Eine Sarkoid-OP beim Pferd ist die chirurgische Entfernung eines equinen Sarkoids. Sarkoide zählen zu den häufigsten Hauttumoren beim Pferd und wachsen häufig lokal aggressiv sowie infiltrativ in Haut und Unterhaut ein. Die Sarkoid-OP wird bei Pferden oft mit weiteren Tumortherapien kombiniert.
Eine Sarkoid-OP beim Pferd ist die chirurgische Entfernung eines equinen Sarkoids. Sarkoide zählen zu den häufigsten Hauttumoren beim Pferd und wachsen häufig lokal aggressiv sowie infiltrativ in Haut und Unterhaut ein. Die Sarkoid-OP wird bei Pferden oft mit weiteren Tumortherapien kombiniert.
Das Ziel einer Sarkoid-OP ist die möglichst vollständige Entfernung aller Tumorzellen, um erneutes Tumorwachstum zu verhindern. Da equine Sarkoide häufig keine klare Abgrenzung zum gesunden Gewebe besitzen, erfolgt die Sarkoid-OP beim Pferd meist in Kombination mit weiteren Therapieverfahren wie Laserchirurgie, Kryotherapie, Elektrochemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie.
Ein Sarkoid beim Pferd besitzt eine ausgeprägte Rezidivneigung. Bereits einzelne verbliebene Tumorzellen führen häufig zu erneutem Tumorwachstum. Rezidive verlaufen nicht selten aggressiver und infiltrativer als der ursprüngliche Tumor. Für die langfristige Tumorkontrolle und die Senkung des Rezidivrisikos ist eine frühzeitige Diagnostik und konsequente Behandlung von entscheidender Bedeutung.
In der Pferdeklinik am Sorpesee verfügen wir über umfangreiche Erfahrung in der chirurgischen und kombinierten Behandlung von equinen Sarkoiden. Je nach Sarkoidtyp, Lokalisation und Infiltrationstiefe erstellen wir für jedes betroffene Pferd ein individuelles Therapiekonzept und beziehen moderne Verfahren wie die Laserchirurgie und Immuntherapien mit in die Sarkoid Behandlung ein.
Bei Verdacht auf ein Sarkoid oder bei Auftreten von Hautveränderungen bei Ihrem Pferd empfehlen wir eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung in der Pferdeklinik am Sorpesee.
Hier sind unsere Kontaktdetails.
Dies sind die Sprechzeiten unserer Rezeption.
Dies sind unsere Besuchszeiten.
Das equine Sarkoid ist ein gutartiger, jedoch lokal aggressiv wachsender Hauttumor beim Pferd. Das equine Sarkoid wächst häufig tief in das umliegende Gewebe des Pferdes ein und tritt nach Behandlungen oft erneut auf.
Viele Sarkoide wachsen beim Pferd über Monate zunächst unauffällig, vergrößern sich nach Reizung oder Verletzung jedoch massiv und entwickeln aggressive Verlaufsformen.Obwohl Sarkoide lokal aggressiv sind, bilden sie beim Pferd normalerweise keine Metastasen in inneren Organen.
Ein Sarkoid beim Pferd tritt grundsätzlich an jeder Körperstelle auf. Besonders häufig von Sarkoiden betroffen sind dünne, wenig behaarte oder feuchte Hautbereiche. Typische Lokalisationen beim Pferd sind die Augenregion, Ohren, Maulwinkel, die Gurtlage, die Innenseiten der Oberschenkel, die Leistengegend, der Bauch und die Genitalregion. Viele Sarkoide entstehen außerdem im Bereich alter Narben, kleiner Hautverletzungen oder chronischer Scheuerstellen.
Typische Symptome eines Sarkoids beim Pferd sind raue oder verdickte Hautstellen, warzenartige Veränderungen, knotige Umfangsvermehrungen unter der Haut, offene oder blutende Wunden, krustige Beläge, nässende Tumoroberflächen und blumenkohlartige Gewebewucherungen. Sogenannte fibroblastische Sarkoide sondern häufig Sekret ab und ziehen Fliegen an.
