Osteochondrosis dissecans (OCD) Pferd

Osteochondrosis dissecans (OCD) beim Pferd: Definition, Ursachen & Behandlung

Letztes Update am
8. Dezember 2025

Osteochondrosis dissecans (OCD) beim Pferd bezeichnet eine Veränderung des Gelenkknorpels während der Wachstumsphase. Charakteristisch für OCD sind die sogenannten Chips, abgesplitterte Knorpel- oder Knochenfragmente im Gelenk. Der Artikel erläutert die Definition, die Ursachen und die Behandlung von OCD bei Pferden. 

Inhaltsverzeichnis

OCD zählt zu den häufigen orthopädischen Erkrankungen bei Pferden. Laut einer in der Fachzeitschrift „Clinical Techniques in Equine Practice“ veröffentlichten Studie zeigen röntgenologische Untersuchungen, dass etwa 25 % der europäischen Warmblut- und Vollblutpopulation Anzeichen der orthopädischen Erkrankung aufweisen.

Die zunächst symptomfrei verlaufende Osteochondrosis dissecans führt beim Pferd unbehandelt zu Gelenkschwellungen, Knorpelschäden und Lahmheit. Zeigt ein Pferd erste Symptome, ist eine frühzeitige Diagnose und individuelle Behandlung durch einen erfahrenen Tierarzt wichtig, um Folgeschäden zu verhindern.

In der Tierärztlichen Klinik für Pferde am Sorpesee sind wir auf die Behandlung orthopädischer Erkrankungen wie OCD spezialisiert. Die minimalinvasive Arthroskopie ist die wichtigste Therapieform bei OCD und gehört zu unseren zentralen Schwerpunkten. Wir sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für Sie und Ihre Pferde da. Unter der Leitung von Dr. Jutta Riedel-Kaufhold und FEI-Tierarzt Tobias Kaufhold vereinen wir Fachkompetenz, moderne Technik und persönliche Betreuung.

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Was ist Osteochondrosis dissecans (OCD)?

Osteochondrosis dissecans (OCD) ist eine entwicklungsbedingte Gelenkerkrankung bei Pferden, die in der Wachstumsphase entsteht. Bei Pferden mit OCD ist die Versorgung des Gelenkknorpels gestört, wodurch sich Knochen- und Knorpelfragmente vom Knochen lösen.

OCD beginnt in der Regel zwischen dem vierten und zwölften Lebensmonat, also in der frühen Wachstumsphase des Pferdes. Bei einer gesunden Entwicklung findet im Skelett des Fohlens eine schrittweise Umwandlung des zunächst knorpelig angelegten Gewebes in Knochen statt. Bei OCD ist die Verknöcherung, auch enchondrale Ossifikation genannt, gestört. Durch die unzureichende Blutversorgung des subchondralen Knochens (Knochenanteil direkt unter der Gelenkknorpelschicht) wird das Gewebe nicht mehr ausreichend versorgt. Der betroffene Knochenbereich löst sich zusammen mit dem Knorpel vom gesunden Gewebe ab und liegt als sogenannter Chip frei im Gelenk. Der entstandene Knorpeldefekt und das lose Fragment führen zu Entzündungen im Gelenk des Pferdes, die den verbleibenden gesunden Knorpel weiter schädigen.

Die Chips verbleiben entweder an ihrer ursprünglichen Stelle oder bewegen sich in der Gelenkhöhle des Pferdes. Befinden sie sich frei im Gelenk, werden sie als Gelenkmäuse bezeichnet. Bei Pferden treten Chips vorwiegend in den Beingelenken auf, am häufigsten im Sprung- und im Fesselgelenk. Auch die Huf-, Knie- und Karpalgelenke können betroffen sein. Das Schulter- und das Halswirbelgelenk sind bei der Osteochondrosis dissecans nur in Einzelfällen betroffen.

Bei fortschreitender OCD wird die Stabilität der Knochen zunehmend beeinträchtigt. Die Ursachen der Osteochondrosis dissecans beim Pferd sind vielfältig.

