Rückenschmerzen beim Pferd dargestellt mit Skelett des Rückens auf Pferd

Rückenschmerzen beim Pferd: Symptome, Ursachen & Behandlung

Letztes Update am
13. April 2026

Rückenschmerzen beim Pferd sind ein häufiges und wichtiges Symptom für Überlastung, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats. Rückenschmerzen treten beim Pferd sowohl akut als auch chronisch auf.  

Inhaltsverzeichnis

Rückenschmerzen beim Pferd sind ein häufiges und wichtiges Symptom für Überlastung, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats. Rückenschmerzen treten beim Pferd sowohl akut als auch chronisch auf.  

Rückenschmerzen bei Pferden zeigen sich in Bewegungseinschränkungen, Leistungsabfall und Rittigkeitsproblemen. Die Ursachen von Rückenschmerzen sind bei Pferden vielfältig und reichen von muskulären Verspannungen und Blockaden über Entzündungen bis hin zu Wirbelsäulenerkrankungen wie Kissing Spines.

Bei Verdacht auf Rückenschmerzen ist das Pferd aus dem Training zu nehmen und vor weiterer Belastung zu schützen. Ein akuter Notfall liegt bei hochgradiger Lahmheit, ausgeprägten Schmerzreaktionen, Festliegen oder Fieber vor. In der Pferdeklinik am Sorpesee klären wir die Ursache der Rückenschmerzen Ihres Pferdes gründlich und strukturiert ab. Die Kombination aus gründlicher klinischer Rückenuntersuchung und moderner bildgebender Diagnostik bildet die Grundlage für eine schnelle und gezielte Behandlung von Rückenschmerzen beim Pferd.

Hier sind unsere Kontaktdetails.

  • Adresse: Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
  • Frankfurter Straße 34, 59846 Sundern-Stemel
  • Telefon: 02933/902190
  • Telefax: 02933/9021929
  • E-mail: web@pferdeklinik-sorpesee.de
  • Webseite: https://pferdeklinik-sorpesee.de/

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Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Rückenschmerzen bei Pferden. Wir erläutern typische Symptome und häufige Ursachen und stellen moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten vor, um Rückenschmerzen bei Pferden zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Wie kann man Rückenschmerzen beim Pferd erkennen?

Rückenschmerzen beim Pferd kann man an Abwehr- und Schmerzreaktionen bei Berührung, Rittigkeitsproblemen und Lahmheit erkennen. Weitere Anzeichen von Rückenschmerzen beim Pferd sind Leistungsabfall oder Rückzug.

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Symptome, anhand derer sich Rückenschmerzen bei Pferden erkennen lassen.

