanz und erfordert eine konsequente Diagnostik und Behandlung.
Räude beim Pferd umfasst verschiedene Formen des Milbenbefalls, die sich durch den verursachenden Parasiten und die betroffenen Hautregionen unterscheiden.
Räude beim Pferd wird durch verschiedene Arten von Räudemilben verursacht. Zu den wichtigsten Auslösern zählen die Grabmilbe (Sarcoptes equi), die Saugmilbe (Psoroptes equi) und die schuppenfressende Milbe (Chorioptes equi).
Bei Räude besiedeln Parasiten die Haut des Pferdes und lösen eine Entzündungsreaktion aus. Der intensive Juckreiz entsteht nicht nur durch die Aktivität der Milben selbst, sondern auch durch die Reaktion des Immunsystems auf Milbenspeichel, Milbenkot und andere Stoffwechselprodukte der Parasiten.
In der folgenden Auflistung sind die drei Arten von Räudemilben beim Pferd dargestellt.
Chorioptes-Milben sind die häufigsten Räudeerreger beim Pferd und verursachen die sogenannte Chorioptesräude oder umgangssprachlich Fußräude. Die Chorioptes-Milben leben auf der Hautoberfläche und ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen. Schuppenfressende Milben befallen beim Pferd besonders häufig die Fesselbeugen und die unteren Gliedmaßen.
Pferde mit dichtem Fesselbehang, insbesondere Kaltblüter, Friesen und Tinker, sind besonders anfällig für Chorioptes-Milben. In Mitteleuropa ist die Chorioptesräude die mit Abstand häufigste Form der Räude bei Pferden. Chorioptesräude bleibt bei Pferden mit ausgeprägtem Fesselbehang häufig unerkannt, da Juckreiz im Fesselbereich oftmals als rassetypisch eingestuft wird.
Die Psoroptesmilbe ist der Erreger der Psoroptesräude beim Pferd, die auch als Körperräude bezeichnet wird. Die Saugmilben leben auf der Hautoberfläche und ernähren sich von Blut und Gewebsflüssigkeit.
Bei Pferden beginnt der Befall mit Psoroptesräude häufig an den Haaransätzen von Mähne und Schweif, da die Parasiten dicht behaarte Körperregionen bevorzugen. Im weiteren Verlauf breiten sich die Psoroptesmilben auf den Rumpf und die Innenschenkel aus. Die Psoroptesräude tritt beim Pferd heute nur noch selten auf.
Die Sarcoptesmilbe verursacht bei Pferden die Sarkoptesräude. Die Sarkoptesräude gilt als die schwerste Räudeform beim Pferd. Die Sarcoptesmilben graben Gänge in die oberste Hautschicht und ernähren sich dort von Gewebsflüssigkeit und Hautzellen.
Der Befall der Sarkoptesräude beginnt bei Pferden häufig im Bereich von Kopf, Hals, Schultern oder der Sattelregion und breitet sich im weiteren Verlauf über große Teile des Körpers aus. Bei der Sarkoptesräude bleiben die Beine meist ausgespart.
Die Sarkoptesräude tritt beim Pferd in Mitteleuropa nur noch vereinzelt auf. Die Sarkoptesräude ist eine Zoonose und birgt das Risiko einer Übertragung auf den Menschen.
Risikofaktoren, die Räude beim Pferd fördern, sind feuchte Haltungsbedingungen, direkter Kontakt zu infizierten Pferden, mangelhafte Stallhygiene und ein geschwächtes Immunsystem. Ein dichtes Fell, Nährstoffmängel und Hauterkrankungen erhöhen das Räuderisiko beim Pferd zusätzlich.
Die folgende Liste fasst die wichtigsten Risikofaktoren zusammen, die einen Räudebefall beim Pferd begünstigen.
Nein, Räude beim Pferd heilt nicht von alleine. Im Sommer klingen die Symptome der Räude bei Pferden oft ab, im Winter bricht der Befall jedoch wieder aus. Ohne Behandlung breiten sich die Räudemilben beim Pferd immer weiter aus.