Die Entstehung von Sarkoiden beim Pferd gilt als multifaktoriell. Als wichtigste Ursache wird eine Infektion mit dem Bovinen Papillomavirus (BPV), insbesondere mit den Typen BPV-1 und BPV-2, angesehen. Allerdings entwickelt nicht jedes infizierte Pferd ein Sarkoid. Kleine Hautverletzungen gelten häufig als Eintrittspforte für das Bovine Papillomavirus. Zu den wichtigen Überträgern des Bovinen Papillomavirus zählen Fliegen und andere Insekten.
Weitere Risikofaktoren für die Entstehung eines Sarkoids beim Pferd sind die Übertragung infektiösen Virusmaterials über kontaminiertes Putzzeug, Sattelzeug oder andere Gegenstände sowie die Autoinfektion. Bei einer Autoinfektion gelangen Tumorzellen oder Virusmaterial eines bestehenden Sarkoids auf weitere Hautregionen desselben Pferdes.
Einige Blutlinien und Pferdetypen zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung eines Sarkoids beim Pferd. Besonders häufig betroffen sind Quarter Horses, Appaloosas, Araber und Warmblutpferde.
Die klinische Erscheinung eines Sarkoids beim Pferd ist variabel.
Es gibt sechs unterschiedliche Arten von Sarkoiden beim Pferd. Die verschiedenen Formen des Sarkoids beim Pferd umfassen okkulte, verruköse, noduläre, fibroblastische, gemischte sowie malevolente Sarkoide.
Zwischen den einzelnen Formen des equinen Sarkoids gibt es fließende Übergänge. Weniger aggressive Sarkoidformen entwickeln sich teilweise zu deutlich aggressiveren Tumorformen.
In der folgenden Liste sind die verschiedenen Arten von Sarkoiden beim Pferd beschrieben.
Das okkulte Sarkoid ist die unauffälligste Form des Sarkoids beim Pferd. Typisch für das okkulte Sarkoid sind kleine, haarlose, leicht schuppige oder raue Hautbereiche mit geringer Erhebung.
Okkulte Sarkoide werden bei Pferden häufig mit Pilzinfektionen, Scheuerstellen oder harmlosen Hautveränderungen verwechselt. Das Wachstum beim Pferd verläuft in der Regel langsam. Traumatisierungen lösen bei okkulten Sarkoiden jedoch eine aggressive Umwandlung aus.
Das verruköse Sarkoid beim Pferd hat ein warzenartiges Erscheinungsbild mit einer trockenen, krustigen oder verhornenden Oberfläche. Bei Pferden entstehen bei verrukösen Sarkoiden teilweise auch blumenkohlartige Veränderungen.
Verruköse Sarkoide wachsen bei Pferden in der Regel langsam, reagieren jedoch empfindlich auf mechanische Reizung. Die Entwicklung eines fibroblastischen Sarkoid wird durch Scheuern und Verletzungen begünstigt.
Das noduläre Sarkoid wächst knotenförmig unter der Haut des Pferdes. Typisch für das noduläre Sarkoid sind feste, verschiebliche Umfangsvermehrungen unterschiedlicher Größe.
Bei Pferden tritt das noduläre Sarkoid bevorzugt an den Augenlidern, den Innenschenkeln, dem Schlauch oder dem Euter auf. Verletzungen bei einem nodulären Sarkoid begünstigen eine aggressive Tumorentwicklung beim Pferd.
Das fibroblastische Sarkoid beim Pferd ist besonders aggressiv. Der Tumor erscheint fleischig, feucht, häufig blutend und stark wuchernd.
Fibroblastische Sarkoide ähneln bei Pferden optisch überschießendem Granulationsgewebe oder offenen Fleischwunden. Charakteristisch für das Fibroblastische Sarkoid sind das schnelle Wachstum, die tiefe Gewebeinfiltration und die ausgeprägte Neigung zu Rezidiven.
Bei Pferden entstehen fibroide Sarkoide häufig nach Verletzungen, Operationen oder Traumatisierungen bereits bestehender Sarkoide anderer Formen.
Beim gemischten Sarkoid beim Pferd sind Merkmale mehrerer Tumorformen kombiniert. Oft sind gleichzeitig verruköse, noduläre und fibroblastische Anteile vorhanden. Ein gemischtes Sarkoid entsteht in der Regel durch die fortschreitende Umwandlung ursprünglich weniger aggressiver Tumoren.