  • Abwehrreaktion bei Berührung des Rückens: Zeigt ein Pferd bei Berührung des Rückens deutliche Abwehrreaktionen und Unruhe, liegt häufig eine schmerzhafte Veränderung im Rückenbereich vor. Tritt beim Putzen, Satteln oder Gurten ein Schmerzverhalten wie Ausweichen, Zähneknirschen oder Ohrenanlegen auf, besteht der Verdacht auf Rückenschmerzen beim Pferd.
  • Rittigkeitsprobleme: Rittigkeitsprobleme wie Schwierigkeiten in der Anlehnung, mangelnde Durchlässigkeit oder Widerstand gegen Zügelhilfen stehen bei vielen Pferden in Zusammenhang mit einer schmerzbedingten Einschränkung des Rückens.
  • Lahmheit: Rückenschmerzen bei Pferden äußern sich in Form von Lahmheiten, Schonhaltungen und Fehlbelastungen, insbesondere der Hinterhand. 
  • Galoppprobleme: Häufiges Ausfallen im Galopp oder wiederholtes Umspringen in den Kreuzgalopp sind Anzeichen für Rückenschmerzen und eine eingeschränkte Rückenfunktion.
  • Leistungsabfall: Zu den weiteren Anzeichen für Rückenschmerzen beim Pferd zählen eine reduzierte Leistungsbereitschaft, schnelle Ermüdung und ein verminderter Vorwärtsdrang. 
  • Taktunreinheiten: Taktprobleme, die sich in Form von unregelmäßigen Bewegungen bei Schritt, Trab oder Galopp äußern, sind Symptome für Rückenprobleme bei Pferden.
  • Fehlende Schubkraft aus der Hinterhand: Eine eingeschränkte Kraftübertragung aus der Hinterhand über den Rücken beim Pferd äußert sich in Kurztrittigkeit oder schleifenden Zehen. Ursache sind oftmals muskuläre Blockaden oder schmerzhafte Veränderungen, die die Hinterhand in ihrer Funktion ausbremsen.
  • Steifer Gang: Eine eingeschränkte Mobilität und eine verkürzte, steife Bewegung deuten auf schmerzhafte Verspannungen im Bereich der Rückenmuskulatur bei Pferden hin.
  • Schweifschlagen oder Kopfschütteln: Pferde zeigen vermehrtes Schweifschlagen oder Kopfschütteln unter dem Reiter als Begleiterscheinung von Rückenschmerzen.
  • Probleme bei Stellung und Biegung: Anzeichen für Rückenschmerzen und eine eingeschränkte Rückenbeweglichkeit beim Pferd sind eine eingeschränkte Biegung, Schwierigkeiten in Kurven oder fehlerhafte Seitengänge.
  • Muskelschwund an der Oberlinie: Eine abgeflachte und schlecht ausgeprägte Rückenmuskulatur deutet auf eine länger bestehende Rückenproblematik beim Pferd hin.
  • Eingeklemmter oder schiefer Schweif: Ein dauerhaft geklemmter oder schief getragener Schweif steht beim Pferd in Zusammenhang mit Rückenschmerzen und begleitenden Beckenproblemen.

Die Symptome von Rückenschmerzen beim Pferd sind unter anderem auch von den Ursachen abhängig.

Was sind die Ursachen für Rückenschmerzen bei Pferden?

Der Rücken bildet bei Pferden die zentrale Verbindung zwischen Vorder- und Hinterhand und übernimmt eine wichtige Funktion für Balance- und Kraftübertragung. Unter dem Sattel ist der Rücken besonders stark belastet. 

In der folgenden Auflistung finden Sie die typischen Ursachen für Rückenschmerzen bei Pferden.