Für eine erfolgreiche Heilung der Räude reicht die Therapie des betroffenen Pferdes allein nicht aus. Räudemilben überleben auch in Stallbereichen sowie auf kontaminierten Gegenständen wie Decken, Halftern, Putzzeug oder Sattelzeug. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion der gesamten Umgebung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um Wiederansteckungen zu verhindern und die Räudemilben beim Pferd dauerhaft zu beseitigen.
Die typischen Symptome von Räude beim Pferd sind starker Juckreiz, Unruhe und ausgeprägtes Scheuerverhalten. Sarkoptesräude, Psoroptesräude und Chorioptesräude befallen unterschiedliche Körperregionen und verursachen bei Pferden unterschiedliche Symptome.
Die folgende Übersicht zeigt die typischen Symptome der drei verschiedenen Räude-Arten beim Pferd.
Bei Pferden führt die Chorioptesräude zu Hautveränderungen im Bereich der unteren Gliedmaßen und zu starkem Juckreiz. Häufiges Aufstampfen, Trippeln, Scheuern, Benagen der Beine, Schuppenbildung, Krusten und örtlich begrenzter Haarausfall gehören zu den typischen Anzeichen.
Weitere Symptome der Chorioptesräude beim Pferd sind talgige Hautbeläge sowie krustige, nässende oder warzenartige Hautveränderungen. Die entzündlichen Hautveränderungen im Fesselbereich ähneln häufig einer Mauke, weshalb die Chorioptesräude auch als Fußräude bezeichnet wird.
Zu den charakteristischen Symptomen der Psoroptesräude beim Pferd zählen starker Juckreiz, lokalisierter Haarverlust, Knötchenbildung, Krusten und Hautverdickungen.
Die von Psoroptesräude betroffenen Hautbereiche wirken beim Pferd häufig trocken, spröde und pergamentpapierartig verändert.
Pferde mit Sarkoptesräude zeigen typischerweise starken Juckreiz sowie die Bildung von Knötchen, Bläschen, Krusten, Borken, kleieartigen Hautbelägen und ausgedehntem Haarausfall. Die Sarkoptesräude ist eine der schwerwiegendsten Milbenerkrankungen beim Pferd und verursacht ausgeprägte Hautveränderungen.
Sarkoptesräude führt bei Pferden zu entzündlichen Hautveränderungen, einer Erwärmung der betroffenen Hautbereiche und teilweise zu Sekretaustritt. Der starke Juckreiz führt bei vielen Pferden zu intensivem Scheuern und Kratzen, wodurch offene Hautstellen entstehen. Die Hautverletzungen begünstigen bakterielle Sekundärinfektionen.
Bei fortgeschrittenen Krankheitsverläufen der Sarkoptesräude kommt es häufig zu einer Faltenbildung der Haut und zu einer deutlichen Abmagerung des Pferdes.
Bei Räude beim Pferd empfiehlt sich bereits bei den ersten Anzeichen eines Milbenbefalls eine tierärztliche Untersuchung. Eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung ermöglicht den schnellen Nachweis der Räudemilben und den frühzeitigen Therapiebeginn.
Die Behandlung von Räude beim Pferd umfasst die Diagnostik mittels Hautgeschabsel, eine gezielte Therapie mit Antiparasitika, die Behandlung von Sekundärinfektionen und die Desinfektion der Stall-Umgebung. Nachbehandlungen helfen, verbliebene Räudemilben zu beseitigen und einen erneuten Milbenbefall zu verhindern.
Die nachfolgenden Listenpunkte beschreiben, wie die Behandlung von Räude bei Pferden abläuft.
Die Behandlung von Räude beim Pferd beginnt mit einer tierärztlichen Untersuchung und gezielter Diagnostik. Zur Sicherung der Diagnose entnimmt der Tierarzt mittels eines Hautgeschabsels kleine Hautproben aus den betroffenen Bereichen.