Das malevolente Sarkoid ist die seltenste und aggressivste Form beim Pferd. Ein typisches Merkmal des malevolenten Sarkoids ist ein strangförmiges, infiltratives Wachstum entlang von Lymphbahnen und Gewebespalten. Die Haut erscheint verdickt, knotig und entzündlich verändert.
Das malevolente Sarkoid besitzt bei Pferden eine deutlich schlechtere Prognose als andere Sarkoidformen.
Eine Sarkoid-OP wird beim Pferd meist mit weiteren Therapieverfahren kombiniert, da Sarkoide häufig infiltrativ in das umliegende Gewebe einwachsen und sich chirurgisch oft nicht vollständig entfernen lassen. Bereits einzelne verbliebene Tumorzellen führen zu erneutem und aggressiverem Tumorwachstum.
Insbesondere bei großflächigen oder tief infiltrierenden Sarkoiden ist eine alleinige operative Entfernung als Behandlungsmethode meist nicht erfolgreich, da eine klare Abgrenzung zwischen gesundem und tumorösem Gewebe fehlt.
Neben der alleinigen chirurgischen Entfernung wird die Sarkoid-OP beim Pferd häufig mit weiteren Verfahren der Tumortherapie kombiniert, da equine Sarkoide eine hohe Rezidivneigung besitzen. Besonders gute Behandlungsergebnisse zeigt die laserchirurgische Entfernung des Sarkoids mit anschließender Elektrochemotherapie der verbleibenden Wundränder. Zusätzlich kommen Kombinationen aus chirurgischer Entfernung und Kryotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie zum Einsatz.
Welche Sarkoid-OP beim Pferd durchgeführt wird, hängt vor allem von Tumorform, Gewebebeteiligung und betroffener Körperregion ab.
Die Sarkoid-OP beim Pferd erfolgt abhängig von Tumorgröße, Lokalisation und Infiltrationstiefe mittels klassischer chirurgischer Exzision mit Skalpell oder moderner Laserchirurgie. Die Sarkoid-OP wird mit weiteren Tumortherapien wie Kryotherapie, Elektrochemotherapie, Immuntherapie und Strahlentherapie kombiniert.
Die Kombination mehrerer Therapieverfahren bildet die wichtigste Grundlage für die Behandlung von Sarkoiden bei Pferden. Nachfolgend sind die wichtigsten Therapieverfahren zur Behandlung von Sarkoiden beim Pferd aufgeführt.
Die Diagnose eines Sarkoids beim Pferd beginnt mit einer gründlichen klinischen Untersuchung der Hautveränderung. Der Tierarzt beurteilt Größe, Form, Konsistenz und Lokalisation des Tumors.
Bei Pferden mit Sarkoiden erfolgt die Untersuchung des gesamten Körpers auf weitere Tumorveränderungen, da equine Sarkoide häufig mehrfach auftreten. Eine fotografische Dokumentation unterstützt die objektive Verlaufskontrolle während der Behandlung.
Zur histologischen Untersuchung erfolgt häufig die vollständige Entfernung des Sarkoids im Rahmen einer Sarkoid-OP mit anschließender mikroskopischer Laboruntersuchung. Auf eine klassische Stanzbiopsie wird bei equinen Sarkoiden häufig verzichtet, da die Traumatisierung des Sarkoids erneutes und aggressiveres Tumorwachstum auslösen kann.
Die Sarkoid-OP gehört zu den wichtigsten Behandlungsverfahren beim equinen Sarkoid. Die operative Therapie des equinen Sarkoids zielt auf die vollständige Entfernung aller Tumorzellen ab, da bereits einzelne verbliebene Tumorzellen häufig erneutes Tumorwachstum verursachen.
Kleine und klar begrenzte Sarkoide besitzen häufig gute Voraussetzungen für eine chirurgische Entfernung. Die Sarkoid-OP beim Pferd erfolgt abhängig von Tumorgröße und Lokalisation unter Sedierung mit Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose. Während der Operation wird das Sarkoid mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe mit einem Skalpell entfernt, um das Risiko für Rezidive zu reduzieren. Anschließend erfolgt die Versorgung des Wundgebietes durch Nahtverschluss oder sekundäre Wundheilung. Besonders noduläre Sarkoide sprechen häufig gut auf eine operative Behandlung an.