Was sind die Ursachen von OCD?

Die Ursachen von OCD beim Pferd sind genetische Veranlagung, eine falsche Ernährung mit übermäßiger oder unzureichender Energiezufuhr sowie Bewegungsmangel und Überlastung.

OCD beim Pferd ist eine multifaktorielle Erkrankung. An der Entwicklung der Skeletterkrankung sind häufig mehrere Faktoren beteiligt. Die folgenden Ursachen gelten als typische Auslöser für die Entstehung einer Osteochondrosis dissecans beim Pferd.

1. Genetik

Die Genetik gilt als wichtiger Faktor für die Entwicklung einer OCD beim Pferd. Insbesondere Warmblüter und Vollblüter sind anfälliger für diese orthopädische Erkrankung.

Bei einem Pferd mit OCD sind häufig die feinen Blutgefäße im Gelenkknorpel verändert, was die Nährstoffversorgung beeinträchtigt. Bei genetisch vorbelasteten Tieren reifen die Knorpelzellen nicht vollständig aus, was die Ablösung einzelner Knorpelbereiche begünstigt. 

Ein großer, massiger Körperbau des Pferdes kann ebenfalls zur Entstehung von OCD beitragen. Das Ungleichgewicht zwischen Körpermasse und noch unreifem Skelett überlastet die Gelenke des Pferdes.

2. Ernährung

Eine unausgewogene Ernährung ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Osteochondrosis dissecans bei Pferden, da sie das Wachstum, den Stoffwechsel und die Verknöcherung des Gelenkknorpels beeinflusst.

Eine übermäßige Energiezufuhr durch stärke- und zuckerreiches Futter beschleunigt das Wachstum und überfordert das noch nicht vollständig ausgereifte Skelett des Pferdes. Die beeinträchtigte Nährstoffversorgung des Knorpels sowie ein erhöhter Insulinspiegel hemmen die Mineralisierung der Knochen und begünstigen die Bildung weicher, instabiler Knorpelbereiche.

Sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung mit Nährstoffen oder Aminosäuren begünstigen die Entstehung von OCD beim Pferd. Kupfer, Kalzium, Phosphor und Zink sind für die Entwicklung von Knorpel und Knochen besonders wichtig.

Die Ernährung beeinflusst das Risiko, an OCD zu erkranken, bereits vor der Geburt des Fohlens. Eine übermäßige Energiezufuhr im letzten Drittel der Trächtigkeit löst beim ungeborenen Fohlen Stoffwechselveränderungen aus, die zu einer unzureichenden Knorpelbildung führen.

3. Bewegung

Bewegungsmangel und Überlastung zählen zu den häufigen Auslösern einer OCD beim Pferd. Bewegung verteilt die Gelenkflüssigkeit im Gelenk und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Falsche oder mangelnde Belastung stört den natürlichen Bewegungsablauf des Pferdes und beeinträchtigt die Knorpelentwicklung.

Fehlt jungen Pferden ausreichende Bewegung, steigt das Risiko, eine Osteochondrosis dissecans zu entwickeln. Bewegungsmangel führt zu einer unzureichenden Knorpelernährung und verringert die Belastungsfähigkeit des Gewebes. Ein gleichmäßiges Maß an altersgerechter, kontrollierter Bewegung ist wichtig, um eine gesunde Entwicklung des Bewegungsapparats zu fördern.

Eine zu intensive oder einseitige Belastung, etwa durch frühes Anreiten oder zu hartes Training, löst Mikrotraumen im Bewegungsapparat des Pferdes aus. Die feinen Verletzungen begünstigen Entzündungen und stören die lokale Durchblutung.  Die Folge sind Knorpelschäden, die sich zu OCD-Läsionen entwickeln können.

4. Wachstum

Eine weitere Ursache für OCD ist ein gestörtes Knochenwachstum während der Wachstumsphase des Pferdes. Besonders gefährdet sind Gelenke, deren Epiphysenfugen, also die Wachstumszonen an den Enden der Knochen, früh schließen. Eine verkürzte Wachstumsphase erhöht die Gefahr fehlerhafter Verknöcherungen.