Die entnommenen Proben werden anschließend mikroskopisch untersucht, um Räudemilben nachzuweisen und die verursachende Milbenart zu bestimmen. Je nach Diagnose werden unterschiedliche Therapieansätze bei Sarkoptesräude, Psoroptesräude oder Chorioptesräude eingesetzt. Gleichzeitig erfolgt die Untersuchung auf mögliche bakterielle oder pilzbedingte Sekundärinfektionen, die gegebenenfalls mitbehandelt werden.
Ein negatives Hautgeschabsel schließt einen Milbenbefall nicht immer sicher aus. Insbesondere bei der Sarkoptesräude ist der Nachweis der Milben häufig erschwert. Für die Diagnosestellung berücksichtigen Tierärzte zusätzlich das klinische Erscheinungsbild und das Ansprechen auf die eingeleitete Therapie.
Die medikamentöse Behandlung von Räude beim Pferd erfolgt durch die Verabreichung von speziellen Antiparasitika. Die Antiparasitika enthalten Wirkstoffe, die Räudemilben gezielt abtöten. Je nach Milbenart kommen unter anderem Akarizide, Avermectine wie Ivermectin oder Moxidectin zum Einsatz.
Bei Pferden erfolgt die Verabreichung von Antiparasitika bei Räude entweder als Paste über das Maul, als lokale Salbe, als Spray oder im Rahmen einer Ganzkörperwaschung.
Zur Behandlung von Räude beim Pferd gehört neben der medikamentösen Therapie auch die gezielte Pflege der betroffenen Hautbereiche. Bei Pferden mit langem Fell oder ausgeprägtem Fesselbehang ist das Kürzen oder Scheren der Haare sinnvoll, um einen besseren Kontakt der Medikamente mit der Haut zu ermöglichen.
Bei Chorioptesräude gehört das vorsichtige Entfernen von Hautschuppen zu den unterstützenden Behandlungsmaßnahmen. Die Entfernung der Hautschuppen lindert den Juckreiz und entzieht den Milben einen Teil ihrer Nahrungsgrundlage.
Die Räudetherapie beim Pferd umfasst neben der Bekämpfung der Räudemilben auch die Behandlung bakterieller oder pilzbedingter Sekundärinfektionen. Offene Hautstellen und entzündliche Hautveränderungen, die durch den Milbenbefall verursacht wurden, begünstigen die Besiedelung der Haut mit Krankheitserregern.
Eine erfolgreiche Behandlung von Räude beim Pferd erfordert häufig die Mitbehandlung des gesamten Bestands. Zur erfolgreichen Bekämpfung des Milbenbefalls umfasst die Räudetherapie alle Pferde mit Kontakt zu infizierten Tieren. Die Mitbehandlung unterbricht Infektionsketten und reduziert das Risiko erneuter Räudemilbeninfektionen.
Die Behandlung von Räude beim Pferd umfasst neben dem betroffenen Tier auch die konsequente Reinigung und Desinfektion der Umgebung. Die Hygienemaßnahmen bei Räude umfassen die gründliche Reinigung und Desinfektion von Stallbereichen, Boxen und allen Ausrüstungsgegenständen des Pferdes.
Hartnäckige Räudebefälle machen ein vorübergehendes Leerstehen der Stallbereiche und eine wiederholte Desinfektion der Umgebung erforderlich.
Die Nachbehandlung von Räude beim Pferd umfasst die erneute Verabreichung der eingesetzten Antiparasitika sowie die Wiederholung lokaler Behandlungsmaßnahmen, um verbliebene Räudemilben vollständig zu beseitigen und Rückfälle zu verhindern.
Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung ist die Prognose für die Räude beim Pferd günstig. Chorioptesräude und Psoroptesräude sprechen in der Regel gut auf die Therapie an. Sarkoptesräude verläuft hingegen häufig schwerer und erfordert eine intensivere Behandlung. Ältere, geschwächte oder bereits erkrankte Pferde weisen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe auf.