  • Unpassender Sattel: Ein schlecht passender Sattel und eine Ausrüstung, die nicht richtig sitzt, zählen zu den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen bei Pferden. Eine falsche Passform übt punktuellen Druck aus, schränkt die Schulterfreiheit ein und führt zu einer ungleichmäßigen Druckverteilung. 
  • Fehlerhafte Reitweise: Eine fehlerhafte Reitweise mit schlechter Sitzbalance, asymmetrischer Körperhaltung und falscher Gewichtsverteilung belastet den Pferderücken. Mangelndes Mitschwingen sowie eine zu hohe Druckbelastung fördern die Entstehung von Rückenschmerzen beim Pferd.
  • Hinterhandlahmheit: Lahmheiten oder Fehlstellungen der Hintergliedmaßen führen zu veränderten Bewegungsabläufen und Schonhaltungen. Ein großer Teil der Rückenprobleme entsteht sekundär aus einer bestehenden Problematik der Hinterhand, da die Fehlbelastung dauerhaft auf den Rücken wirkt.
  • Trainingsfehler: Trainingsfehler wie einseitiges Training, Überbelastung und zu kurze Aufwärmphasen beeinträchtigen die Funktion der Rückenmuskulatur. 
  • Kissing Spines: Kissing Spines zählen zu den häufig genannten Ursachen für Rückenschmerzen bei Pferden. Bei der Erkrankung stehen die Dornfortsätze der Wirbel zu eng beieinander oder überlappen sich, was zu starken Schmerzen und einer Hemmung der Rückentätigkeit führt. 
  • Muskuläre Dysbalancen und Muskelerkrankungen: Zu den weiteren Ursachen für Rückenschmerzen beim Pferd zählen anhaltende Verspannungen, muskuläre Ungleichgewichte und strukturelle Muskelschäden. Belastungsbedingte Myopathien wie Kreuzverschlag, Polysaccharidspeichermyopathie (PSSM Typ 1 und Typ 2) und die hyperkaliämische periodische Paralyse (HYPP) beeinträchtigen die Funktion der Rückenmuskulatur. 
  • Verletzungen: Rückenschmerzen bei Pferden entstehen durch Verletzungen, zum Beispiel durch Stürze, Hängenbleiben an Hindernissen oder Bisse und Tritte durch andere Pferde. Die Traumata führen zu Prellungen, Muskel- und Bänderschäden sowie knöchernen Veränderungen, die den Rücken nachhaltig beeinträchtigen.
  • Angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule: Angeborene Veränderungen, wie eine Lordose (Senkrücken), oder andere Fehlstellungen der Wirbelsäule beeinflussen die Statik und die Belastungsverteilung des Rückens. Eine Überlastung der Rückenmuskulatur führt häufig zu Rückenschmerzen beim Pferd.
  • Zahn- und Maulhöhlenerkrankungen: Erkrankungen der Zähne oder der Mundhöhle verursachen schmerzhafte Fehlhaltungen von Kopf und Hals. Fehlhaltungen begünstigen Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich und lösen Rückenschmerzen beim Pferd aus.
  • Internistische Erkrankungen: Zu den bekannten Auslösern von Rückenschmerzen bei Pferden zählen internistische Erkrankungen wie Magenprobleme und andere Organerkrankungen sowie Stoffwechsel-Imbalancen, die sich durch diffuse Schmerzsymptome äußern.

Je nach Ursache sollte man bei Rückenschmerzen beim Pferd unterschiedliche Maßnahmen ergreifen.

Was kann man gegen Rückenschmerzen beim Pferd tun?

Rückenschmerzen beim Pferd kann man mit einem ursachenorientierten Trainings- und Bewegungsmanagement, regelmäßiger Sattelkontrolle, optimierter Reitweise sowie angepasster Haltung und Fütterung entgegenwirken. 

Die folgende Liste enthält Maßnahmen zur Reduktion von Rückenschmerzen beim Pferd.

  • Individuelles Bewegungs- und Trainingsmanagement: Ein auf die Ursache der Rückenschmerzen abgestimmtes Bewegungsmanagement unterstützt das Pferd dabei, den Rücken wieder belastbar zu machen. Ausgiebiges Schrittgehen, Lockerungsarbeit, Cavaletti-Training und spezielle Dehnübungen lösen Verspannungen und stärken die Rückenmuskulatur.
  • Zusammenarbeit von Fachpersonen: Bei Rückenschmerzen beim Pferd erfolgt eine enge interdisziplinäre Abstimmung zwischen Tierarzt, Physiotherapeut, Chiropraktiker, Osteopath, Sattler und Hufschmied. Die Kombination aus medizinischer Diagnostik, manueller Therapie und bewegungstherapeutischen Maßnahmen trägt zur Lösung von Verspannungen und zur nachhaltigen Verbesserung funktioneller Störungen beim Pferd bei.
  • Überprüfung und Anpassung des Sattels: Eine Sattelkontrolle und Anpassung durch einen erfahrenen Sattler verbessert die Druckverteilung und Schulterfreiheit.
  • Schulung der Reitweise: Reitlehrer helfen dabei, eine rückenschonende Reitweise zu erlernen, die den Pferderücken entlastet und eine aktive Rückentätigkeit fördert. Wichtige Aspekte sind Balance, symmetrischer Sitz, Stabilisierung des Oberkörpers, leichtes Einsitzen und eine korrekte Anlehnung. 
  • Optimierung von Haltung und Fütterung: Das Pferd benötigt ausreichend Bewegung im Alltag und eine an den Muskelstoffwechsel angepasste Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen. Eine ausgewogene Rationsgestaltung trägt häufig bereits spürbar zur Lockerung und Durchlässigkeit des Rückens bei.
  • Schmerztherapie bei nicht reversiblen Ursachen: Knöcherne Veränderungen oder degenerative Erkrankungen sind nicht immer heilbar. In diesen Fällen steht eine symptomatische Behandlung mit gezielter Schmerztherapie und angepasstem Training im Vordergrund.