In den ersten Lebensmonaten wächst das Pferd besonders schnell. Bereits bei der Geburt erreicht ein Fohlen rund zwei Drittel seiner Endgröße, als Jährling etwa 90 Prozent. Läuft der Wachstumsprozess zu schnell oder unregelmäßig ab, entstehen Instabilitäten im Gelenkknorpel und Knochen, die die Entwicklung von OCD begünstigen.

Die Beschwerden, die ein Pferd bei einer OCD hat, variieren.

Was sind die Symptome von OCD?

Typische Symptome einer OCD beim Pferd sind Schmerzen, Lahmheit, Bewegungseinschränkungen, Schwellungen und eine erhöhte Wärmeentwicklung im betroffenen Gelenk. Zu Beginn der Erkrankung OCD zeigt das Pferd häufig keine sichtbaren Symptome.

Die klinischen Anzeichen einer OCD variieren je nach betroffenem Gelenk, Schweregrad und Lage der Läsion oder der Gelenkchips. Erst wenn die OCD fortschreitet, werden Symptome wie Lahmheit und Schwellungen sichtbar. 

Die folgende Liste zeigt die typischen Symptome von OCD bei Pferden.

  • Schmerzen: Schmerzen sind ein typisches Symptom bei Pferden, die an OCD leiden. Schmerzen zeigen sich bei betroffenen Pferden insbesondere bei Bewegung und Belastung. In Ruhephasen wirken an OCD erkrankte Pferde oft unauffällig.
  • Lahmheit: Bei Osteochondrosis dissecans tritt die Lahmheit beim Pferd meist belastungsabhängig auf. Sie reicht von leichter Unregelmäßigkeit bis zu hochgradiger Lahmheit, insbesondere wenn sich ein Gelenkchip im Gelenkspalt verklemmt.
  • Steifheit: Eine zunehmende Steifheit kann bei Pferden auf OCD hindeuten, besonders nach Ruhephasen oder intensiver Belastung. Die Steifheit entsteht durch Schmerzen, Entzündungen und eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit.
  • Leistungseinbuße: Leistungseinbußen sind ein Begleitsymptom der OCD. Betroffene Pferde zeigen eine verminderte Bewegungsfreude, verkürzte Gänge oder Widerstand beim Anreiten.
  • Gelenkschwellungen: Gelenkschwellungen treten bei Pferden mit Osteochondrosis dissecans häufig an Sprung- oder Kniegelenken auf. Die Schwellungen sind sichtbar oder tastbar und deuten auf eine Reizung oder Entzündung durch Chips im Gelenk hin.
  • Gallen: Gallen treten bei OCD als Folge einer chronischen Gelenkreizung auf. Die vermehrte Ansammlung von Gelenkflüssigkeit wird infolge von Entzündungsprozessen im betroffenen Gelenk gebildet.
  • Überwärmung: Eine spürbare Überwärmung der Gelenkregion bei Pferden deutet auf eine aktive Entzündung im Zusammenhang mit OCD hin. 
  • Gelenkentzündung (Synovitis): Eine häufige Folge der OCD beim Pferd ist eine Synovitis, also eine Entzündung der Gelenkinnenhaut. Sie entsteht durch langanhaltende Reizung oder durch Abriebpartikel im Gelenk.

Eine präzise Diagnostik durch erfahrene Tierärzte bestimmt das Ausmaß und die Lokalisation einer Osteochondrosis dissecans (OCD) beim Pferd.

Wie wird OCD diagnostiziert?

OCD beim Pferd wird durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren wie Röntgen diagnostiziert. Ergänzend liefert eine Arthroskopie detaillierte Informationen über den Zustand des betroffenen Gelenks.