Die Räude Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee erfolgt nach gründlicher und schneller Diagnostik im hauseigenen Labor durch eine gezielt auf die nachgewiesene Milbenart abgestimmte Therapie.
Räude zählt zu den hochansteckenden Hauterkrankungen beim Pferd. Unsere Fahrpraxis ermöglicht die Diagnostik und Behandlung direkt vor Ort am heimischen Stall. Dadurch entfallen Transportwege und mögliche Ansteckungsrisiken für andere Pferde. Für unsere Außenpraxis stehen sieben vollständig ausgestattete Praxisfahrzeuge zur Verfügung. Ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst sichert die schnelle tierärztliche Versorgung bei akuten Beschwerden.
Zur Diagnostik von Räude beim Pferd entnehmen wir in der Pferdeklinik am Sorpesee Hautgeschabsel aus den betroffenen Hautbereichen und untersuchen diese mikroskopisch. In unserem hauseigenen Labor stehen für die Sofortdiagnostik moderne Analysegeräte zur Verfügung. Durch die mikroskopische Untersuchung des Hautgeschabsels weisen wir Räudemilben nach und identifizieren die zugrunde liegende Räudeart.
In der Pferdeklinik am Sorpesee richtet sich die Behandlung von Räude beim Pferd nach der Räudeart, dem Ausmaß des Milbenbefalls und dem Gesundheitszustand des Pferdes. Zur Bekämpfung der Räudemilben setzen wir moderne Antiparasitika und Akarizide ein. Die Verabreichung erfolgt bei uns je nach Befund systemisch oder lokal.
Neben der Bekämpfung der Räudemilben behandeln wir auch entzündliche Hautveränderungen, offene Hautstellen und bakterielle oder pilzbedingte Sekundärinfektionen. Wir entfernen bei erkrankten Pferden Krusten und Schuppen, versorgen geschädigte Hautbereiche und fördern die Hautregeneration. Bestehen nach erfolgreicher Bekämpfung der Räudemilben weiterhin Hautschäden oder Wundheilungsstörungen, setzen wir in der Pferdeklinik am Sorpesee moderne Lasersysteme ein. Unsere Lasertherapie unterstützt die Regeneration geschädigter Hautbereiche und fördert die Wundheilung.
Die Behandlung von Räude beim Pferd umfasst in der Pferdeklinik am Sorpesee auch die Vorbeugung weiterer Milbenbefälle. Wir beraten Pferdebesitzer zur Optimierung von Haltungsbedingungen, Stallhygiene, Weidemanagement, Fellpflege und Bestandsmanagement. Unsere Beratung umfasst auch die bedarfsgerechte Fütterung und die Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen. Eine optimale Nährstoffversorgung stärkt Hautbarriere und Immunsystem und unterstützt die Vorbeugung weiterer Räudebefälle.
Räude beim Pferd lässt sich durch artgerechte Haltungsbedingungen, regelmäßige Fellpflege, eine ausgewogene Fütterung und eine konsequente Stall- und Ausrüstungshygiene vorbeugen. Die Kontrolle von Neuzugängen und die Trennung betroffener Pferde helfen, die Ausbreitung von Räudemilben im Bestand zu verhindern.
Die folgende Liste enthält Tipps, um der Räude beim Pferd vorzubeugen.

Montag bis Freitag
Samstag
8 - 18 Uhr
9 - 12 Uhr
Bitte beachten: Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht gleichbedeutend mit Besuchs- und Sprechzeiten!
Montag bis Freitag
Samstag
und
Sonn- u. Feiertags
und
10 - 18 Uhr
10 - 12 Uhr
17 - 18 Uhr
9 - 10 Uhr
17 - 18 Uhr
Wir möchten Sie bitten, sich beim Besuch stationärer Patienten vor Betreten des Stalles an der Rezeption anzumelden. Ist diese nicht besetzt, melden Sie sich bitte telefonisch an unter der Rufnummer:
02933 / 902 19 23
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