Übungen gegen Rückenschmerzen beim Pferd

Übungen gegen Rückenschmerzen beim Pferd fördern die Mobilität der Wirbelsäule, aktivieren die Rückenmuskulatur und unterstützen eine gleichmäßige Belastung des Bewegungsapparates. 

Die folgenden Übungen helfen Pferden bei Rückenschmerzen.

  • Karottenübung: Bei der sogenannten Karottenübung folgt das Pferd einer Karotte mit dem Kopf seitlich in Richtung Knie, Flanke oder Sprunggelenk, ohne mit den Vorderbeinen mitzulaufen. Jede Position wird etwa zehn Sekunden gehalten, um die Beweglichkeit und Symmetrie des Pferdes zu verbessern, dessen Rückenaufwölbung zu unterstützen und um Hals, Widerrist und Rücken zu mobilisieren.
  • Aufwölben des Rückens per Hand: Das Aufwölben des Rückens per Hand mobilisiert die Wirbelsäule und dehnt die Rückenmuskulatur des Pferdes. Durch leichten Druck an einer Stelle hinter den Vorderbeinen unter dem Bauch hebt das Pferd den Rücken an. Die Übung wird beim Putzen oder vor dem Reiten durchgeführt. 
  • Übergänge zwischen den Gangarten: Übergänge zwischen den Gangarten fördern das abwechselnde Lösen und Anspannen der Rücken- und Bauchmuskulatur. Häufige Wechsel zwischen Schritt, Trab und Galopp verbessern die Rückentätigkeit und stärken den kompletten Rumpf.
  • Stangentraining: Das Stangentraining unterstützt das aktive Heben der Beine und stärkt Bauch- und Rückenmuskulatur. Bodenstangen werden in passenden Abständen ausgelegt und im Schritt, später im Trab überquert. Das Training verbessert Koordination und Rückenstabilität. 
  • Longentraining in Stellung: Das Longentraining in Stellung mobilisiert die Wirbelsäule und kräftigt die seitlichen Bauchmuskeln. Das Pferd läuft in ruhigem Tempo auf einem ausreichend großen Zirkel und wird sanft nach innen gestellt. 

Neben den Übungen ist die tierärztliche Behandlung von Rückenschmerzen beim Pferd wichtig, um die zugrunde liegende Ursache sicher zu diagnostizieren und eine gezielte, ursachenorientierte Therapie einzuleiten.

Wie läuft die Behandlung von Rückenschmerzen bei Pferden ab?

Die Behandlung von Rückenschmerzen bei Pferden beginnt mit einer fundierten Diagnose, gefolgt von gezielter Schmerzreduktion, gegebenenfalls Injektionstherapie, manuellem Therapiekonzept und anschließendem strukturiertem Muskelaufbau durch angepasstes Training.

1. Diagnose bei Rückenschmerzen bei Pferden

Die Diagnose von Rückenschmerzen beim Pferd beginnt mit einem ausführlichen Gespräch zwischen Tierarzt und Pferdebesitzer zu Vorgeschichte, Trainingszustand und bestehenden Rittigkeitsproblemen.