Bei Verdacht auf OCD bei einem Pferd beginnt die Untersuchung mit einer gründlichen Lahmheitsdiagnostik. Die Untersuchung startet mit einem ausführlichen Vorbericht, um Hinweise auf die Ursache der Lahmheit zu erhalten. Die Adspektion und Palpation der betroffenen Gliedmaßen liefern Anhaltspunkte für die Eingrenzung betroffener Bereiche. Das Pferd wird bei der Lahmheitsdiagnostik auf hartem und weichem Boden im Schritt und Trab vorgestellt, um das Gangbild zu beurteilen und den Schmerzbereich einzugrenzen. Diagnostische Anästhesien lokalisieren den schmerzhaften Bereich, bevor Röntgenaufnahmen angefertigt werden.

Das Röntgen ist das wichtigste und am häufigsten eingesetzte Verfahren, um eine Osteochondrosis dissecans beim Pferd zu diagnostizieren. Für eine genaue Beurteilung sind in der Regel mehrere Aufnahmen in verschiedenen Winkeln des Gelenks erforderlich. Auf den Röntgenbildern werden typische Veränderungen wie Chips oder Unregelmäßigkeiten an der Gelenkfläche sichtbar. 

Die Arthroskopie ist sowohl für die Diagnose als auch für die Therapie von OCD beim Pferd hilfreich. Bei dem minimalinvasiven Verfahren wird das Innere des Gelenks mithilfe einer kleinen Kamera untersucht. Die Kamera überträgt ein vergrößertes Bild der Gelenkstrukturen, anhand dessen sich der Schweregrad der OCD beurteilen lässt. Während einer Arthroskopie lassen sich gezielt Gelenkkörper entfernen.

Viele Pferde zeigen bei OCD zunächst keine klinischen Symptome, weshalb die Diagnose der Krankheit häufig im Rahmen einer röntgenologischen Kaufuntersuchung (AKU) festgestellt wird. Die AKU wird vor dem Kauf eines Pferdes durchgeführt, um den allgemeinen Gesundheitszustand zu beurteilen und mögliche orthopädische Probleme zu erkennen. Die Befunde werden in Röntgenklassen eingeteilt. Klasse I zeigt keine Auffälligkeiten, Klassen II bis III weisen geringfügige, meist unproblematische Veränderungen auf. Klasse IV zeigt größere oder ungünstig gelegene Chips, die klinisch relevant sind. Viele Züchter veranlassen bei jungen Pferden ab einem Alter von etwa zwei Jahren Röntgenuntersuchungen, um OCD frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Eine gründliche Diagnostik ist die Grundlage für eine gezielte Behandlung von OCD bei Pferden.

Wie läuft die Behandlung von OCD bei Pferden ab?

Die Behandlung von OCD bei Pferden läuft durch eine Kombination aus konservativen und chirurgischen Maßnahmen ab. Medikamente reduzieren Schmerzen und Entzündungen, während bei der Arthroskopie chirurgisch Gelenkchips entfernt werden. Eine anschließende Physiotherapie fördert beim Pferd Regeneration und Belastbarkeit.

Die Behandlung einer OCD beim Pferd richtet sich nach dem Schweregrad, der Lage und dem Ausmaß der Gelenkveränderungen. Das Ziel besteht darin, die Gelenkfunktion wiederherzustellen und chronische Folgeschäden vorzubeugen. 

Die im Folgenden aufgeführten Behandlungsmaßnahmen sind bei einer OCD beim Pferd hilfreich.

Konservative Behandlung

Eine rein konservative Behandlung kommt bei milden Formen der OCD zum Einsatz, wenn keine störenden Gelenkchips vorhanden sind und keine deutliche Lahmheit besteht. 

Entzündungshemmende Medikamente reduzieren Schwellungen und beugen Gelenkentzündungen vor, schmerzstillende Präparate lindern die Beschwerden und ermöglichen eine verbesserte Bewegungsfreiheit. 

Bei der konservativen Behandlung von OCD unterstützen Nahrungsergänzungsmittel die Regeneration des Gelenkknorpels. Knorpelstärkende Zusätze wie Grünlippmuschelextrakt, Kollagenpeptide oder Glucosamin tragen zum Erhalt der Gelenkstrukturen bei. Bei reduzierter Bewegung ist eine angepasste Fütterung wichtig, um Übergewicht zu vermeiden.