Die laserchirurgische Entfernung von Sarkoiden gilt als moderne Weiterentwicklung der klassischen chirurgischen Exzision mit dem Skalpell. Bei der Laserchirurgie wird das Sarkoid mit einem präzisen Laserstrahl entfernt. Der Laser erhitzt die Flüssigkeit innerhalb der Tumorzellen, wodurch die Zellmembranen zerstört werden. Gleichzeitig verschließt und sterilisiert der Laser Blut- und Lymphgefäße sowie kleine Nervenendigungen.
Durch die laserchirurgische Entfernung von Sarkoiden sinkt das Risiko der Verschleppung von Tumorzellen. Im Vergleich zur klassischen Skalpellchirurgie besitzt die Laserchirurgie eine geringere Rezidivrate und eignet sich bei Pferden besonders für empfindliche Lokalisationen wie Augenlider, Ohren oder Genitalbereich. Zusätzlich sterilisiert der Laser die Wundränder und reduziert verbliebene Tumorzellen.
Die operative Entfernung des Sarkoids bildet häufig die Grundlage einer kombinierten Tumortherapie beim Pferd.
Bei der Elektrochemotherapie werden Sarkoide beim Pferd durch die Kombination aus Chemotherapeutikum und elektrischen Impulsen behandelt. Ein Chemotherapeutikum wie Cisplatin wird direkt in das Sarkoid oder die Wundränder injiziert. Nach der Injektion erfolgen über spezielle Elektroden gezielte elektrische Impulse.
Die elektrischen Impulse erhöhen beim Pferd kurzfristig die Durchlässigkeit der Zellmembranen des Sarkoidgewebes. Das Chemotherapeutikum gelangt effektiver in die Tumorzellen. Die Elektrochemotherapie eignet sich insbesondere für tief infiltrierende oder schwer operable Sarkoide beim Pferd.
Bei der Kryotherapie wird das Tumorgewebe bei Pferden durch extreme Kälte mit flüssigem Stickstoff zerstört. Die schnelle Vereisung erzeugt Eiskristalle innerhalb der Sarkoidzellen und führt zu Zellschäden bis hin zum Zelltod.
Vor der Kryotherapie wird das Fell des Pferdes im Bereich des Sarkoids entfernt und eine lokale Betäubung durchgeführt. Das Sarkoid wird mithilfe eines Stabapplikators oder Sprühaufsatzes vereist. Nach dem Auftauen reagiert der Körper mit einer lokalen Entzündungs- und Abstoßungsreaktion. Das zerstörte Gewebe wird anschließend durch Granulationsgewebe ersetzt.
Die Kryotherapie eignet sich vor allem für kleinere, oberflächliche und gut abgrenzbare Sarkoide und für schwierige Lokalisationen wie Ohr oder Augenlid. Besonders bewährt hat sich die Kombination aus chirurgischer Entfernung und anschließender Vereisung des Wundgebietes.
Die Chemotherapie wird beim equinen Sarkoid vorwiegend lokal angewendet. Bei Pferden werden die Chemotherapeutika entweder direkt in das Sarkoid injiziert oder lokal als Salbe aufgetragen.
Topische Chemotherapien kommen insbesondere bei kleineren, oberflächlichen oder schlecht operablen Sarkoiden beim Pferd zum Einsatz. Intratumorale Injektionen von Chemotherapeutika erfolgen häufig unter Sedation oder Kurznarkose. Für eine erfolgreiche Behandlung sind bei Pferden oft mehrere Therapieeinheiten im Abstand von einigen Wochen erforderlich.
Die Immuntherapie nutzt die körpereigene Immunabwehr des Pferdes zur Bekämpfung des Sarkoids. Besonders häufig erfolgt bei Sarkoiden die Behandlung mittels BCG-Immuntherapie.
Bei der Immuntherapie wird ein abgeschwächter Tuberkuloseimpfstoff direkt in das Sarkoid injiziert. Bei Pferden löst die Immuntherapie eine starke lokale Immunreaktion gegen das Tumorgewebe aus. In der Regel sind mehrere Injektionen im Abstand von etwa zwei Wochen erforderlich.