Zur Beurteilung von Rückenlinie, Muskulatur, Druckempfindlichkeit, Wärme und Verspannungen führt der Tierarzt eine Adspektion und Palpation des Pferderückens durch. Das Pferd wird in Bewegung an der Hand, an der Longe und gegebenenfalls unter dem Reiter beurteilt. Die Untersuchung wird durch die Überprüfung der Beweglichkeit von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, des Lumbosakralgelenks sowie der Dehnungs- und Biegungsbereitschaft ergänzt, um Schmerzquellen im Rückenbereich zu erkennen.

Zur Befundsicherung bei unklaren Rückenschmerzen kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz. Röntgen dient der Darstellung knöcherner Veränderungen, wie beispielsweise Kissing Spines, Arthrosen oder Frakturen. Die Ultraschalluntersuchung dient der Beurteilung von Muskulatur, Sehnen und Bändern. In komplexen Fällen kommen Szintigrafie oder MRT zum Einsatz. 

2. Schmerzreduktion bei Rückenschmerzen bei Pferden

Bei Rückenschmerzen beim Pferd werden entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente eingesetzt. Die Medikamente werden dem Pferd oral oder lokal verabreicht, um Entzündungen zu hemmen, die Muskelspannung zu senken und die Schmerzen im Rücken zu reduzieren. 

Eine frühzeitige Schmerzreduktion bei Rückenproblemen des Pferdes ist wichtig, um weiteren Muskelschwund zu verhindern.

3. Injektion bei ausgeprägten Rückenschmerzen bei Pferden

Bei starken oder chronischen Rückenschmerzen wird bei Pferden neben der Wirbelsäule eine Injektion mit entzündungshemmenden und muskelrelaxierenden Medikamenten verabreicht. 

Die Injektion stellt eine schnelle Hilfe bei Rückenschmerzen dar und unterbricht chronische Schmerzprozesse beim Pferd. 

4. Gezieltes Training bei Rückenschmerzen bei Pferden

Nach Erreichen einer weitgehenden Schmerzfreiheit des Rückens beim Pferd beginnt ein strukturierter Muskelaufbau über mehrere Wochen. Longieren, gezielte Gymnastik, Dehnübungen und anschließend behutsame Arbeit unter dem Reiter verbessern die Rückentätigkeit und stabilisieren die Wirbelsäule nachhaltig.

5. Manuelle Therapien bei Rückenschmerzen bei Pferden

Manuelle Therapien wie physiotherapeutische Maßnahmen lösen bei Rückenschmerzen beim Pferd muskuläre Verspannungen, fördern die Durchblutung und unterstützen den Wiederaufbau der Rückenmuskulatur. 

Osteopathie und Chiropraktik sind Verfahren, die darauf abzielen, blockierte Wirbel- und Gelenkabschnitte zu mobilisieren und die physiologische Beweglichkeit der Wirbelsäule bei Pferden wiederherzustellen. Akupunktur unterstützt eine schmerzlindernde Wirkung und fördert die Muskelentspannung. 

Für die Abklärung und Behandlung von Rückenschmerzen beim Pferd empfiehlt sich die Vorstellung in einer spezialisierten Pferdeklinik.

Rückenschmerzen Behandlung von Pferden in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die Rückenschmerzen Behandlung von Pferden in der Pferdeklinik am Sorpesee besteht aus einem multimodalen Therapiekonzept, das moderne Schulmedizin, regenerative Verfahren und gezielte physiotherapeutische Maßnahmen miteinander verbindet. Wir sind auf orthopädische Probleme bei Pferden spezialisiert.

Bei jedem Pferd mit Verdacht auf Rückenschmerzen führen wir eine gründliche orthopädische Untersuchung durch. Wir erheben eine ausführliche Anamnese, tasten Rücken und Gliedmaßen ab und analysieren die Bewegung im Schritt und Trab auf hartem und weichem Boden. Unsere digitale Röntgentechnik ermöglicht die Darstellung von knöchernen Veränderungen der Wirbelsäule, wie beispielsweise Kissing Spines. Unsere Ultraschalluntersuchung ist ein geeignetes Verfahren, um die Weichteilstrukturen des Rückens, wie Muskulatur und Bänder, bei Pferden zu untersuchen.