Chirurgische Behandlung

Die effektivste Behandlung von OCD bei Pferden ist die chirurgische Behandlung mithilfe einer Arthroskopie. Bei dem minimalinvasiven Standardverfahren zur Behandlung von OCD werden eine Kamera und Instrumente über kleine Hautschnitte in ein Gelenk eingeführt.

Die Arthroskopie erfolgt unter Vollnarkose. Lose Knochen- oder Knorpelfragmente werden entfernt, Gelenkflächen geglättet und das Gelenk gespült, um Entzündungsprodukte der OCD zu beseitigen. Eine frühzeitige Operation, insbesondere bei jungen Pferden, verhindert bleibende Knorpelschäden und verbessert die Langzeitprognose.

Nach der Arthroskopie bleibt das Pferd stationär in der Klinik und erhält Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Anschließend folgt eine zweiwöchige Boxenruhe mit Verband. 

Rehabilitation

Die Rehabilitation beginnt nach der chirurgischen Behandlung der OCD. Durch individuelle Physiotherapie wird verspannte Muskulatur gelockert, die Beweglichkeit verbessert und die Regeneration der Gelenkstrukturen aktiviert.

Nach einer etwa zwei- bis dreiwöchigen Boxenruhe nach der Arthroskopie folgt ein drei- bis vierwöchiges Trainingsprogramm mit täglich 20 bis 30 Minuten Bewegung an der Hand. Die Steigerung des Trainings erfolgt schrittweise und wird an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst.

Pferde, die zuvor aufgrund von OCD unter Lahmheit oder Rückenschmerzen gelitten haben, profitieren besonders von physiotherapeutischen Maßnahmen, da diese Fehlbelastungen verringern und verhindern.  

Für eine gezielte und erfolgreiche Behandlung von OCD beim Pferd empfiehlt sich eine erfahrene Fachklinik wie die Pferdeklinik am Sorpesee.

OCD Behandlung in der Pferdeklinik am Sorpesee

Die OCD-Behandlung ist unser Spezialgebiet in der Pferdeklinik am Sorpesee. Als Fachklinik für Pferde mit dem Schwerpunkt Orthopädie bieten wir eine umfassende Diagnostik, Therapie und Chirurgie bei Erkrankungen des Bewegungsapparats einschließlich der Osteochondrosis dissecans (OCD) an.

Bei Verdacht auf OCD führen wir in der Pferdeklinik am Sorpesee eine umfassende Lahmheitsuntersuchung durch. Nach einem ausführlichen Vorbericht beurteilen wir das Pferd auf dem weitläufigen Klinikgelände in Sundern auf hartem und weichem Boden und analysieren sein Gangbild. Mithilfe von Beugeproben und diagnostischen Anästhesien lokalisieren wir die Schmerzquelle.

Unsere hochmodernen, kabellosen Röntgensysteme erkennen Chips und Unregelmäßigkeiten an der Gelenkfläche des Pferdes schnell und präzise. Der Schweregrad und die Lage der Läsionen lassen sich genau bestimmen.

Milde Verläufe von OCD behandeln wir in der Pferdeklinik am Sorpesee konservativ, schwere Fälle erfordern eine kombinierte Therapie. Neben der Gabe entzündungshemmender und schmerzstillender Medikamente zur Förderung der Gelenkfunktion setzen wir bei Pferden auch regenerative Therapien wie ACP (Autologous Conditioned Plasma) und IRAP ein. Die Verfahren nutzen körpereigene Blutbestandteile, um Entzündungen zu hemmen und die Heilung der Gelenkstrukturen bei OCD zu beschleunigen.

Bei einer fortgeschrittenen OCD führen wir arthroskopische Eingriffe in unserem modernen, hochwertig ausgestatteten Operationssaal durch. Unsere auf Arthroskopien spezialisierte Klinik verfügt über modernste Videoendoskopie- und Präzisionsinstrumente für minimalinvasive Gelenkoperationen. Wir entfernen gezielt Knorpel- und Knochenfragmente, glätten die Gelenkflächen und spülen das Gelenk des Pferdes. Mithilfe der Arthroskopie beseitigen wir Entzündungsrückstände und fördern eine optimale Heilung.