Die BCG-Immuntherapie ist besonders geeignet für periokuläre Sarkoide und großflächige Tumoren. Bei Pferden erfolgt die Rückbildung des Tumors über mehrere Monate.
Die Strahlentherapie ist eine der wirksamsten Behandlungsmethoden beim equinen Sarkoid und eignet sich besonders für große, aggressive oder schwer operable Tumoren. Bei der Strahlentherapie werden radioaktive Implantate direkt in das Tumorgewebe des Pferdes eingebracht.
Die Strahlung wirkt bei Pferden gezielt auf die Tumorzellen, während das umliegende Gewebe weitgehend geschont wird. Die Strahlentherapie erfolgt in mehreren Sitzungen, die häufig unter Kurznarkose durchgeführt werden. Aufgrund des hohen technischen und logistischen Aufwands wird die Strahlentherapie nur in spezialisierten Kliniken angeboten.
Zur Ligatur von Sarkoiden beim Pferd werden spezielle Gummiringe verwendet, welche die Blutzufuhr des Tumors abschnüren. Die Methode eignet sich insbesondere für kleinere gestielte Sarkoide.
Nach dem Abbinden stirbt das Sarkoidgewebe des Pferdes infolge der unterbrochenen Durchblutung langsam ab und wird abgestoßen. Das Verfahren besitzt ein Rezidivrisiko.
Bei der Thermokauterisation wird Sarkoidgewebe beim Pferd mithilfe großer Hitze verödet. Eine glühende Metallspitze zerstört das Sarkoid und verschließt gleichzeitig kleinere Blutgefäße.
Nach der Behandlung folgt beim Pferd ein Abstoßungsprozess des zerstörten Gewebes. Die Wunde heilt dann sekundär über Granulationsgewebe ab. Die Thermokauterisation eignet sich insbesondere für kleinere Tumoren und wird ergänzend zur chirurgischen Behandlung eingesetzt.
Nach einer Sarkoid-OP beim Pferd sollte man tägliche Wundkontrollen durchführen und die Operationsstelle auf Schwellungen, Wärme, Rötungen, Nässen, Blutungen, Wundheilungsstörungen und Gewebeveränderungen kontrollieren.
Zunehmende Umfangsvermehrungen, aufbrechende Hautbereiche und knotige Veränderungen nach einer Sarkoid-OP weisen auf ein Rezidiv des Sarkoids hin und erfordern eine zeitnahe tierärztliche Kontrolle.
Auch nach erfolgreicher Behandlung besitzen equine Sarkoide ein erhöhtes Risiko für erneutes Tumorwachstum. Das behandelte Gewebe benötigt in den ersten Wochen nach der Sarkoid-Op intensiven Schutz vor mechanischer Reizung und Infektionen. Reibung durch Sattel, Gurte, Decken oder Scheuern stört die Wundheilung und fördert ein erneutes Tumorwachstum.
Nach einer Sarkoidbehandlung beim Pferd ist ein konsequenter Insektenschutz von großer Bedeutung. Fliegen und andere Insekten reizen die Wunde, verschlechtern die Heilung und gelten als mögliche Überträger infektiösen Virusmaterials. Insbesondere während der Weidesaison ist es wichtig, dass behandelte Hautbereiche nach einer Sarkoid OP beim Pferd zuverlässig geschützt werden.
Die langfristige Nachsorge nach einer Sarkoid-OP beim Pferd umfasst regelmäßige Kontrollen der Operationsstelle und die Untersuchung des gesamten Körpers auf weitere Sarkoide. Fotografische Verlaufskontrollen erleichtern die Beurteilung kleinster Veränderungen.
Früh erkannte und konsequent behandelte Sarkoide besitzen häufig gute Heilungschancen und lassen sich meist besser therapieren als großflächige oder tief infiltrierende Tumoren. Rezidive verlaufen bei Pferden dagegen häufig hartnäckig und erfordern erneute Kombinationstherapien.
Eine Sarkoid-OP beim Pferd kostet je nach Lokalisation, Sarkoidtyp, Tumorgröße und Operationsaufwand unterschiedlich viel. Die Entfernung kleiner, klar abgrenzbarer Sarkoide verursacht geringere Behandlungskosten als die von großflächigen, tief infiltrierenden oder rezidivierenden Sarkoiden.