Auf Basis unserer Befunde bieten wir in der Pferdeklinik am Sorpesee individuell abgestimmte Rückenbehandlungen an. Die fokussierte Stoßwellentherapie aktiviert gezielt Regenerationsprozesse im Gewebe und unterstützt die nachhaltige Heilung von schmerzhaften Strukturen. Der Einsatz von Bisphosphonaten stabilisiert den Knochenstoffwechsel bei knöchernen Umbauprozessen und reduziert schmerzhafte Veränderungen an der Wirbelsäule. In unserem hauseigenen Labor bereiten wir regenerative Blutprodukte wie ACP, IRAP beziehungsweise ABPS sowie Stammzellen auf, um Rückenschmerzen beim Pferd gezielt zu lindern. In der Pferdeklinik am Sorpesee nutzen wir die Kryotherapie zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei Problemen im Rückenbereich.

Ein zentraler Schwerpunkt der Pferdeklinik am Sorpesee ist die Physiotherapie und Chiropraktik zur Behandlung von Rückenschmerzen beim Pferd. Das Leistungsspektrum umfasst die Lösung muskulärer und bindegewebiger Verspannungen durch manuelle Therapie, Massage- und Faszienbehandlung, Stresspunktmassage nach C. Teslau sowie Akupressur. Chiropraktische Techniken mobilisieren Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule und stellen den physiologischen Bewegungsrahmen des Rückens wieder her, um Rückenschmerzen langfristig zu behandeln und zu lindern.

Was können Pferdehalter zur Prävention von Rückenschmerzen beim Pferd tun?

Pferdehalter können zur Prävention von Rückenschmerzen beim Pferd mit ausreichend freier Bewegung, gezieltem Muskelaufbau, regelmäßigem Aufwärmen, Mobilisations- und Dehnübungen, einer korrekten Reitweise, regelmäßiger Sattelanpassung und einer fachgerechten Hufbearbeitung wirksam vorbeugen.

Die folgende Liste zeigt Maßnahmen zur Prävention von Rückenschmerzen beim Pferd.

  • Ausreichend freie Bewegung ermöglichen: Eine wirksame Prävention von Rückenschmerzen bei Pferden ist durch regelmäßige freie Bewegung gegeben. Täglicher Koppelgang fördert die Durchblutung und unterstützt den Muskelaufbau.
  • Regelmäßiges Training der Rücken- und Bauchmuskulatur: Pferdebesitzer beugen Rückenschmerzen wirksam vor, indem sie die Muskulatur ihres Pferdes gezielt aufbauen und das Training konsequent an den jeweiligen Trainingsstand anpassen.
  • Ausreichende Aufwärmphase: Vor jedem Training ist es wichtig, das Pferd aufzuwärmen, um den Rücken optimal auf die Belastung vorzubereiten.
  • Regelmäßige Lockerungs- und Dehnübungen: Einfache Mobilisations- und Dehnübungen unterstützen die Gesunderhaltung des Rückens und verbessern die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
  • Korrekte Reitweise und Schulung des Reiters: Eine korrekte Reitweise entlastet den Pferderücken und reduziert das Risiko von Rückenschmerzen.
  • Regelmäßige Sattelanpassung durch Fachperson: Durch Sattelpassformkontrollen alle sechs bis zwölf Monate lassen sich Druckstellen, Fehlbelastungen und Rückenschmerzen beim Pferd vermeiden.
  • Regelmäßige Hufbearbeitung einhalten: Eine korrekte und regelmäßige Hufbearbeitung beugt Fehlstellungen und Fehlbelastungen vor, die sich negativ auf den Rücken des Pferdes auswirken.
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