Unser erfahrenes OP Team am Sorpesee arbeitet nach höchsten medizinischen Standards. Jede Vollnarkose erfolgt als Intubationsnarkose und wird kontinuierlich überwacht. Nach dem Eingriff bleibt Ihr Pferd einige Tage stationär, um eine engmaschige Schmerztherapie und Nachsorge zu gewährleisten.

Nach der akuten Behandlung von OCD begleiten wir den Heilungsprozess beim Pferd mit gezielten physiotherapeutischen Maßnahmen. Mit Massagetechniken lösen wir Verspannungen und verbessern die Beweglichkeit. Durch Gelenkmobilisation und Faszienbehandlungen fördern wir die Funktion und Stabilität der Gelenke. Physikalische Therapien wie Thermo-, Elektro- und Ultraschallbehandlungen regen die Durchblutung an und beschleunigen die Regeneration des Pferdes.

Für die Versorgung von Pferden mit OCD steht in unserer Klinik eine 24/7-Notfallbereitschaft zur Verfügung. Fünf vollständig ausgestattete Praxisfahrzeuge ermöglichen eine schnelle und umfassende Betreuung im gesamten Einzugsgebiet. 

Was kann man zur Prävention von OCD tun?

Zur Prävention von OCD beim Pferd kann man auf eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung achten, regelmäßige Bewegung ermöglichen und genetische Vorbelastungen bei der Zuchtauswahl berücksichtigen.

Die folgenden drei Punkte zeigen auf, welche präventiven Maßnahmen sich bei der Vorbeugung einer OCD beim Pferd als hilfreich erweisen.

1. Ernährung

Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung unterstützt die gesunde Knochen- und Knorpelentwicklung und trägt zur Vorbeugung von OCD beim Pferd bei.

Eine gleichmäßige Energiezufuhr durch die Ernährung verhindert bei Pferden Fehlentwicklungen der Gelenke. Funktionsnährstoffe wie Kollagenpeptide oder Glycosaminoglykane unterstützen die Gelenkgesundheit, indem sie Bindegewebe und Knorpelstruktur stärken. Für den Knochenstoffwechsel sind Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink, Mangan sowie die Vitamine D und K von Bedeutung. Ein Ungleichgewicht des Stoffwechsels kann die Ursache für OCD sein.

Die richtige Ernährung ist bereits im Mutterleib der erste Schritt zur Prävention von OCD beim Pferd. Zuchtstuten sind während der Trächtigkeit und Laktation ausreichend mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen zu versorgen, damit das Fohlen über die Milch optimal ernährt wird.

2. Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist eine weitere Maßnahme zur Vorbeugung von OCD. Fohlen benötigen vom ersten Lebenstag an freien Auslauf, um sich gesund zu entwickeln. Bewegung fördert die Durchblutung des Knorpels und stärkt Muskulatur, Sehnen und Bänder langfristig.

Ausreichender Weidegang ist die wirksamste Form natürlicher Bewegung. Harte Belastungen, abruptes Treiben und unkontrollierte Bewegungsabläufe sind zu vermeiden, um die Gelenke zu schützen.

3. Zuchtauswahl

Eine gezielte Zuchtauswahl verringert das Risiko für OCD bei Pferden. Zeigen mehrere Nachkommen einer Stute OCD-Befunde, obwohl Haltung und Fütterung optimal sind, ist ihr weiterer Zuchteinsatz kritisch zu hinterfragen.

Auch bei der Hengstwahl ist auf eine unauffällige Nachzucht zu achten, da eine genetische Prädisposition über die väterliche Linie vererbt wird. Durch die konsequente Kontrolle der Nachzucht auf OCD und den Ausschluss betroffener Tiere aus der Zucht lässt sich das genetische Risiko reduzieren.

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