Die Kosten einer Sarkoid-OP beim Pferd steigen bei aufwendigen chirurgischen Eingriffen und bei notwendigen Kombinationstherapien, zu denen beispielsweise Laserchirurgie, Kryotherapie, Elektrochemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie gehören.
Die Abrechnung einer Sarkoid-OP beim Pferd erfolgt nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Je nach gewähltem Tarif übernehmen Pferde-OP-Versicherungen die Kosten einer Sarkoid-OP teilweise oder vollständig.
In der Pferdeklinik am Sorpesee gehören die Diagnostik und chirurgische Behandlung von Sarkoiden beim Pferd zum Kernbereich unserer Weichteilchirurgie. Neben der klassischen Sarkoid-OP, der chirurgischen Exzision mittels Skalpell, führen wir auch laserchirurgische Verfahren zur Therapie von Sarkoiden bei Pferden durch.
Vor jeder Sarkoid-OP erfolgt in unserer Pferdeklinik am Sorpesee eine umfassende Diagnostik des Sarkoids beim Pferd. Wir beurteilen Tumorgröße, Lokalisation, Infiltrationstiefe und mögliche weitere Sarkoide am gesamten Körper. Für die weiterführende Diagnostik stehen uns hochauflösende Ultraschalluntersuchungen sowie digitale Röntgensysteme zur Verfügung, um das Ausmaß der Gewebeveränderungen darzustellen und eine Beteiligung tieferer Strukturen abzuklären.
Viele diagnostische Voruntersuchungen führen wir mit unserer Fahrpraxis direkt am heimischen Stall durch. Unsere voll ausgestatteten Praxisfahrzeuge ermöglichen eine stressarme Untersuchung des Pferdes ohne zusätzlichen Transportaufwand.
Vor einer Sarkoid-OP beim Pferd überprüfen wir mithilfe unseres hauseigenen Labors wichtige hämatologische und klinisch-chemische Blutparameter sowie die Organfunktion des Pferdes. Mithilfe der Blutuntersuchungen lässt sich vor einer Sarkoid-OP die Narkosefähigkeit des Pferdes beurteilen und das Narkoserisiko minimieren.
Die operative Entfernung von Sarkoiden bei Pferden erfolgt in unserem modernen Operationsbereich der Pferdeklinik am Sorpesee nach hohen chirurgischen und anästhesiologischen Standards. Die Laserchirurgie ermöglicht uns eine besonders präzise Entfernung der Sarkoide und reduziert sowohl Blutungen als auch das Rezidivrisiko. Wir führen die Sarkoid-OP unter Sedierung mit Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose als Inhalationsnarkose durch. Während der gesamten Operation überwacht das Team unserer Pferdeklinik am Sorpesee die Vitalfunktionen des Pferdes mittels modernem Monitoring.
Abhängig vom Sarkoidtyp ergänzen wir die Sarkoid-OP beim Pferd durch weitere Tumortherapien. In der Pferdeklinik am Sorpesee kommen moderne Verfahren wie LigaSure, Kryotherapie und lokale Chemotherapie zum Einsatz. Weiterführende spezialisierte Behandlungen erfolgen abhängig vom Sarkoid entweder direkt in unserer Pferdeklinik oder in Zusammenarbeit mit spezialisierten Kollegen und Fachkliniken.
Da equine Sarkoide häufig wiederkehren und individuell unterschiedlich auf Therapieverfahren reagieren, erstellen wir in der Pferdeklinik am Sorpesee für jedes Pferd ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept.

Montag bis Freitag
Samstag
8 - 18 Uhr
9 - 12 Uhr
Bitte beachten: Die Öffnungszeiten der Rezeption sind nicht gleichbedeutend mit Besuchs- und Sprechzeiten!
Montag bis Freitag
Samstag
und
Sonn- u. Feiertags
und
10 - 18 Uhr
10 - 12 Uhr
17 - 18 Uhr
9 - 10 Uhr
17 - 18 Uhr
Wir möchten Sie bitten, sich beim Besuch stationärer Patienten vor Betreten des Stalles an der Rezeption anzumelden. Ist diese nicht besetzt, melden Sie sich bitte telefonisch an unter der Rufnummer:
02933 / 902 19 23
© 2026 Tierärztliche Klinik für Pferde am Sorpesee
